5 Schritte, um dir selbst zu helfen, wenn du dich deprimiert fühlst

· 21. November 2016

Sich deprimiert zu fühlen ist etwas sehr Unangenehmes und Schmerzhaftes. Du fühlst dich unmotiviert, hast keine Energie und nicht das geringste Verlangen danach, dich mit anderen Menschen zu umgeben. Und dieser Zustand ist weiter kombiniert mit Verzweiflung, einer Art Schuldgefühl, Misstrauen, Hoffnungslosigkeit und körperlicher und geistiger Erschöpfung.

Unter diesen Umständen ändert sich auch deine Art, zu denken und die Welt zu sehen, die dir jetzt wie ein unwohnlicher und feindlicher Platz vorkommt. Die Angst erlaubt es dir nicht, klar zu denken.

Wer alles schon einmal leer gesehen hat, weiß, womit die Welt erfüllt ist.

Antonio Porchia

Du kannst die Kontrolle zurückgewinnen

Viele Menschen glauben, dass man Depression nur mit Tabletten und speziellen Behandlungen heilen kann. Um allerdings eine klinische Depression zu erreichen, die das wirklich verlangt, musst du schon so Einiges durchlebt haben. Wenn du es schaffst, deine depressiven Phasen zu bekämpfen, bevor du zu diesem Punkt kommst, dann kannst du die Kontrolle noch selbst zurückerlangen.

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Wir alle durchleben schlechte Zeiten. Das Problem ist, dass es in vielen Kreisen missbilligt wird, wenn du sagst, dass du gerade schwere Zeiten durchmachst, oder dass du dich traurig oder deprimiert fühlst. Aber Sorge ist nichts Schlechtes. In jedem Falle liegt es in deinen Händen, ob du darüber hinwegkommst oder nicht. Du kannst das nicht einfach anderen überlassen oder darauf warten, dass der Unmut vorbeigeht, als ob es ein Frage des Glücks wäre.

Depression als etwas Erlerntes

Wenn es dir so vorkommt, als bräche die Welt zusammen, ist es sehr leicht, sich einfach treiben zu lassen oder sogar auf Medikamente zurückzugreifen. Aber Medikamente werden deine Probleme nicht in jedem Fall lösen. Eine Behandlung mit Medikamenten sollte stets unter der Aufsicht eines Spezialisten stattfinden und von einer passenden Psychotherapie begleitet werden.

Unsere Einstellung dem Leben gegenüber ist etwas, das wir erlernen, das kulturell oder sozial vermittelt wird. Die Erziehung durch unsere Eltern, die Gesellschaft mit ihren Stereotype, die Umwelt und ihr Verhalten beeinflussen unsere Gedanken, und die Anpassung dieser Gedanken spielt eine fundamentale Rolle bei einem möglichen Wechsel der Perspektive.

Um die Kontrolle wiederzuerlangen, musst du lernen und (selbst-)kritisch denken. Du musst neue Verhaltensweisen erproben und darauf achten, wie du auf Umstände reagierst. Und du musst außerdem auch lernen, dich selbst mehr zu lieben.

Wie kannst du dir selbst helfen, wenn du depressiv bist?

Vielleicht kannst du bestimmte Situationen nicht kontrollieren, aber du kannst entscheiden, wie du mit ihnen umgehst. Lass uns ein paar Strategien genauer anschauen, mit denen du über einen depressiven Zustand hinwegkommen kannst, sodass du dich besser fühlst.

1. Gestehe es dir ein

Schäme dich nicht. Erkenne die Tatsache an, dass es dir schlecht geht, dass du traurig bist oder dass du das Gefühl hast, die Welt bricht zusammen. Du musst das nicht der ganzen Welt erzählen, du musst es nur zugeben. Es ist ganz natürlich und daran ist rein gar nichts falsch.

Manche werden dir Dinge wie „Weine nicht“, „Alles wird gut“,  oder andere Klischees sagen. Aber du hast das Recht, dich so zu fühlen, wie du dich fühlst. Es gibt keinen Grund sich zu schämen. Außerdem heißt es nicht, dass du eine Depression hast, wenn du mal durch schwierige Zeiten gehst.

Trauriges-Maedchen

2. Fokussiere dich nicht auf das Negative

Wenn du erst einmal erkannt hast, dass du dich deprimiert fühlst, beginnst du damit, auszubrechen. Bei Depressionen tendieren wir dazu, uns auf das Negative als etwas Permanentes zu konzentrieren und betrachten die positiven Dinge als etwas Vorübergehendes und Kurzlebiges. Jetzt, da du das weißt, kannst du deine Art, zu denken, ändern.

Wenn du dich schlecht fühlst, wird es das Negative sein, was deinen Geist am meisten herunterzieht. Schenke dem keine Aufmerksamkeit, lass es einfach vorübergehen und versuche, positive Details um dich herum zu erkennen, so unterschwellig sie auch sein mögen. Zeige Dankbarkeit für die kleinen Dinge, ganz egal, wie klein sie sind. Das wird dir dabei helfen, dich nicht auf das Negative zu konzentrieren.

3. Beweg dich

Wenn wir deprimiert sind, dann verspüren wir eine Schwerfälligkeit, die es uns mühsam macht, uns zu bewegen und aktiv zu sein. Wir wollen uns verkriechen, aber das füttert nur die ganze Negativität und verschlechtert unsere Stimmung weiter.

Wenn wir allerdings gegen diese Reaktion ankämpfen und uns bewegen, dann beginnt der depressive Zustand, sich zu verflüchtigen. Es wurde tatsächlich gezeigt, dass intensiver Sport effektiver gegen Depressionen hilft als Medikamente, und das besonders dann, wenn der Sport draußen und in der Sonne ausgeübt wird.

Sport hilft uns nicht nur dabei, das Gehirn mit Sauerstoff zu füllen, sondern auch dabei, Hormone zu produzieren, die uns ein gutes Gefühl geben und dabei helfen, die Effekte von Negativität und Traurigkeit zu bekämpfen, und uns mit Energie aufladen.

4. Wende Stressbewältigungstechniken an

Die Anhäufung von Stress laugt uns so sehr aus, dass wir uns depressiv fühlen. Man könnte sagen, dass ein depressives Gehirn ein gestresstes Gehirn ist. In diesem Sinne wäre der depressive Zustand nicht das Resultat von negativem Denken, sondern die langfristige Anhäufung von negativen oder stressenden Gedanken.

Deshalb kann das Anwenden von Stressbewältigungstechniken sehr gut dabei helfen, eine Depression zu bewältigen und sich in kürzester Zeit besser zu fühlen.

5. Handle, ohne zu hinterfragen, warum

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Gerate nicht in die Falle, zu versuchen, deine Gefühle zu rationalisieren oder zu analysieren, ob die oben genannten Tipps in deinem Fall helfen werden. Ganz egal, was die Gründe dafür sind, die dich in diesen Zustand gebracht haben: Das ist Schnee von gestern. Jetzt musst du da herauskommen. Versuche nicht, zu verstehen, wie Sport oder Dankbarkeit oder jegliche andere Methode, die wir dir vorgestellt haben, dir helfen können. Setze sie einfach in die Praxis um. Es wird dir nicht schaden.

Der depressive Zustand verschließt unsere Geister und macht uns misstrauisch. Aber wenn du in der Tiefe deines Herzens suchst, wirst du ein kleines Licht finden, dass dir sagt: „Versuch es, du hast nichts zu verlieren.“

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