Wie aus Angst Chancen werden können

· 2. März 2016

Angst ist eine grundlegend wichtige Emotion, mit der all unsere anderen Gefühle in Beziehung stehen. Sie sorgt für ein äußerliches und innerliches Unwohlsein und stellt uns Hindernisse in den Weg, die uns davon abhalten, unser volles Potential auszuschöpfen und unser Leben ganz und gar zu genießen.

Eines der ersten Gefühle, das wir als Kind erleben, ist Angst. Es ist normalerweise so, dass wir Angst im Angesicht von Situationen oder Menschen empfinden, in denen wir uns in besonderer Weise herausgefordert fühlen.

Dabei erleben wir viele verschiedene Arten von Angst. Es gibt zum Beispiel die Angst vor dem Alleinsein oder die Angst, ohne einen Partner, bei dem wir uns geborgen fühlen, durch das Leben gehen zu müssen. Es gibt die Angst, nicht in der Lage zu sein, Freunde zu finden, die Angst vor dem Verlust eines Familienangehörigen und die Angst, jene Ziele, die wir uns selbst gesetzt haben, nicht erreichen zu können.

Wenn es uns nicht gelingt, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie wir produktiv mit unserer Angst umgehen, kann das dazu führen, dass sie uns lähmt. Dann vergraben wir das in uns schlummernde, großartige Potential. Es ist aber gerade wichtig, dass wir unser eigenes Potential kennenlernen, damit unser Selbstwertgefühl steigt, damit wir der Welt unsere Gefühle mitteilen können und vor allem, damit wir das loslassen können, was wir an andere weitergeben möchten.

Ist es möglich, der Angst zu widerstehen und sie als Herausforderung zu begreifen? 

Nicht vor allem müssen wir uns fürchten! Darin liegt ein wichtiger Schlüssel und eine entscheidende Frage: Können wir der Angst widerstehen und sie sogar zu unserem Vorteil nutzen?

In diesem Artikel wirst du einige Tipps finden und Ratschläge, wie du lernen kannst, Ängste zu überwinden und sie zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Erkenne deine eigenen Ängste

Um überhaupt von Ängsten als Herausforderungen reden zu können, ist der erste Schritt, sich in Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu üben. Es ist dabei wichtig, ehrlich mit sich selbst zu sein, um überhaupt fähig zu werden, die Ängste, die wir fühlen, zu erkennen.

Wenn unsere Selbsterkenntnis wächst, lernen wir die Situation, in der wir stecken, besser zu verstehen und sind dann in der Lage, jene Maßnahmen zu ergreifen, die diese erfordert.

Mach dir keine Gedanken, wenn deine Ängste einzigartig sind und wenn du niemanden kennst, der ähnliche Gefühle erlebt. Entscheidend ist, dass sie dich in deinem innersten Wesen beeinflussen. Allein aus diesem Grund ist es wichtig, sich mit ihnen zu beschäftigen, sie zu überwinden und so zu deinem eigenen Wohlbefinden beizutragen.

Beginne damit, dass du die eigenen Ängste, die du fühlst und die in deinem Leben auftauchen, wahrnimmst, identifizierst und in Kategorien einteilst. Viele von diesen Ängsten sind wahrscheinlich ganz gewöhnliche Ängste, die auch andere Menschen empfinden. Da gibt es zum Beispiel weit verbreitete Phobien wie die Angst vor Schlangen, vor Spinnen oder davor, vor einer Menschenmenge sprechen zu müssen.

Zunächst solltest du deine Ängste in Kategorien einsortieren – je nachdem, welche Rolle sie in deinem Alltag spielen. Dadurch siehst du dann auf einen Blick, mit welchen Ängsten du dich nicht unbedingt sofort auseinandersetzen musst. Dann kannst du dich auf jene Ängste konzentrieren, die für dich eine große Rolle spielen und die dich wirklich daran hindern, im Leben voranzukommen.

Stelle die richtigen Fragen, damit du auch die richtigen Antworten bekommst

Wenn du dich aufmachst, um Angst in eine persönliche Herausforderung umzuwandeln, ist eine der wichtigsten Fragen, die du allerdings vermeiden solltest: „Warum habe ich davor Angst?”

Denn wenn du nach positiven Antworten für dich selbst suchst und du wirklich lernen willst, deine Ängste hinter dir zu lassen, ist es wichtig, sich die folgende Frage zu stellen: „Was bringt es mir, mich davor zu fürchten?“  Sicherlich werden dir dann einige der folgenden Antworten begegnen: Die Angst verhindert, dass ich meine Ziele erreiche und mir neue Ziele setze. Sie hindert mich daran, mich gut und glücklich zu fühlen.

Wenn du diesen schwierigen Schritt, nämlich deine Ängste überhaupt erst wahrzunehmen, gemacht hast, solltest du deine eigenen Ziele und Träume kennenlernen. Dieser Schritt wird verhindern, dass du immer wieder deine überwältigende Angst ins Zentrum deiner Aufmerksamkeit und deiner Zweifel rückst.

Wenn du aus Angst etwas aufgibst, das du dir eigentlich wünschst, ist es viel produktiver, dich auf deinen persönlichen Erfolg zu konzentrieren, den du haben wirst, wenn dir diese Aufgabe gelingt.

Lerne, wie du dir selbst Ziele setzen kannst

Wenn du schon auf dieser Stufe angekommen bist und deine Angst überwunden hast – oder besser gesagt die Angst vor dieser Angst – dann ist es entscheidend, wieder die eigenen Träume und Ziele in den Blick zu nehmen. Dabei ist zu beachten, dass die Ziele, die du dir setzt, realistisch sind und deiner aktuellen persönlichen Situation entsprechen.

Eine tolle Übung, die dir in diesem Prozess weiterhilft, ist, deine Fähigkeiten und Fertigkeiten herauszufinden und einzuschätzen, noch bevor du dir neue persönliche Ziele setzt. Oftmals basieren unsere Ängste auf dem persönlichen Mangel, den wir in uns vermuten und den jeder Mensch hat. Vor diesem Hintergrund ist es nicht hilfreich, sich unerreichbare Ziele zu setzen. Damit schaden wir letztlich nur unserem Selbstwertgefühl.

Wenn du dein eigenes Potential erkennen möchtest und am eigenen Leib erfahren möchtest, dass du das Zeug dazu hast, deine eigens gesetzten Ziele auch zu erreichen, dann versuche aufzulisten, welche Erfolge du in der Vergangenheit feiern konntest. Mit dieser Übung erinnerst du dich daran, was du für ein toller Mensch bist. Dann kannst du dich selbst wieder lieben und dich um deine eigenen Belange kümmern, dich selbst belohnen und am wichtigsten: Du kannst nun beginnen, Dinge von der Liste mit deinen Zielen streichen, die du ja schon erreicht hast. So wird sich allmählich ein Gefühl von konstantem Erfolg in deinem Leben einstellen, was wiederum dazu beiträgt, Ängste zu kontrollieren und gleichzeitig Ziele zu erreichen.

Lerne, dich selbst zu belohnen

Wenn du eine Herausforderung angenommen und gemeistert hast, heißt das nicht, dass du an diesem Punkt aufhören sollst. Es bedeutet einfach, dass du wieder ein Ziel mehr erreicht hast und gleichzeitig deine Angst weiter kontrolliert und reduziert hast. Das hilft, motiviert zu bleiben und weiter voranzugehen. Außerdem verhinderst du so, einzurosten und zum Stillstand zu kommen.

Es ist äußerst wichtig, dass du dich nicht aufhalten lässt, wenn du eines deiner Ziele erreicht hast. Wenn du Zeit verstreichen lässt, besteht das Risiko, dass die befürchteten zukünftigen Rückschläge wieder zu einer Ausrede werden, um in Passivität zu verfallen. Dann kommen jene Stimmen hoch, die sagen, dass man nichts wert ist und dass man sich überhaupt nicht zum Besseren verändert hat. Zögerlichkeit und Stillstand kann verursachen, dass die von dir erreichten und gelernten Dinge und die positiven Facetten deiner Persönlichkeit entwertet werden.

Lerne, mit Rückschlägen richtig umzugehen  

Rückschläge sind in Ordnung. Das Entscheidende ist, die persönlichen Rückschläge richtig einzuordnen und sich zu sagen, dass sie ok sind, gleichzeitig aber nicht negativ über sich zu reden oder sich sogar für sein Versagen zu bestrafen – so als wäre es das Ende der Welt.

Eine gute Übung ist hierbei, daran zu arbeiten, wie man sich im Angesicht dieser Momente selbst Wert beimisst und mit sich redet. Das sollte in einer ausgewogenen und positiv ausgerichteten Weise geschehen, dadurch hält man nämlich wiederum seine Ängste im Griff und ist nicht versucht, sich nur auf die eigenen Begrenzungen zu konzentrieren.

Nimm dir Zettel und Stift und schreibe deinen nächsten persönlichen Triumph nieder, dein nächstes großes Ziel und deinen ganz persönlichen Traum.

Erzähle uns auch, wie du dich fühlst und ob die Ratschläge aus diesem Artikel dir weitergeholfen haben. Eins ist auf jeden Fall klar: Du kannst die Sterne erreichen!