Ist dort ein Weg, wo ein Wille ist?

9. Dezember 2016 en Psychologie 9 Geteilt

Es gibt viele Dinge, die ich tun will, aber nicht kann. Es ist nicht so, dass ich Grenzen hätte, oder dass es irgendwen oder irgendwas gäbe, das mir im Weg steht. Aus irgendeinem Grund, den ich noch nicht weiß, hält mich mein Geist davon ab, das zu tun, was ich wirklich will.

Sicherlich ist dir das auch schon mehr als einmal passiert. Situationen, in denen du etwas tun wolltest, du es aber aus irgendeinem Grund nicht konntest. Wir wissen alle, dass es nicht immer stimmt, dass da, wo ein Wille ist, auch ein Weg ist, aber was passiert in deinem Inneren? Was hält dich davon ab, für das zu kämpfen, was du willst?

Der, der nicht für das kämpft, was er will, verdient das nicht, was er ersehnt.

Anonym

Die Falle von „Ich will, aber ich kann nicht“

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Manchmal locken wir uns selbst in eine Falle, der wir uns nicht komplett bewusst sind. Wir wollen etwas, was wir nicht bekommen werden, ganz gleich, wie sehr wir es auch ersehnen. Das rührt daher, dass wir Ziele erreichen wollen, die außerhalb des Erreichbaren liegen. Ein paar Beispiele dafür sind folgende:

  • Ich will ein toller Sänger sein, aber ich habe weder eine gute Stimme, noch die passende Persönlichkeit dafür.
  • Ich will ein Turner sein, aber ich bin überhaupt nicht dehnbar.
  • Ich will eine Ballerina sein, aber meine Koordination lässt stark zu wünschen übrig.
  • Ich will tanzen, aber ich kann nicht, denn ich habe kein Talent dafür.

Es gibt viele Dinge, die wir tun wollen, aber manchmal besitzen wir nicht die nötigen Qualitäten dafür. Wie kannst du ein toller Sänger sein wollen, wenn du nicht weißt, wie man Töne trifft? Manchmal träumen wir von Realitäten, die schlichtweg nicht realistisch sind. Das ist eine Falle.

Niemand ist sicher vor einer Niederlage, aber es ist besser, ein paar Kämpfe zu verlieren, während wir für unsere Träume kämpfen, als geschlagen zu werden, ohne überhaupt zu wissen, wofür wir kämpfen.

Anonym

Das Problem mit der Falle von „Ich will, aber ich kann nicht“  ist, dass wir Dinge manchmal „wie von Zauberhand“ erreichen wollen. Ohne uns auch nur ein bisschen anzustrengen, werden wir unsere Ziele nicht erreichen. Ohne Arbeit werden wir das Schicksal, nach dem wir so sehr streben, nicht erlangen. Nichts kommt von allein.

Die Illusion von „Ich kann nicht“  und die Realität von „Ich will nicht“

kopf-in-den-wolken

Eine andere Situation, die auftreten kann, ist, dass wir etwas erreichen wollen, aber frustriert werden und nicht damit aufhören, uns zu sagen, dass wir es nicht schaffen können. Und dabei ist es in Wirklichkeit so, dass wir es einfach nicht wollen. Das mag erst einmal widersprüchlich erscheinen, aber wenn wir etwas wirklich wollen, warum hintergehen wir uns dann selbst und denken, dass wir es nicht tun können?

Manchmal passiert das, weil es Menschen gibt, die bestimmte Ergebnisse von uns erwarten. Manchmal ist es einfach nur so, dass wir nicht die nötige Willenskraft besitzen. Solange du nicht in die Falle von „Ich will, aber ich kann nicht“  tappst, weil du deinen Traum wirklich nicht erfüllen kannst, kann alles erreicht werden, was du willst. Dann ist es tatsächlich so: Wo ein Wille ist, da ist ein Weg. Aber du musst in deiner Entscheidung stark bleiben.

Erfolg ist vor allem der Ertrag von Hartnäckigkeit, Methodik und Organisation.

Jean-Piere Sergent

Du bestehst darauf, zu sagen, dass du eine Aufgabe, einen Abschluss, ein Ziel, nicht erreichen kannst, obwohl du es tief in dir einfach nicht tun willst. Du belügst dich selbst. Oder vielleicht weißt du nicht, wer du bist?

Du kannst es schaffen, aber du hast Angst

Wenn du die Stärken und Fähigkeiten besitzt, einen Traum wahr werden zu lassen, wenn du wirklich willst, aber es anstrengend ist, wenn du dich blockiert und paralysiert fühlst, dann hast du wahrscheinlich Angst. Manchmal stehen wir unter einer ganzen Menge Druck, wenn wir unsere Träume erfüllen wollen, und viele Ängste, von denen wir nicht erwartet haben, dass wir sie haben, kommen auf. Das ist normal.

Stell dir vor, du möchtest ein toller Sänger sein, aber plötzlich stellst du fest, dass du dann vor einem Publikum stehst. Du wolltest singen, aber du hast nie darüber nachgedacht, dass du dabei auch beobachtet wirst. Es ist vollkommen normal, dass du Angst hast, wenn du dich so sehr darauf konzentrierst, deine Fähigkeiten zu verbessern und das zu erreichen, was du willst. Und es ist auch normal, dass du dann die Dinge vergisst, die Teil deines Traums sind. Mach dir keine Sorgen, nutze diese Angst, um dich noch weiter zu verbessern.

Wo sterben Träume? An einem Ort, der Angst heißt.

Anonym

Angst ist ein essenzieller Teil dessen, alles zu erreichen, was du dir vorgenommen hast. Wahrscheinlich paralysiert sie dich, aber du musst stark sein, an deinen Traum denken, ihm in die Augen schauen, und das tun, was du dir vorgenommen hast. Du kannst mit deinen Ängsten umgehen, nutze sie, um dir selbst den nötigen Schub zu geben, um Hindernisse zu überwinden.

weisser-tiger

Wir haben das „Ich will, aber ich kann nicht“  alle schon einmal gesagt und trotzdem müssen wir wissen, wie wir diese Situationen wahrhaftig erkennen können. Erstens: Ist es etwas, was ich wirklich tun kann?  Zweitens: Will ich es wirklich oder belüge ich mich selbst?  Drittens: Die Angst wird mich nicht davon abhalten, das zu erreichen, was ich wirklich tun will.

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