Ultradiane Rhythmen, der Schlüssel zu mehr Produktivität

Du kannst den ultradianen Rhythmus nutzen, um deine Konzentration und deine Produktivität zu verbessern. Planung ist (fast) alles! Erfahre heute mehr über dieses Thema.
Ultradiane Rhythmen, der Schlüssel zu mehr Produktivität

Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2021

Neueste Forschungen weisen darauf hin, dass ultradiane Rhythmen sehr eng mit der mentalen Gesundheit zusammenhängen. Wir wissen, dass unser Gehirn zyklisch funktioniert und nicht nur dem circadianen Rhythmus folgt, der unsere innere Uhr im 24-Stunden-Takt markiert. Wenn der biologische Rhythmus kürzer als 24 Stunden dauert, sprechen wir von ultradianen Rhythmen.

Die Chronobiologie verweist darauf, dass viele Abläufe im 4-Stunden-Rhythmus erfolgen. Bei Neugeborenen, die sich zuerst an den 24-Stunden-Rhythmus gewöhnen müssen, wird dies besonders deutlich. Auch die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns verändert sich im Laufe des Tages. Folglich schwanken auch die Konzentration und die Aufmerksamkeitsfähigkeit.

Natürliche Prozesse sind zyklisch und verlaufen in Phasen. Beispiele dafür sind Tag und Nacht, die Jahreszeiten oder der Menstruationszyklus. In derselben Weise folgt auch die Konzentration einem ultradianen Rhythmus, der unsere Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Die Grenzen der Aufmerksamkeit werden durch das Gleichgewicht zwischen der Informationsaufnahme und der Verarbeitungskapazität des Gehirns bestimmt. Wir sind nicht zu jeder Tageszeit in der Lage, intellektuelle Reize effektiv aufzunehmen und zu verarbeiten. Du kannst den ultradianen Rhythmus entsprechend nutzen, um deine Konzentration und deine Produktivität zu verbessern. 

Um das Unendliche auf das Endliche zu reduzieren, das Unbezahlbare auf das menschlich Reale, gibt es nur einen Weg: Konzentration.

Théophile Gautier

Widme dich am Anfang des Tages komplexen Aufgaben, die deine Kreativität und deine Leistungsfähigkeit erfordern. Wir empfehlen dir, effizient in den Tag zu starten:

  • Beginne mit einem kurzen Aufwärmtraining, um dein Gehirn in Schwung zu bringen: Am besten planst du die täglichen Aufgaben bereits am Vortag und nutzt die ersten Minuten deines Arbeitstags, um dir deine Planung noch einmal anzusehen. Nach dieser kurzen Aufwärmphase kannst du dann aktiv werden.
  • Beginne mit komplexen Aufgaben. Plane dafür die erste Stunde deines Arbeitstages ein, in der du besonders produktiv sein wirst, da deine Konzentration beste Leistung gewährleistet.
  • Danach hast du dir eine 10- bis 15-minütige Pause verdient. Stehe auf, genieße einen kurzen Spaziergang durch dein Büro und vertrete dir die Beine.
  • Danach beginnt eine weitere sehr produktive Stunde. Nutze sie ebenfalls für komplexe Aufgaben, die Konzentration erfordern. Du kannst das bereits begonnene Projekt beenden oder eine neue Aufgabe beginnen. Diese beiden ersten Stunden sind deine wertvollste Zeit!
  • In den letzten 10 Minuten dieses Zyklus empfehlen wir dir eine Tätigkeit, die nicht viel Aufmerksamkeit erfordert. du kommst dabei zur Ruhe und kannst dich von der intensiven Konzentrationsphase erholen.



  • Schwarz, T., Gomes, J., & McCarthy, C. (2013). Anti-productividad, La: Asi como estamos funcionando no está funcionando. Ediciones Granica.