Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche

19. Februar 2017 en Emotionen 357 Geteilt

Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche und auch kein Zeichen der Verletzlichkeit. Tatsächlich ist sie ein Akt des Mutes. Wenn wir es tun, akzeptieren wir unsere Grenzen und erkennen die Rolle an, die andere für unser Wachstum spielen.

In diesem Sinne können wir sagen, dass um Hilfe zu fragen ein Akt von Bescheidenheit und Mut ist. Denn durch die Bitte um Unterstützung erkennen wir den Wert von anderen Menschen an und kämpfen gegen den Druck, ganz und gar unabhängig und selbstständig sein zu müssen.

Der Mensch ist für Kooperation und eine Beziehung mit seiner Umwelt zur Unterstützung der gemeinschaftlichen Entwicklung geschaffen.

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Vertrauen, ein Grundbaustein

Wenn wir um Hilfe bitten, zeigen wir auch Vertrauen in andere. Mit dieser simplen Handlung stärken wir unsere Bindungen. Wir sind ehrlich und denken an die Menschen um uns herum, wenn wir in Betracht ziehen, dass sie etwas für uns tun können.

Wir neigen dazu, zu denken, dass die Bitte um sozial-emotionale Unterstützung ein zweischneidiges Schwert ist. Es könnte anderen dabei helfen, uns auszunutzen oder unsere Selbstständigkeit zu schädigen, indem unsere Fähigkeit, Dinge selbst zu tun, massiv geschädigt wird.

Es sind oft negative Erfahrungen (die Kombination von Enttäuschung und Erwartungen), die uns denken lassen, dass die Dinge so sind, und uns zögern lassen, um Hilfe zu bitten und anderen unsere Bedürfnisse zu offenbaren.

Wir liegen nicht falsch, aber die Wahrheit ist, dass wir nicht voller Misstrauen leben und dabei denken können, dass „uns ein Ziegelstein auf den Kopf fällt, wenn wir die Straße entlanglaufen“.  Das heißt, dass die Hindernisse, die wir uns selbst schaffen, dann nützlich sind, wenn die Situation verlangt, dass wir uns schützen, und nicht später.

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Um Hilfe zu fragen ist ein guter Anfang für eine Unterhaltung, zusätzlich zu der Tatsache, dass es eine extrem wichtige soziale Fähigkeit ist. Wenn uns andere helfen können, fühlen auch sie sich gut. Weit von Egoismus entfernt, ist anderen zu helfen auch das Betrachten der Schönheit von menschlichen Beziehungen und Bindungen, die um unsere Handlungen herum geschaffen wurden.

Lass deshalb das Bedürfnis nach Stolz und dem Gefühl von Unfehlbarkeit zurück. Scham macht in bestimmten Situationen schlichtweg keinen Sinn.

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Außerdem ist die Angst vor Schlechtem einer der wichtigsten Faktoren. Sie bringt uns dazu, über die Möglichkeit verurteilt und als schwach angesehen zu werden, nachzudenken. Um andere um Hilfe zu bitten, brauchen wir eine gewisse Menge an Vertrauen und ein angenehmes Gefühl in ihrem Beisein. Wenn wir nicht mit diesen beiden Sachen arbeiten, dann wird der Austausch nicht so fließen, wie er sollte.

Wenn wir um Hilfe bitten, gewinnen wir, denn es ist genauso bereichernd, darum zu bitten, wie selbst zu helfen. Denn helfen ist wundervoll, aber zu erlauben, dass uns geholfen wird, ist es nicht weniger. Es ist einen Versuch wert.

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