Die Macht der Vorstellungskraft

· 6. Oktober 2017

Eine ausgeprägte Vorstellungskraft ist die Quelle eines jeden kreativen Denkens und ist wesentlich bedeutender als die bloße Kenntnis. Die Fantasie ist einer der Hauptgründe, wieso die meisten Menschen keinen Erfolg haben. Denn sie haben nicht gelernt, ihre Vorstellungskraft einzusetzen.

Die Vorstellungskraft von Kindern

Wir alle werden mit einer sehr aktiven Vorstellungskraft geboren. Daher leben Kinder auch jahrelang in einer Fantasiewelt, was eine ganz normale Phase der persönlichen Entwicklung darstellt. Doch sobald die Macht der Vernunft beginnt, zu reifen, entdeckt das Kind die realistische Welt.

Viele Jugendliche machen von ihrer Vorstellungskraft in dieser Phase ihres Lebens so gut wie keinen Gebrauch mehr. Andere hingegen benutzen ihre Fantasie auf eine konstruktive Weise. Genau hier spielen die Eltern eine sehr wichtige Rolle, weil sie die Kreativität ihrer Kinder durch ihre Vorstellungskraft fördern können, während andere die kindliche Fantasie unterdrücken oder zurückhalten.

Im Grunde genommen besitzt jeder Mensch die Gabe der Vorstellung, die vielleicht unterdrückt wird, abgelenkt oder inaktiv ist, aber sie ist auf jeden Fall da. Und außerdem ist sie noch mächtiger als die Willenskraft. Doch wenn es einen Konflikt zwischen beiden – zwischen der Vorstellungskraft und der Willenskraft – gibt, gewinnt immer die Fantasie.

Wie können wir eine kreative Vorstellungskraft entwickeln?

Unser Verstand hat eine unglaubliche Macht darüber, die Vorstellungskraft Realität werden zu lassen. Um deinem Verstand Kreativität zu verleihen, kannst du Folgendes tun:

Beschreibe dir selbst oder sieh vor deinem inneren Auge die gewünschte Vorstellung. Sieh dich selbst als einen erfolgreichen Menschen und stelle dir das Leben vor, das du gern hättest.

Atme tief und entspannt ein, sei aufnahmefähiger und dazu in der Lage, eine genauere Vorstellung entstehen zu lassen. Denn das, was du dir im Geiste ausmalst, sollte deinen realen Erwartungen so genau wie möglich entsprechen. Schenke Blicken, Geräuschen, Gerüchen, Geschmacksrichtungen und jedem anderen Detail einer Situation Beachtung.

Stelle dir die gewünschten Ergebnisse vor, die auch tatsächlich eintreten, und flüsterte dir selbst in der Gegenwart ins Ohr „Ich bin…“  und vergiss Begriffe oder Sätze, wie „Ich hoffe…“  oder „Ich werde versuchen, …“.

Erschaffe positive Emotionen, wie Freude, ein Gefühl von Entspannung hinsichtlich der Vorstellung von Glück und Stolz in einer gewissen Situation, und lächle, während du dir das in deinen Gedanken ausmalst.

Nimm dir fünf Minuten, um dir vor deinem geistigen Auge etwas vorzustellen, von dem du dir wünschst, dass es eintreffen wird. Das solltest du mindestens zweimal pro Woche tun. Versuche das gleich morgens, noch vor dem Aufstehen und abends, bevor du dich zum Schlafen hinlegst. Mache dich frei von jeglichem Druck und versetze dich geistig an einen ruhigen und friedlichen Ort.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Claudio Ar