Du selbst hältst dich auf der Erde

· 18. März 2016

Wir haben hunderte, wenn nicht sogar tausende von Gründen, täglich aufzustehen. Für die Arbeit, die dich leben lässt, für die Familie, die dir Freude gibt und dich jeden Morgen bereichert, für deine Kinder, deinen Partner, für die Träume, die du dir noch erfüllen willst.

Es gibt eine Vielzahl von Motiven, die uns in dieser komplexen, sich ständig drehenden Welt verankern. Aber es gibt auch Momente, in denen wir, ohne zu wissen warum, auf einmal das Ziel aus den Augen verlieren und orientierungslos werden. In solchen Momenten taucht der Zweifel auf… Was hält mich eigentlich auf dieser Welt? Warum entziehen sich auf einmal Dinge unserer Kontrolle?

Was dich auf der Erde hält, bist du selbst. Du mit deinen Entscheidungen, du mit der Kraft deiner Gedanken und deiner Entschiedenheit. Du mit der Intensität gut bearbeiteter Emotionen, die ihre Wurzeln ausstrecken, um sich zu vertäuen und Festigkeit zu haben.

Wir dürfen dies aber nicht durcheinander bringen. Was uns im Brausen des Lebens hält, sind weder der Zufall noch die Entscheidungen, die andere für dich treffen.

Das Schicksal mag launenhaft sein, aber du bist derjenige, der bestimmte Türen öffnet; du bist derjenige, der ohne fremde Lasten voranschreitet, ohne die Steine, die wir auf unseren jeweiligen Wegen vorfinden und die, sofern wir sie nicht hinter uns lassen, unser Wachstum beeinträchtigen.

Heute wollen wir dir von all jenem erzählen, das dich in deinem Alltag hält, und wie du die Kontrolle über diese innere Stärke, die wir alle haben, an dich nimmst.

Was dich erhält, was dich stärker macht und was dich bereichert

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Was dich bereichert ist das, was dich innerlich nährt und sich nach außen manifestiert. Es nützt dir gar nichts, wenn du jeden Morgen ein falsches Lächeln aufsetzt, aber innerlich Traurigkeit und Frustration in dir wohnen.

Es gibt Menschen, die sich mit falschen Hoffnungen über Wasser halten. Mithilfe eines „Es wird sich schon ändern“, „Sicherlich werden sie meinen Wert erkennen und mich wertschätzen“. Wenn wir uns von solchen hohlen Emotionen und leeren Versprechungen nähren, wird uns dies unheilbar schwächen.

Wenn deine Wurzeln nicht in fester Erde ruhen, wird es unmöglich sein, ein angemessenes Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Niemand kann wachsen, wenn ihm nur Unsicherheit, Ungewissheiten und falsche Hoffnungen angeboten werden.

Vielleicht wirken wir nach außen wie starke und fähige Erwachsene, aber fühlen uns innerlich verletzlich, so dass wir täglich nach Anerkennung, Entsprechung, Illusionen und positiven Emotionen suchen.

Dann übertrage nicht die gesamte Verantwortung auf andere. Der Rest der Welt ist nicht verpflichtet, dich unentgeltlich glücklich zu machen. Du selbst kannst viel dazu beitragen, denn jeder von uns ist der Schöpfer seiner eigenen Realität.

1. Den einschränkenden Gedanken Nein sagen

Wir alle haben Träume und Sehnsüchte, aber gelegentlich sagen wir – aus was auch immer für Gründen – zu uns selbst: „Der Zug ist schon abgefahren.“  oder „Diese Art von Dingen liegt außerhalb meiner Möglichkeiten.“  Oder sogar: „Die Dinge werden geschehen, wenn es sein soll.“

Lege dein Leben nicht in die Hände eines ungewissen Schicksals. Was zählt, ist das Hier und Jetzt, der Moment, wo du selbst dein ärgster Feind sein kannst, wegen deiner beschränkenden Gedanken.

Es ist nicht wichtig, was in der Vergangenheit geschehen ist: Es ist vergangen, es existiert nicht mehr, und du bist nicht dein früheres Scheitern. Das Leben braucht eine Dosis Mut und einen Pinselstrich Verwegenheit, die von Vertrauen getragen wird. Ändere deine Gedanken, und du wirst deine Realität ändern.

2. Entmachte die, die dich schwächen

Wo liegen deine Stärken? Vielleicht bist du mutig, erhebst deine Stimme immer für die Ehrlichkeit, und außerdem sucht dein Wille immer das Gute für andere.

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Dennoch gibt es Situationen, in denen deine Talente und Werte durch den Einfluss bestimmter Personen außer Kraft gesetzt werden. Diese sind sozusagen talentierte Vernichter des persönlichen Wachstums von anderen.

Es gibt aber nicht darum, diese Verbindungen mit der Wurzel auszureißen. Es ist gut möglich, dass es sich um einen nahen Familienangehörigen handelt, der deinen Träumen immer Mauern entgegenstellt. Es geht daher in erster Linie nicht darum, uns von ihnen fern zu halten, sondern ihnen Macht und Autorität zu nehmen.

Inaktiviere ihren Einfluss in deinem Denken, sie sind nicht du, sie tragen eine andere Größe. Du musst dich selbst in deinem Leben halten mit einem Maximum an Energie, emotionaler Kraft und Selbstwertschätzung.

Welcher Wind der Negativität, des Misstrauens oder der Bitterkeit dir auch entgegen weht… lass ihn ziehen. Er soll über dich hinweg wehen, ohne dich auch nur zu berühren.

3. Die Notwendigkeit, uns täglich zu „heilen“

Die innere Heilung ist eine einfache Übung, die dir hilft, dich täglich auf den Beinen zu halten, mit Mut und der Sicherheit, dass du selbst dich auf der Erde hältst, mit deinem Optimismus und deiner Lust, alle Herausforderungen anzunehmen.

  • Die innere Heilung beginnt damit, dich selbst Tag für Tag ein wenig mehr anzuerkennen. Du verdienst es, glücklich zu sein. Du verdienst es, an erster Stelle zu stehen.
  • Wenn wir uns heilen, lernen wir auch: Du lernst, auf dich zu hören, und diese innere Bindung zu dir selbst aufzubauen. Lerne von dem, was dich umgibt, von anderen. Fördere deine Neugier, um jeden Tag Freude zu haben. Fördere deinen Verstand, um frei zu sein.

Glauben ist schaffen, ändere deine Gedanken, um neue Erfahrungen zu machen und der Führer deines eigenen Lebens zu sein. Mit Mut und Courage.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Paula Nicho Cumez