13 Gewohnheiten, um emotionale Reife zu erlangen

Verschiedene Gewohnheiten können dir helfen, emotional zu wachsen und reifer zu werden. Setze diese Empfehlungen in die Praxis um!
13 Gewohnheiten, um emotionale Reife zu erlangen

Letzte Aktualisierung: 23. Oktober 2021

Emotionale Reife ermöglicht den richtigen Umgang mit den Gefühlen, was die Grundlage für seelischen Ausgleich ist. Du kannst dir verschiedene Gewohnheiten aneignen, um emotionalen Frieden zu erreichen und den Weg zu einem erfüllten Leben zu wählen.

Wenn du die Schwierigkeiten des Alltags besser meistern und Einklang mit dir und deinen Mitmenschen erzielen möchtest, empfehlen wir dir, folgende Gewohnheiten zu entwickeln.

So förderst du emotionale Reife

Das intelligente Management von Gefühlen ist eine Herausforderung. Wenn du jedoch in emotionale Reife investierst, wirst du nicht enttäuscht werden. Setze folgende Empfehlungen konsequent in deinem Alltag um, um dein Ziel zu erreichen.

1. Arbeite an deinem Durchsetzungsvermögen

Der soziale Kontext ist das Ökosystem, in dem du deine emotionale Reife am besten zeigen kannst. In diesem Sinne ist Durchsetzungsvermögen eine Schlüsselqualifikation für das richtige Emotionsmanagement. Es geht darum, die eigenen Emotionen auszudrücken, ohne andere anzugreifen.

Camargo et al. (2009) veröffentlichten eine Studie, in der sie den Zusammenhang zwischen Selbstwertgefühl und Durchsetzungsvermögen untersuchten. Ihre Ergebnisse zeigten, dass sich selbstbewusste Menschen besser fühlen.

emotionale Reife einer Frau

2. Selbstkenntnis und emotionale Reife

Nicht nur das Selbstwertgefühl, auch die Selbstkenntnis ist wesentlich, um emotionale Reife zu erlangen. Du musst lernen, deine Gefühle zu identifizieren und deshalb deine emotionale Wahrnehmung trainieren.

3. Ein Tagebuch für emotionale Reife

Das Schreiben eines Tagebuchs über deine Gedanken und Gefühle ist eine nützliche Strategie für ein besseres emotionales Management. Außerdem kannst du darin analysieren, wie du die Welt wahrnimmst, und kognitive Verzerrungen erkennen. Reserviere dir für diese Aktivität jeden Tag einen bestimmten Zeitpunkt.

4. Zuerst überlegen, dann handeln

Dein Instinkt hilft dir, wenn du schnelle Entscheidungen treffen musst. Wenn du dich jedoch ärgerst und wütend bist, solltest du dir zuerst Zeit nehmen und dich beruhigen. Sobald du die Situation in Ruhe überdacht hast, kannst du schließlich Entscheidungen treffen und reagieren.

5. Akzeptiere deine Emotionen

Emotionsmanagement bedeutet nicht, deine Gefühle zu blockieren oder nicht zuzulassen. In einer Arbeit über psychosomatische Störungen und emotionalen Stress bei Hochschulstudenten erwähnt Vargas (2013) verschiedene Situationen (Studiendruck, Beziehungsprobleme, Familiensituation usw.), die anfällig für psychischen Stress sind und schließlich zu psychosomatischen Krankheitsbildern führen. Du solltest deine Emotionen akzeptieren und lernen, damit richtig umzugehen.

6. Es gibt keine Perfektion

Die Gesellschaft stellt oft unrealistische Erwartungen, was manche dazu bewegt, zu einem perfekten Prototyp zu werden, der keine Fehler zulässt. Die Realität sieht jedoch anders aus: Fehler sind Teil des Lebens und unvermeidlich, es gibt keine Perfektion.

Setze dir keine unrealistischen Ziele, die du nicht erreichen kannst. Und lasse dich auch nicht von anderen unter Druck setzen. Du kannst so Frust verhindern und dich auf den Weg der emotionalen Reife begeben.

7. Lass die Vergangenheit zurück

Die Vergangenheit ist zwar das Fundament deiner Gegenwart, denn schließlich haben dich deine Erfahrungen zu der Person gemacht, die du heute bist. Trotzdem solltest du nicht an der Vergangenheit festhalten, die dich auf deinem Weg behindert. 

Solltest du Erfahrungen gemacht haben, die dich auch heute noch belasten, ist psychologische Hilfe wichtig, um diese Ereignisse zu verarbeiten.

8. Fehler sind Chancen

Du solltest Fehler nicht durch Versagen oder Unfähigkeit erklären. Misserfolge wirken sich negativ auf das Selbstwertgefühl aus, doch Fehler sind Chancen, die dir helfen zu wachsen. 

9. Beschwere dich nicht ständig

Widrigkeiten sind Teil des Lebens. Aber was bringt es, sich ständig zu beschweren? Wäre es nicht besser, sich darauf zu konzentrieren, Lösungen für Probleme zu finden?

Wenn du Schwierigkeiten als Herausforderungen und nicht als Bedrohungen siehst, nimmt die Angst ab. Manchmal liegen die Lösungen auf der Hand, aber es ist bequemer, sich zu beschweren und nichts zu tun.

10. Übe dich in Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, die Gefühle und Gedanken anderer zu verstehen. Sie ermöglicht zwischenmenschliche Beziehungen und ist für emotionale Reife grundlegend. Wenn du dich in andere einfühlen kannst, wirst du auch zu dir selbst freundlicher sein. Einfühlungsvermögen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für emotionale Reife.

11. Achtsamkeit für emotionale Reife

Achtsamkeit bedeutet, die Sinne auf die gegenwärtige Erfahrung zu richten, ohne sie zu bewerten. Das ist ein sehr wichtiger Meilenstein, den du durch Übung erreichen kannst. Achtsamkeit hilft dir, deine Gefühle besser zu kennen und zu regulieren.

Eine systematische Übersichtsarbeit von Hodann und Serrano (2016) kam zu dem Schluss, dass diese Fähigkeit auch bei verschiedenen klinischen Realitäten eine sehr nützliche Ergänzung zur Intervention darstellt.

Achtsamkeit und Meditation für emotionale Reife

12. Aktives Zuhören

Aktives Zuhören erfordert Aufmerksamkeit, was anstrengend sein kann. Du musst dich auf deinen Gesprächspartner konzentrieren und einfühlsam sein. Mit dieser Fähigkeit kannst du außerdem deinen internen Dialog verbessern, was für emotionale Reife ebenfalls wesentlich ist.

13. Psychotherapie für emotionale Reife

Die Psychotherapie ist zweifellos eine der besten Alternativen zur Entwicklung emotionaler Reife. Psychologinnen und Psychologen verfügen über eine Reihe von fachlichen und theoretischen Kenntnissen im Bereich des evidenzbasierten Emotionsmanagements, die dir helfen können. Im therapeutischen Raum findest du einen Ort, an dem du dich ausdrücken kannst, ohne das Gefühl zu haben, verurteilt zu werden.

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  • Hodann-Caudevilla, R. M., & Serrano-Pintado, I. (2016). Revisión sistemática de la eficacia de los tratamientos basados en mindfulness para los trastornos de ansiedad. Ansiedad y Estrés, 22(1), 39-45.
  • León Camargo, A., Rodríguez Angarita, C., Ferrel Ortega, F. R., & Ceballos Ospino, G. A. (2009). Asertividad y autoestima en estudiantes de primer semestre de la Facultad de Ciencias de la Salud de una universidad pública de la ciudad de Santa Marta (Colombia). Psicología desde el Caribe, (24), 91-105.
  • Vargas Araya, P. (2013). Las enfermedades psicosomáticas y el malestar emocional de los (as) estudiantes de la Sede del Atlántico, Universidad de Costa Rica. InterSedes, 14(28), 05-24.
  • Velasco Bernal, J. J. (2014). LA INTELIGENCIA EMOCIONAL. Industrial Data, 4(1), 80. https://doi.org/10.15381/idata.v4i1.6677