4 bewährte Methoden, um Angst sofort zu überwinden

27. September 2016 en Psychologie 41 Geteilt

Wir können aus vielen Gründen das Opfer unserer Angst sein: ein dramatisches Ereignis, Nervosität vor einem wichtigen Moment oder sogar ein wundervoller Wunschgedanke, der uns weit über den Tellerrand hinaus blicken lässt, können uns die Symptome der Angst spüren lassen.

Doch ganz gleich, was der Grund für unsere Angst ist, alle haben zwei Sachen gemeinsam. Die erste Gemeinsamkeit besteht darin, dass wir uns beruhigen müssen, um weiterzumachen. Die zweite ist das durch den Auslöser der Angst, den wir kontrollieren können, entstandene physische Symptom.

Kontrolliere deine Atmung

Es ist nicht wichtig, was dazu geführt hat, dass du Angst empfindest. In allen Fällen geht damit eine verkürzte Atmung einher, die in deinem Körper und deinem Verstand eine Art Kurzschluss erzeugt. Die Atmung wird schneller und oberflächlich, was weitere Symptome der Angst auslöst.

In anderen Worten heißt das, dass du alle anderen Symptome der Angst kontrollieren kannst, wenn du dazu in der Lage bist, deine Atmung zu kontrollieren. Doch wie können wir unter solchen Umständen die Oberhand über unsere Atmung gewinnen? Im Grunde genommen ist das einfacher als wir glauben.

Die 7/11-Technik

Um die Atmung zu kontrollieren, musst du lediglich diese einfachen Schritte befolgen, um die bekannte 7/11-Technik anzuwenden:

  • Gehe in dich.
  • Konzentriere dich auf deine Atmung, ohne dabei an etwas anderes zu denken.
  • Atme tief ein während du im Kopf bis 7 zählst.
  • Atme langsam wieder aus während du im Kopf bis 11 zählst.

Mache das einige Minuten lang. Wenn dir das beim ersten Mal noch nicht auf Anhieb gelingen mag, dann mache dir keine Sorgen. Wiederhole diese Übung, bis sie Erfolge zeigt. Das Ziel dabei ist es, dass das Ausatmen länger dauert als das Einatmen.

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Wappne dich gegen Situationen, die dir Angst bereiten

Oftmals sind wir uns der Ereignisse bewusst, die uns ängstlich stimmen, weil sie uns schon einmal begegnet sind oder weil der bloße Gedanke an sie bei uns Unbehagen auslöst. In diesen Fällen ist es notwendig, vorbereitet zu sein, um nicht das Opfer unserer Angst zu werden.

Wenn du aufgrund eines bevorstehenden Ereignisses, das noch nicht eingetroffen ist, erste physische Anzeichen der Angst verspürst, musst du ihr sofort einen Riegel vorschieben. Lasse nicht zu, dass dich die Angst im Griff hat.

Diese ersten Anzeichen sind eine schnellere Atmung, kalter Schweiß, feuchte Hände, schlechte Laune, unkoordinierte Bewegungen und andere Symptome, die dafür verantwortlich sind, dass dein Verstand noch schwächer ist, wenn der Moment der Wahrheit gekommen ist. Deine Vorstellungskraft erledigt dann den Rest.

Wenn du dich in solch einer Situation wiederfindest, wende die 7/11-Technik an. Versuche nicht, dich zu rechtfertigen, die Situation zu verstehen oder dir vorzunehmen, zu rationalisieren, was dir gerade geschieht, bis du dazu in der Lage bist, deine Atmung unter Kontrolle zu bringen. Und um das zu tun, musst du deinen Verstand befreien. Somit bereitest du dich auf den großen Moment vor und es wird dir leichter fallen, dich zu beruhigen, wenn du dich wieder ängstlich fühlen solltest.

Werde Herr über deine Vorstellungskraft

Die Vorstellungskraft besitzt eine ganz entscheidende Funktion, und zwar ist sie verantwortlich dafür, dass wir Träume und Ziele haben, dass wir dazu fähig sind, unser Leben zu planen und träumen zu können. Doch manchmal erschwert sie uns das Leben auch.

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Wenn wir Erwartungen an etwas haben oder sich neue Umstände ergeben, dann ist es vollkommen natürlich, dass wir uns darüber Gedanken machen, was passieren wird. Normalerweise können wir uns Szenarien vorstellen, die wir auf einer Skala von „am schlechtesten“ bis „am besten“ einordnen können. Jedoch gibt es Menschen, die nur dazu in der Lage sind, sich den unteren Teil der Skala vorzustellen und deshalb die Möglichkeit, dass etwas Negatives eintritt, überbewerten.

Das kommt häufig vor, wenn jemand die Vorstellung hat, dass die Welt ein feindseliger Ort, voller gestellter Fallen sei, die dafür gemacht sind, damit wir in sie hinein tappen. Die durch diese Denkweise verursachte Angst können wir bei erstem Kontakt mit ihr mithilfe der 7/11-Technik kontrollieren. Durch sie können wir die Möglichkeiten der verschiedenen Szenarien realistischer einschätzen.

Ordne deine Gefühle

Im Angstzustand ist es sehr schwierig, klar zu denken. Der Verstand ist vernebelt und unsere Gefühle beherrschen uns. Wenn wir beginnen, uns zu beruhigen, können wir unsere Emotionen wieder ordnen. Dadurch können wir den Schalter im Gehirn umlegen und nicht mehr unsere Gefühle, sondern unsere Gedanken für uns sprechen lassen.

Denke dafür an eine Skala von 1-10 und gib deiner eigenen Angst einen Wert. Wenn du das tust, fängt dein Gehirn an, zu denken und gegen die Stimme deiner Emotionen anzukämpfen. Sobald du deiner Angst einen Wert zugeschrieben hast, stelle dir den Wert als eine Art Thermometer vor und fühle, wie die Temperatur nach und nach sinkt.

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