Menschliches Mitgefühl: Einstein und seine Gedanken

„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, von uns „Universum“ genannt, ein in Zeit und Raum begrenzter Teil. Er erlebt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest Getrenntes - eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Das Bemühen, sich von dieser Täuschung zu befreien, ist die einzige Frage der wahren Religion.“ So begann Einstein seinen Brief an einen trauernden Vater, der gerade seinen Sohn verloren hatte.
Menschliches Mitgefühl: Einstein und seine Gedanken

Letzte Aktualisierung: 11 Juni, 2021

Im Jahr 1950 schrieb Albert Einstein einen Brief an einen Vater, der gerade seinen kleinen Sohn aufgrund von Kinderlähmung verloren hatte. Der Brief war voller Tiefe und Symbolik. Jahrzehnte später veröffentlichte die New York Times den Brief. Einstein konnte nicht ahnen, dass seine Formel über das Überleben und die Hoffnung mit allen geteilt werden würde. Tatsächlich demonstrierte dieser Brief seine Gedanken über menschliches Mitgefühl perfekt.

Seine Worte enthielten Philosophie. Man kann es nicht wirklich als Religion bezeichnen, aber man könnte es eine bestimmte Art von kosmischer Spiritualität nennen, zusammen mit einem Gefühl der Transzendenz.

Albert Einstein war der Vater der Relativitätstheorie. In diesem Brief erklärte er jedoch, wie wir den Schmerz des Verlustes lindern können, wenn wir verstehen, dass jeder von uns Teil eines viel größeren Ganzen ist. Darüber hinaus bleibt das, was wir für verschwunden glauben, tatsächlich in uns, in jedem Teil unseres Seins.

Fünf Jahre nachdem er den Brief geschrieben hatte, starb Albert Einstein an einem Aneurysma. Irgendwie, und fast unwissentlich, trug dieses kleine und einzigartige Geschenk zu seinem bereits immensen Vermächtnis auf dem Gebiet der Wissenschaft, insbesondere der Physik, bei. Mit dem Aufkommen des Internets und der sozialen Netzwerke begann Einsteins Botschaft zu zirkulieren. Und tatsächlich ist sie heute aktueller denn je.

„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, von uns „Universum“ genannt, ein in Zeit und Raum begrenzter Teil. Er erlebt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest Getrenntes – eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Das Bemühen, sich von dieser Täuschung zu befreien, ist die einzige Frage der wahren Religion.“

-Albert Einstein-

Albert Einstein war mehr als nur ein brillianter Wissenschaftler

Menschliches Mitgefühl: Einstein und seine Gedanken

Wir übersehen oft die Tatsache, dass Albert Einstein mehr als nur ein brillanter Wissenschaftler war. Er war ein Humanist, ein Geiger und er engagierte sich für soziale Werte. Außerdem war er ein bewundernswerter Lehrer und ein treuer Freund. Tatsächlich spiegeln seine Korrespondenz und Dokumente, die an der Princeton University aufbewahrt werden, diese Tatsache wider.

Unter dieser umfangreichen Korrespondenz befinden sich Briefe von Persönlichkeiten wie Sigmund Freud, Bertrand Russell, Thomas Mann, George Bernard Shaw, Franklin D. Roosevelt und Albert Schweitzer. Darüber hinaus gibt es Briefe in diesem riesigen Meer der Korrespondenz, die uns sagen, dass Albert Einstein vor allem dann eine enorme Unterstützung war, wenn es anderen schlecht ging und sie litten.

Ein Beispiel dafür ist der Brief, den er an die Königin von Belgien schrieb. Elisabeth von Bayern und Albert Einstein waren eng befreundet und teilten eine Leidenschaft für Musik. 1934 starb ihr Mann bei einem Bergsteigerunfall, eine Tragödie, die sie erschütterte. Doch Einstein fand die richtigen Worte, um sie zu trösten, zu ermutigen und ihr Kraft zu geben.

Dasselbe tat er für Robert S. Marcus, einen treuen und geliebten Freund, der 1950 seinen Sohn verlor. In diesem Brief sticht ein besonderes Konzept hervor, das ihn von den anderen Briefen unterscheidet. Für Einstein war menschliches Mitgefühl ein Mechanismus der Erlösung, die Art und Weise, wie wir dem Leben einen Sinn geben.

Ein Brief voller Symbolik

Es ist schwierig, denen Hoffnung zu geben, die das Wertvollste in der Welt verloren haben. In diesen Fällen nützt es nicht viel „Es tut mir leid“ oder „Sie werden immer in deinem Herzen sein“ zu sagen. Albert Einstein versuchte jedoch in seinem Brief, Herrn Marcus einzuladen, über seinen eigenen Schmerz hinauszusehen und zu erkennen, dass jeder von uns Teil eines viel größeren Ganzen ist.

Wir sollten nicht ewig unter der Qual und dem Schmerz des Verlustes leiden. Wir müssen diese Zustände überwinden und Mitgefühl, Liebe und Zuneigung für alles empfinden, was uns umgibt.

„Dieser Wahn ist eine Art Gefängnis für uns, das uns auf unsere persönlichen Wünsche und auf die Zuneigung zu einigen wenigen Personen, die uns am nächsten stehen, einschränkt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir unseren Kreis des Mitgefühls so erweitern, dass er alle Lebewesen und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umfasst.“

-Albert Einstein-

Albert Einstein hat uns gelehrt, dass wir nicht getrennt voneinander existieren

Menschliches Mitgefühl: Einstein und seine Formel

Albert Einstein hat uns gelehrt, dass wir nicht getrennt voneinander existieren. Tatsächlich hat der Individualismus keinen Sinn und Zweck in einer interdependenten Welt, einem Universum, in dem wir alle Teil eines Ganzen sind. Menschliches Mitgefühl ermöglicht es uns, die Dinge zu übersteigen und über uns selbst hinauszugehen, um alles zu erreichen, was uns umgibt.

Wahre Menschlichkeit geht über Religionen, Ideologien, Egoismus, Angst und Vorurteile hinaus. Wir sollten jedoch bedenken, dass Albert Einstein nicht der einzige war, der dem menschlichen Mitgefühl diese kosmische Perspektive gab.

Tatsächlich erinnert uns Carl Sagan in einem seiner Bücher daran, dass wir Mitgefühl, Intelligenz und Technologie einsetzen sollten. So können wir ein sinnvolles und respektvolles Leben mit dem Planeten schaffen, das uns erlaubt, die Sterne zu berühren. Wir sollten die Worte dieser beiden unvergesslichen Persönlichkeiten aus der Welt der Astronomie und Physik daher nicht vergessen.

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