Warum fällt es manchmal so schwer, um Hilfe zu bitten?

Menschen sind soziale Wesen. Folglich ist einer unserer größten Vorteile der, dass wir uns gegenseitig helfen können. Einige Menschen sind jedoch nicht in der Lage, um Hilfe zu bitten. Heute werden wir über die Ursachen dieses Problems sprechen und auch darüber, was du tun kannst, wenn du in diese Kategorie fällst.
Warum fällt es manchmal so schwer, um Hilfe zu bitten?

Letzte Aktualisierung: 23. Dezember 2020

Jeder macht im Laufe seines Lebens schwere Zeiten durch. Manchen Menschen fällt es jedoch sehr schwer, um Hilfe zu bitten. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich, aber die Folgen sind dieselben. Ohne Hilfe bleiben wir stecken und kommen nicht vorwärts.

Einige Menschen tun sich schwer damit, weil es für sie ein Zeichen von Schwäche ist. Anderen fehlt es wiederum an den nötigen sozialen Fähigkeiten oder sie wissen nicht, an wen sie sich wenden können.

So stehen sie am Ende allein vor ihren Problemen. Manche Menschen ziehen es sogar vor, zu scheitern. Im Folgenden gehen wir auf einige der Gründe ein, warum es manchen Menschen so schwerfällt, um Hilfe zu bitten:

Falsche Überzeugungen machen es schwierig, nach Hilfe zu fragen

Falsche Überzeugungen machen es schwierig, um Hilfe zu bitten

Viele Menschen glauben, dass es falsch ist, die Zeit einer anderen Person in Anspruch zu nehmen und verzichten deshalb auf Hilfe. Andererseits glauben sie vielleicht, dass andere Menschen viel bessere Dinge zu tun haben, als sich mit ihrem Problem zu befassen. Dieser Glaube ist weit verbreitet und bringt die Menschen dazu, sich von anderen zu distanzieren.

Mangelndes Durchsetzungsvermögen

Die „Assertive Bill of Rights“ beinhaltet das Recht, um Hilfe zu bitten, solange du dir bewusst bist, dass andere Personen das Recht haben, dir zu helfen oder auch nicht.

Durchsetzungsfähig zu sein bedeutet nichts anderes, als seine eigenen Bedürfnisse zu verteidigen und klar und offen zu kommunizieren, was man glaubt, denkt oder braucht.

Geringes Selbstwertgefühl

Dieser Faktor hängt mit dem vorherigen zusammen. Die Unfähigkeit, um Hilfe zu bitten, hängt mit einem geringen Selbstwertgefühl zusammen. Das liegt daran, dass eine Person mit geringem Selbstwertgefühl ihre eigenen Bedürfnisse unterschätzt und vernachlässigt, und die Bedürfnisse anderer Menschen vor ihre eigenen stellt.

Menschen mit einem geringem Selbstwertgefühl sind oft sehr hart mit sich selbst. Daher interpretieren sie ihr Hilfsbedürfnis als Bestätigung ihrer Minderwertigkeit oder Schwäche.

Verantwortung vermeiden

Dies ist eine weiterer Grund, warum manche Menschen glauben, dass sie nicht um Hilfe bitten müssen. Sie glauben vielmehr, dass es in der Verantwortung der anderen Menschen liegt, ihre Unterstützung anzubieten, wenn sie eine schwere Zeit durchmachen.

Unser Stolz verhindert, dass wir nach Hilfe fragen

Stolz ist einer der Hauptgründe, warum es Menschen schwerfällt, um Unterstützung zu bitten. Es ist äußerst befriedigend, Dinge selbst zu erledigen. Das Überwinden von Hindernissen auf eigene Faust ist eine Bestätigung, aber es ist auch ein zweischneidiges Schwert.

Der Stolz macht es leicht, anderen Menschen die Schuld für ihre mangelnde Unterstützung in die Schuhe zu schieben, vor allem, wenn du an deiner Aufgabe scheiterst. Wenn Stolz dein Motiv ist, geht es bei der Überwindung des Hindernisses eher darum, anderen deine Fähigkeiten zu zeigen, als um die persönliche Befriedigung, etwas Schwieriges geschafft zu haben.

Negative Erfahrungen sind ein Grund, nicht nach Hilfe zu fragen

Manchmal fällt es den Menschen schwer, Unterstützung anzufordern, weil sie in der Vergangenheit enttäuscht wurden. Wenn du zuvor schon einmal um Hilfe gebeten hast und deine Bitte dann abgelehnt wurde, ist es weniger wahrscheinlich, dass du es in Zukunft noch einmal versuchst.

Angst vor Zurückweisung

Ein weiterer Grund ist die Angst vor Ablehnung. Sie haben Angst, dass andere Menschen ihnen nicht helfen wollen oder können.

Damit verweigern sie nicht sich selbst das Recht, um Hilfe zu bitten, sondern den anderen Menschen, diese Bitte anzunehmen oder abzuwenden. Wenn dies bei dir der Fall ist, fällt es dir womöglich schwer, dieses Recht zu verstehen, und du bist verunsichert, wenn du eine negative Antwort erhältst.

Es kann uns voranbringen, nach Hilfe zu fragen

Um Hilfe bitten: ein hilfreicher Leitfaden

Wenn du dich mit den beschriebenen Situationen identifizieren kannst, könnten dir die folgenden Tipps helfen:

  • Erkläre dein Problem und wofür du Hilfe benötigst.
  • Drücke dich selbstbewusst aus. Obwohl es stimmt, dass du nicht das Recht hast, Hilfe zu verlangen, so hast du dennoch das Recht danach zu fragen.
  • Vertraue anderen. Glaube an die guten Absichten und die Ehrlichkeit anderer Menschen. Glaube daran, dass sie offen sagen werden, ob sie dir helfen können oder nicht.
  • Sei großzügig. Schätze die Hilfe und sei verständnisvoll und geduldig.

Wenn es dir schwerfällt, um Hilfe zu bitten, wirst du dich am Ende ziemlich allein fühlen. Du wirst dich von anderen Menschen distanzieren, was es schwierig macht, sie kennenzulernen, und zu großer Frustration führt.

Um dem abzuhelfen, kannst du versuchen, den Gedanken zu verinnerlichen, dass du das Recht hast, um Hilfe zu bitten. Denke daran, dass es nicht immer eine Last ist, anderen Menschen zu helfen. Im Gegenteil, wenn wir anderen helfen, steigert dies unser Wohlbefinden.

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