Ich kann das nicht! – Die Angst vor dem Versagen

12. April 2016 en Psychologie 2 Geteilt

Immer mehr Menschen haben Angst davor, nicht zu wissen, was es heißt, Erfolg zu haben, sowohl auf beruflicher als auch auf privater Ebene. Sie sind so davon überzeugt, immer zu versagen, dass sie ihre Lebensfreude verlieren und sich den alltäglichen Herausforderungen des Lebens nicht gewachsen fühlen.

Die Art und Weise, in der wir Herausforderungen und schwierigen Situationen im Leben begegnen, beeinflusst unseren Charakter und somit letztendlich auch unsere Zukunft.

„Der Mensch weiß nicht, wozu er fähig ist, bis er es versucht.“

Charles Dickens

Wenn wir uns beispielsweise in einer unter Umständen riskanten Situationen befinden und wir uns auf unsere Angst, zu versagen, konzentrieren, fühlen wir uns zweifellos unsicher und nicht dazu in der Lage, diese Situation zu überstehen. Auch unsere Verhaltensweisen leiden höchstwahrscheinlich darunter.

Unzählige Forschungen haben jedoch ergeben, dass eine positive Lebenseinstellung ein fundamentales Element ist, um persönlichen Erfolg zu haben. Sehen wir uns im Weiteren doch einmal an, wie wir diese erlangen können.

Junge glueckliche Frau

Mental in Form sein

Emotional oder mental in Form zu sein, bedeutet, sich selbst in schwierigen Situationen sicher zu fühlen. Doch was ist damit gemeint?

Die Art, wie wir Situationen interpretieren und einschätzen, was in unserem Umfeld geschieht, beeinflusst unsere Gefühle und Handlungsweisen, und dadurch unser eigenes Ich.

Wer mental stark ist, besitzt vor allen Dingen eine bestimmte Fähigkeit: Die Fähigkeit dazu, in jeder Situation etwas Gewinnbringendes für das eigene Leben zu sehen.

Die Frage, die wir uns also zu jeder Zeit stellen sollten lautet: Was kann ich aus dieser Situation lernen?

Der Unterschied zwischen Erfolg und Versagen

Der Unterschied zwischen Erfolg und Versagen besteht in der Fähigkeit, aus komplexen Situationen Lehrmeister fürs Leben werden zu lassen.

„Erfolg heißt, sich durch wiederholte Niederschläge zu kämpfen, ohne aufzugeben.“

Winston Churchill

Die Angst ist eines der Basisgefühle des Menschen. Doch Angst vor dem Versagen und die damit einhergehende Unsicherheit sollten unser Wissen, wie wir Probleme lösen, nicht behindern.

Auf unserem Weg der persönlichen Verwirklichung begegnen wir vielen Niederschlägen, doch es sind genau die sauren Äpfel, in die wir beißen mussten, die uns halfen, Dinge zu ändern und die wichtigsten Wandel zu vollziehen.

Alle Lebenskünstler haben eins gemeinsam, und das sind nicht etwa fehlende Hürden und Schwierigkeiten auf ihrem Lebensweg: Sie wissen, wie man aus jeder Situation das Beste herausholt, um zu wachsen, sich zu verbessern und die Wichtigkeit des Lebens auf eine neue Stufe zu stellen.

Bluete auf trockenem Stein

Die Angst vor dem Versagen und die Angst vor dem Risiko

Die Angst vor dem Versagen führt normalerweise dazu, dass Menschen Risiken vermeiden, und viel zu oft wollen diese Personen die Grenzen ihrer eigenen Geschicklichkeiten nicht einmal entdecken. Sie möchten nur das Mindeste tun, um ein ausreichendes Wohlbefinden zu erhalten und dieses zu beschützen.

Der Psychologe Abraham Maslow definierte Sicherheit als eines der Hauptbedürfnisse des Menschen, welches gleichzeitig ein Teil seines natürlichen Instinktes ist, der beschützen und bewahren will, was wir bereits haben.

Doch nicht immer tut es uns gut, auf Nummer sicher zu gehen: Das Gefühl von Sicherheit kann unsere Entscheidungen und folglich unsere Handlungsweisen negativ beeinflussen.

 „Oft liegt der Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem erfolglosen Menschen nicht in den Fähigkeiten oder Vorstellungen verborgen, sondern im Mut, für seine Vorstellungen einzustehen, kalkulierte Risiken einzugehen und zu handeln.“

Maxwell Maltz

Man muss immer ein gewisses Risiko eingehen, um ein Ziel zu erreichen. Nur wer lernt, mit der Angst vor dem Versagen angemessen umzugehen, dem stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, das zu erlangen, wovon er träumt.

Jede Angst ist eine Möglichkeit, zu wachsen.

Zu oft haben wir Angst vor unseren Gedanken

Beim Schachspielen sagt man, dass die Angst vor dem Angriff immer stärker ist als der Angriff selbst. Unsere Vorstellungskraft besitzt die große Macht, unsere Angst vor dem Versagen noch zu verstärken.

Dennoch ist auch das Gefühl von Angst nützlich, denn so gehen wir sorgsam mit Gefahren um. Doch sie ist nicht von Nutzen, wenn sie uns dahingehend blockiert, dass wir ein konkretes Ziel aufgrund der Angst nicht erreichen können. Wenn uns also die Angst vor dem Versagen kontrolliert, können wir sehr wahrscheinlich nicht frei und angemessen handeln.

Das Leben wartet nicht und niemand sonst kann es für uns leben.

Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, wenn wir dazu bereit sind, Versagensängste und Risikovermeidung hinter uns zu lassen, können wir glücklich sein.

Wir können unsere für uns missgünstige Art, zu denken und zu handeln, selbst beeinflussen, um unsere Ziele zu erreichen. Dazu müssen wir dem Fluchtgedanken und der Vorliebe, Dinge aufzuschieben oder Ausreden zu finden, entkommen.

Auch interessant