Besiege deine Nervosität mit positiven Gefühlen!

24. November 2015 en Emotionen 0 Geteilt
„Lebe so, als müsstest du morgen sterben und lerne so, als würdest du für immer leben“.
Mahatma Gandhi

Wenn wir kurz davor sind, etwas sehr Wichtiges zu erleben (oder wir wollen, dass etwas passiert), schleicht sich normalerweise auch eine gewisse Nervosität ein und es liegt in unseren Händen, ob dies mit höherer oder geringerer Intensität geschieht.

Wie können wir dieses Gefühl oder diese Reaktion etwas abbremsen? Mit positiven Gedanken! Lass die Aufregung nicht dein tägliches Leben beeinträchtigen, genieße weiterhin deinen Alltag, den aktuellen Moment, der wie ein Geschenk ist.

Die Nervosität, diese Lust, in die Zukunft zu reisen

Wenn wir eine Maschine hätten, mit der wir in die Zukunft reisen könnten, wie viele Nerven könnten wir uns ersparen! Doch auf der anderen Seite würden wir so überhaupt nichts mehr genießen. Denn, es geht nicht nur darum, das Ziel selbst zu erreichen, sondern was wirklich zählt, ist die Zeit, die wir bis dorthin verbringen.

Stellen wir uns irgendein persönliches Ziel vor, z.B. zu heiraten, das Studium abzuschließen, ein Kind zur Welt zu bringen. Kaum steigen wir in das von uns gewählte Transportmittel ein, um diesen Ort zu erreichen (einen Heiratsantrag machen, studieren, schwanger werden), schon wollen wir einen Fuß auf in die Ehe, ins Berufs- oder Elternleben setzen.

 Was passiert während der Reise? Wir wollen, dass sie so schnell wie möglich vorbeigeht, insbesondere, wenn wir eine Weile unterwegs sein werden! Die Reise ist jedoch auch Bestandteil der Erfahrung.

Genauso sind die Organisation der Hochzeit, das Lernen für die Prüfung oder das Wachsen des Kindes im Bauch wunderbare Momente, die es lohnt zu genießen, denn danach werden sie nie mehr auf dieselbe Weise existieren. Natürlich können wir nochmal heiraten, eine andere Ausbildung anfangen oder ein zweites Kind haben, aber es wäre nicht mehr das Gleiche.

Wenn wir lernen, unsere Nervosität zu bändigen, dann wären alle Reisen wunderschön, unterhaltsam und wir würden sie bis aufs Äußerste genießen.
Wenn wir nervös sind, dann liegt das daran, dass wir zu viel „Verlangen“ nach der Zukunft haben, dass wir denken, dass das Aktuelle, dass Heute, nicht wichtig ist, sondern nur das Mittel, um an einen anderen Bestimmungsort zu gelangen.
Zugfahrt
In Wirklichkeit jedoch verlässt die Zufriedenheit unser Leben, wenn wir sie ständig an einen Ort setzen, der vor unser aktuellen Gegenwart liegt.

Ich werde glücklich sein, wenn ich heirate, wenn ich mein Studium abschließe, wenn ich ein Kind bekomme. Warum sollen wir nicht jetzt glücklich sein, während wir die Gästeliste vorbereiten, eine Aufzeichnung lesen oder einen Ultraschall durchführen lassen? Die Nervosität ist der unterbewusste Mechanismus, der uns davor warnt, wenn etwas auf uns zu kommt.

Dies bedeutet, dass wir denken, dass das, was heute passiert, nicht das ist, nach dem wir suchen, sondern dass nur das zählt, was morgen passiert. Übertriebene Aufregung kann sich zu einer chronischen Pathologie einer Angststörung entwickeln. Dies meint, dass wir die ganze Zeit wegen allem und jedem nervös und ängstlich sind.

Auf den Fingernägeln kauen, mit dem Essen spielen, nicht schlafen können, Probleme damit haben, sich auf die Arbeit oder das Studium konzentrieren, keine Aufmerksamkeit schenken, wenn uns etwas gesagt wird oder vor uns passiert, Haarausfall, Augenringe, Herzrasen – all dies können Symptome für eine Angststörung sein.

Die Internationale Gesundheitsorganisation prognostiziert für das Jahr 2020, dass sowohl Angststörungen als auch Depression und Stress drei essentielle Faktoren sein werden, was häufige Erkrankungen in unserer Gesellschaft betrifft. Nur Herz-Kreislauf-Krankheiten werden sie in der Häufigkeit des Auftretens und auch in ihrem Risikoniveau noch übertreffen.

Erinnern wir uns, dass Nervosität an sich nichts Negatives ist, das Problem ist, wenn sie sehr intensiv wird und dauerhaft bestehen bleibt.

Mediziner sagen, dass nicht jede Form der Nervosität schlecht ist, man muss nur wissen, wie man die Dosis reguliert. Überhaupt keine Nervosität zu kennen, ist wiederum auch schlecht für unser Leben, da es uns daran hindert, sich auf das zu konzentrieren, was wir machen, wir keine Vorstellung von der Zukunft haben, wir nichts planen können und kein Ziel haben.

Wie regulieren wir also unsere Nervosität?

Als Erstes sollte man verstehen, dass die Zukunft, früher oder später, kommen wird. Als Zweites, sollte man sich daran erinnern, dass das, was wir heute machen, uns für das Morgen hilft. Als dritter Punkt ist es wichtig, wie man jeden Tag genießt.

Vergiss nicht, dass nichts und niemand dir verlorene Zeit zurückgeben kann. Was hilft es dir, ans Morgen zu denken, wenn du noch nicht das Heute genossen hast?

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