„Ich hatte einen schwarzen Hund und sein Name war Depression“, der Kurzfilm, der uns diese zu verstehen hilft

· 8. Oktober 2016

Ich hatte einen schwarzen Hund und sein Name war Depression  ist ein Kurzfilm von der Internationalen Gesundheitsorganisation, der uns zu verstehen helfen soll, was Depression wirklich für die Menschen heißt, die unter ihr leiden.

Wir müssen hier hervorheben, dass Depression keine Entscheidung ist, und deshalb sollten wir daran arbeiten, endlich mit ihrer Stigmatisierung aufzuhören. Genau zu diesem Ziel wurde das Video gemacht, das wir in diesem Artikel vorstellen.

Depression und Ängstlichkeit sind Synonyme für Schwäche. Da sie aber nicht die Folge eines persönlichen Entschlusses sind, können wir nicht eben einfach darüber entscheiden, ob sie uns begleiten oder nicht.
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Ein Kurzfilm, der bereits um die Welt gegangen ist

Ich hatte einen schwarzen Hund und sein Name war Depression  ist ein Kurzfilm, der um die Welt gegangen ist, nachdem er vor ein paar Jahren im Netz populär geworden ist. Seitdem benutzen Psychologen und andere Angestellte im Gesundheitssektor dieses Video, um Depression zu verdeutlichen und greifbar zu machen.

Jedoch sollten wir, bevor wir uns das Video anschauen, klarstellen, dass die benutzte Metapher des schwarzen Hundes für Depression auf Winston Churchill zurückgeht, der mit ihr seine Melancholie beschrieben hatte. Dieser mächtige englische Politiker, der mit Brutalität die Nazis bekämpfte, gab zu, dass er oft von einer Depression gefangen genommen war, von einer Bestie, die ihn immer begleitete und die ihn in den letzten Jahren seines Lebens dominierte.

Ein Hund, dessen düsteres Heulen den Verstand desjenigen quält, der es hört, und der dessen Leben der Angst, der Schwerfälligkeit und der Apathie unterwirft. Sehen wir uns das Video an:

Wenn die Klarheit zu Schmerz und Schatten wird

Eine Depression ist weder eine Entscheidung noch ein Zeichen der Schwäche. Es gibt niemanden, der irgendetwas an diesem ihm auferlegten Fluch ändern könnte. Wir funktionieren einfach nicht so und es gibt auch keinen Knopf, mit dem wir regulieren könnten, ob wir uns gut oder schlecht fühlen.

Es kann uns also allen passieren. Eines Tages verliert auf einmal alles seinen Sinn für uns. Es gibt nichts, was uns motivieren, was uns antreiben könnte, oder wofür es sich lohnen würde, aus dem Bett aufzustehen. Der schwarze Hund fängt an, immer größer zu werden und lässt uns zutiefst traurig und gereizt fühlen.

Seine Anwesenheit erdrückt und erstickt uns, die Nervosität überkommt uns, die Umstände machen uns komplett fertig und geben unserem Hund ohne Kraft und Lust weitere Nahrung. Manchmal sind wir uns der Anwesenheit des Tieres stärker bewusst, aber es gibt auch die Möglichkeit, dass er uns auch mal einen Moment atmen lässt. Aber das heißt nicht, dass er verschwunden ist.

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Die Instabilität ist seine Spezialität, was zur sozialen und emotionalen Isolation beiträgt. Wenn der schwarze Hund dich begleitet, kannst du zu dem Gedanken kommen, dass du die Begleitung der Leute gar nicht verdient hast, die an deiner Seite sind, oder dass du einfach niemandem das geben kannst, was er braucht.

Es ist normal, den schwarzen Hund zum ersten Mal dann zu sehen, wenn man mit einem emotionalen Verlust umgehen muss, mit einer bedeutenden Veränderung im Leben, oder auch einfach an irgendeinem Tag, an dem schließlich „der Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht hat“.

Es wird Momente geben, in denen der schwarze Hund schwerer ist und andere, in denen er unbändiger ist, aber mit Sicherheit zu wissen, dass er an unserer Seite bleiben wird, ist erstickend. Deshalb ist es wichtig, dass wir professionelle Hilfe aufsuchen, einen Psychologen oder einen Psychiater, denn sie können uns dabei helfen, in die Existenz und der Belagerung dieses schwarzen Hundes emotionale Ordnung zu bringen.

Es gibt so viele schwarze Hunde wie es Menschen gibt, denn niemand von uns ist vor der Gefahr gefeit. Wenn wir also die Depression nicht aus eigener Erfahrung kennen, dann sollten wir vorsichtig damit sein, verletzende oder kritische Kommentare an Personen zu geben, die darunter leiden.

 

Vergessen wir nicht, alle folgenden Meinungen sind sowohl falsch als auch gefährlich: „Dir geht es so, weil du es so willst.“ – „Komm, steh auf und mach etwas aus deinem Leben.“ – „Du bist ein Schwächling.“ – „Es gibt ein anderes Alter für solche Kindereien.“ – „Weine doch nicht, so schlimm ist es doch nicht.“ – „Du bist ein Feigling.“ – „Stell dich endlich mal dem Leben und hör mit diesem Blödsinn auf.“

Wenn wir diese Stigmatisierung weiter nähren, dann nähren wir auch die Idee, dass wir uns unser Leiden selbst ausgesucht haben. Fangen wir in unserem Kopf nicht mit einem Dialog an, der unsere Emotionen und Probleme falsch einschätzt und nicht wertschätzt. Der schwarze Hund existiert und lässt einen Schatten auf Millionen von Menschen in der Welt fallen. Lasst uns dies verstehen und lasst uns Hilfe anbieten, und sei es einfach nur, indem wir mit Hilfe von Kommunikationsmedien Informationen darüber verbreiten.

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