Die drei Daseinsmerkmale des Buddhismus für dein Wohlbefinden

17. März 2016 en Emotionen 6 Geteilt

Es gibt viele Momente in deinem Leben, in denen du dir vielleicht denkst, dass das Leben nur zu dir so ungerecht ist und es kommt dir so vor, als würde alles, was du daran setzt, um einen Wandel zu erreichen, keine Früchte tragen.

In diesem Artikel möchte ich mit dir einmal kurz innehalten, dich dazu einladen, tief einzuatmen, in dich hineinzuhören und die drei Daseinsmerkmale des Buddhismus zu entdecken, um dein Wohlbefinden zu verbessern. Wenn du diese verinnerlichst, kannst du deine Situation oder jede andere Tatsache ändern, weil du sie aus einem anderen Blickwinkel betrachten wirst.

„Niemand rettet uns, das müssen wir selbst tun. Niemand kann und niemand sollte das. Wir selbst müssen unseren Weg gehen.“

Buddha

Dukkha: Unzufriedenheit, Kummer und Leid

Gemäß dem buddhistischen Dogma „Das Leben ist ein Leiden“  sind oder waren viele von uns das, was wir dieser negativen oder pessimistischen Theorie entnehmen können. Doch in einem angemessenen Kontext erklärt, bedeutet das laut dem Buddhismus etwa: „Das Leben ist nicht immer sanft und schön.“

Buddhisten bestätigen und fühlen, dass der Ursprung schwieriger Situationen, von Leid und Schmerzen, die viele von uns immer wieder erleben, darauf zurückzuführen sind, dass wir uns mit den Dingen nicht spirituell beschäftigen wollen und/oder uns nicht mit dem emotionalen Teil unseres Lebens auseinandersetzen wollen.

Buddhistische Kinder

In der westlichen Welt leben wir ständig mit einem Gefühl von Verlust, Traurigkeit, Erschöpfung, Langeweile und Angst. Um jeden einzelnen dieser Zustände zu überwinden wird uns beigebracht, Medikamente zu nehmen und gesundheitsschädliche Angewohnheiten zu entwickeln, anstatt von innen heraus eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden.

Wir ziehen es vor, den Schmerz zu betäuben und ihn somit noch zu verstärken, weshalb wir immer unzufriedener werden.

Wie können wir diese Drei Daseinsmerkmale also in unseren Alltag einbauen?

Vermeide den Gedanken, dass du immer noch mehr brauchst, um ein erfülltes Leben zu leben. Krankheiten, Leid und Tod sind ein natürlicher Teil des Lebens. Wir müssen lernen, diese zu akzeptieren und in der Gegenwart einen Platz für sie bereitzuhalten – einen Platz im Hier und Jetzt.

Versuche nicht, dir ein perfektes Leben als Ziel zu setzen. Denke immer daran, dass Schwierigkeiten und deren Überwindung uns vieles lehrt.

Wenn du die Unvollkommenheit des Lebens akzeptierst, musst du weniger Enttäuschungen verkraften. Denn dadurch erlaubst du dir selbst, deine angeborene Intuition freizugeben und den Stress des Alltags und schlechte Erfahrungen hinter dir zu lassen.

„Schmerz ist unvermeidbar, aber Leid ist optional.“

Buddha

Anicca: Das Leben befindet sich in einem stetigen Wandel

Anicca steht für Vergänglichkeit, was bedeutet, dass das Leben sich in einem stetigen Wandel befindet. Der Buddhismus sagt deshalb, dass wir niemals zu einem Tag aus der Vergangenheit zurückkehren können. Auch die Zukunft liegt nicht in unseren Händen und ist nur eine Illusion.

Jeden Morgen, wenn du aufstehst, kannst du feststellen, dass du dich im Vergleich zum Vortag etwas verändert hast. Biologisch gesehen wachsen wir und verändern uns jeden Tag, genauso wie das auch unsere Gedanken und unser Bewusstsein tun.

Wenn du in deinem Leben den Gedanken zulässt, dass sich alles ändert, wird auch das Schlechte, das du vielleicht gerade erlebst, verschwinden.

Wenn wir uns darüber bewusst sind, dass im Leben nichts ewig hält, können wir auch herausfinden, dass alles Schlechte und Böse irgendwann ein Ende hat. Doch was passiert, wenn du glücklich bist? Du wünscht dir natürlich nicht, dass das eines Tages endet. Diese Vorstellung macht uns sogar Angst.

Ich schlage dir vor, dass du versuchst, es dir so vorzustellen: Wenn das Glück schnell endet, dann sollten wir es in jeder Sekunde mit jeder Faser unseres Seins genießen. Wenn du dazu in der Lage bist, die Vergänglichkeit des Lebens und ihre positive Seite zu verstehen, kann dir das ebenfalls ein befreiendes Gefühl geben.

Alles, was du hast, ist das Hier und Jetzt.

Blaue Augen

Und wie können wir diese Denkweise in unser Leben integrieren?

Genieße und feiere Veränderungen. Sie sollen dir keine Angst davor machen, dass etwas, an das du gewöhnt bist, eines Tages verschwindet. Buddhisten sagen, dass alles Negative in unserem Leben eines Tages gehen und alles Großartige und Gute in deinem Herzen bleiben wird, wenn du weißt, wie du es spüren und genießen kannst.

Deine Person und Essenz ist das größte Geschenk, das du dir selbst machen kannst. Genieße dein Leben und lerne, jeden Tag deines Lebens du selbst zu sein.

Anatta: Du gestaltest jeden Tag

In unserer westlichen Kultur lernen wir zu spüren, dass es ein „wahres Ich“ gibt. Doch wir wissen nicht genau, wo wir es finden und wir suchen es jeden Tag aufs Neue. Die buddhistische Theorie basiert darauf, dass kein konstantes Ich existiert. Wenn du nun verstehst, dass sich alles ändert, ist der nächste Schritt, zu akzeptieren, dass auch du dich jeden Tag änderst.

Du bist nicht immer dieselbe Person, so sehr du es dir auch wünschen magst. Und unser Leben wandelt sich auch unaufhörlich und wird zu einem besseren, wenn wir uns dafür einsetzen.

Wie setzen wir dieses Wissen richtig um?

Verwende deine Energie darauf, dich jeden Tag neu zu erfinden, anstatt dich darauf zu konzentrieren, dein „wahres Ich“ endlich kennenzulernen. Dieses konstante Ich existiert nicht, aber ein Ich im Hier und Jetzt, das sich ändern kann, wenn du es am wenigsten erwartest. Unser Gemütszustand verändert sich natürlich im gleichen Maße.

Erfreue dich an deinem Leben und sei dir darüber bewusst, dass morgen wieder ein neuer Tag ist und sich wieder etwas wandelt. In jedem Moment bist du jemand anderes, mit der Macht, das zu erreichen, was du dir wünscht: Vollkommenheit und inneren Frieden.

„Deine Welt ist ein wahr gewordener Ausdruck dessen, wie du deinen Verstand benutzt und benutzt hast.“

Earl Nightingale

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