Ich hoffe, es geht dir gut!

Aus welchem Land auch immer du kommst, ich hoffe, es geht dir gut! Ich hoffe, dass du dich um dich kümmerst, zu Hause bleibst und die Welt von deinem Fenster aus betrachtest, da du weißt, dass du so Leben beschützen kannst. Wir wünschen uns, dass du dich in Sicherheit befindest und es dir gut geht, da du wichtig für uns bist. 
 

Ich hoffe, es geht dir gut zu Hause, und dass du dich um dich selbst und um nahe stehende Menschen in der Distanz kümmerst. Mein Wunsch ist, dass dein Heim vor Leid geschützt ist, dass du dich in einer sicheren Kugel befindest, die dich immun macht; ein Heim mit dicken Mauern, wie die einer romanischen Kirche im Mittelalter, ein Zuhause, das dich vor allen Kriegen, Kreuzzügen und Epidemien schützt.

Es fällt uns schwer zu glauben, doch wir befinden uns im Krieg. Noch immer weckt dieser Begriff in uns das Gefühl, irreal zu sein, so wie auch jede Zahl über die weltweit mit dem Coronavirus infizierten Menschen und die steigenden Todesfälle. Wie Haruki Murakami in seinen Büchern erklärt, sind wir alle dazu gezwungen, Stürme zu erleben. 

Er schreibt in seinen Werken auch, dass wir nach den Wolken vielleicht gar nicht wissen, wie oder warum wir überlebt haben. Wir können sogar daran zweifeln, dass dieser Sturm tatsächlich stattfand.

Was auch immer unsere Zweifel sind, es hat den Anschein, dass wir danach nicht mehr dieselben sein werden. Vielleicht lernen wir positive Dinge, die es uns ermöglichen, ein anderes Leben aufzubauen, in dem andere Vorbilder, Werte und solidarische, viel menschlichere Gedanken wichtig sind.

 

Doch es ist jetzt noch nicht der Augenblick gekommen, an morgen zu denken. Unser Blick muss sich jetzt auf die gegenwärtige Situation richten, um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Es ist jetzt der richtige Moment, sich zurückzuziehen, sich zu sammeln und gezwungenermaßen Mut zu zeigen.

Es spielt keine Rolle, dass uns niemand auf diese Situation vorbereitet hat. Das Leben scheint jetzt still zu stehen, unsere Pläne wurden unterbrochen und wir befinden uns in einem Meer voller Ungewissheiten. Doch wir müssen unsere Frustration kontrollieren und verstehen, dass das Leben weitergeht, wenn wir verantwortlich handeln. Wir müssen jetzt aus unserem Heim unsere Welt machen. 

Ich hoffe, es geht dir gut

Ganz egal woher du kommst: Ich hoffe, es geht dir gut!

Woher auch immer du kommst, ich hoffe, es geht dir gut. Es ist jetzt nicht wichtig, ob du in Schottland, Südafrika oder Neuseeland lebst. Du musst nur die Realität verstehen: Bleib zu Hause!

Du solltest einen Schritt weiter gehen, als die Entscheidungen der Regierung deines Landes vorsehen, und verantwortlich handeln. Denn oft werden die nötigen Maßnahmen nur sehr langsam umgesetzt und manche sind sogar noch immer skeptisch.

Es geht jetzt nicht um die Bewegungsfreiheit des Individuums oder die wirtschaftliche Stärke. Die Theorie der Herdenimmunität ergibt jetzt keinen Sinn mehr, sondern kann in diesen Augenblicken tödlich sein.

 

Wenn es in deinem Land noch immer heißt „keep calm“ und gehe deinem normalen Leben nach, solltest du dich genau informieren, was das Wort Pandemie bedeutetInformiere dich, lies die Berichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und beobachte, was in Italien oder Spanien passiert.

Bleibe zu Hause, dir zuliebe und all jenen Menschen zuliebe, die du liebst. 

Schau auf dich, denn damit tust du bereits viel Gutes

Kümmere dich um dich selbst, ergreife die nötigen Schutzmaßnahmen und gehe nur dann außer Haus, wenn dies wirklich nötig ist. Noch wichtiger: Pflege die von dir geliebten Menschen, auch wenn sie nicht bei dir sind, und schütze besonders gefährdete Personen. 

Ei großer Vorteil, den wir in dieser schwierigen und dunklen Zeit haben, ist, dass wir über technologische Medien verfügen, die es uns ermöglichen, auch in der Ferne anderen nahe zu sein.

Es ist jetzt einfach, unsere Liebe und Zärtlichkeit trotzdem zu zeigen, von zu Hause aus, andere damit zu nähren, um uns selbst und andere zu schützen und die Infektionsrate zu bremsen. 

Verwende dein Smartphone und Videochats, um Brücken zu bauen, dich mit anderen zu kommunizieren und positive Emotionen zu fördern. Zweifle nicht daran, du kannst dich stolz auf dich fühlen, nur weil du zu Hause bleibst und so dich selbst und andere schützt. In Zeiten des Coronavirus sind kleine Gesten riesig und entscheidend.

Ich hoffe, es geht dir gut

Ich hoffe, es geht dir gut, denn wir brauchen dich!

Was auch immer deine Situation ist, ich hoffe, es geht dir gut. Ich wünsche dir Ruhe, Kraft und Hoffnung. Denn auf diesem blauen Punkt im All, wie Carl Sagan unseren Planeten nennt, ist jeder wertvoll und jeder hat seinen Platz. Wir alle sind unersetzlich.

Doch leider müssen wir in dieser Corona-Pandemie beobachten, wie verletzlich unser Leben ist, so vergänglich wie der Nebel im Morgengrauen. 

Wir brauchen dich. Was auch immer deine Nationalität, deine Religion, deine Werte, deine Gedanken und deine Arbeit ist, du bist entscheidend und wichtig. Du bist es für uns alle und für die Menschen, die dich lieben und die du liebst.

In diesen Augenblicken sind Solidarität und Verantwortung gefragt: Wir müssen verstehen, dass wir uns selbst schützen müssen, um andere zu schützen. Du musst dir auch darüber bewusst werden, dass andere genauso wichtig sind, wie du selbst es bist.

In diesen Tagen gibt es keinen Platz für den Individualismus, den wir noch vor wenigen Tagen erlebten. Jetzt ist Zusammenhalt und Verantwortung gefragt, um unser Leben zu schützen.

 

Ich weiß, dass du wie wir alle Angst hast, doch es wird vorbeigehen

Wir alle haben Angst. In jeder unerwarteten Situation und vor allem wenn der Feind unbekannt ist, ist dies ganz normal. Doch du solltest dich nicht von dieser Emotion gefangen nehmen lassen. Ganz im Gegenteil, denn Angst fesselt dich und zwingt dich zu Verhaltensweisen, die nicht weiterhelfen.

Da die Zukunft ungewiss ist, müssen wir unseren Blick auf die Gegenwart konzentrieren und jene Dinge kontrollieren, derer wir mächtig sind: unsere Entscheidungen und unser Verhalten. Wir brauchen Ruhe und müssen verantwortungsbewusst handeln, Hilfe und Unterstützung geben und wenn nötig auch erhalten.

Jetzt geht es nur darum, uns zu schützen und uns wie Katzen zu verhalten: Die Welt vom Fenster aus betrachten und uns in Decken wickeln, um die Realität mit intuitivem Vertrauen betrachten zu können. Ich möchte dir noch einmal sagen, dass ich hoffe, dass es dir gut geht. Ich wünsche mir, dass wir gestärkt aus dieser Situation hervorgehen und dass du weiterhin verantwortlich handelst, indem du zu Hause bleibst.