Hör damit auf, anderen die Schuld an deinen Problemen zu geben, und übernimm die Kontrolle

6. Juli 2016 en Psychologie 503 Geteilt

Die Schuld anderen und den Umständen zuzuschieben ist ein einfacher Weg, keine Verantwortung für dich zu übernehmen, ein Weg, eine Ausrede dafür zu finden, was passiert. Aber es ist auch der effektivste Weg, die Kontrolle über dein Leben zu verlieren.

Viele Menschen brauchen es, anderen und/oder den Umständen die Schuld zu geben, weil sich in einer Opferrolle wiederfinden, die für sie auch eine Rechtfertigung dafür ist, was passiert. Auf diese Art müssen sie nichts tun und es ist okay, wenn sie sich einfach nur beschweren und warten, als ob das gut genug wäre.

„Menschen geben immer den Umständen die Schuld daran, was sie sind. Ich glaube nicht an Umstände. Die Menschen, die in dieser Welt vorankommen, sind Menschen, die aufstehen und nach den Umständen suchen, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, erschaffen sie sie.“

George Bernard Shaw

Wir müssen einen Grund finden

Ungewissheit ist etwas, das nicht einfach ist, zu empfinden. Wir müssen wissen wo, was und warum, wir müssen die Kontrolle bewahren und wissen, dass sich das Problem irgendwie lösen lässt. Wenn also jemand anders Schuld ist, dann ist es auch seine Verantwortung, eine Lösung zu finden.

Jemanden zu finden, dem wir die Schuld geben können, gibt uns vielleicht das Gefühl, dass wir ein Problem gelöst haben, wenn wir dessen Grund noch nicht wirklich verstanden haben. Aber wenn wir andere beschuldigen, nehmen wir uns selbst aus dem Spiel, und sind komplett dem ausgeliefert, was passieren kann, ohne jegliche Möglichkeit, es zu bewältigen.

Maskenfrau

Übernimm die Kontrolle über dein Leben, indem du andere weniger beschuldigst

Manche Leute erfahren emotionale Genugtuung, wenn sie darüber reden, wie schlecht andere sind. Allerdings haben Wissenschaftler herausgefunden, dass, wenn du schlecht über jemand anderen redest, der Zuhörer die negativen Dinge eher mit dir als mit der anderen Person assoziiert. Wissenschaftler nennen das die „spontane Merkmalsübertragung“.

Man muss eine reife Person sein, um Verantwortung für seine Taten zu übernehmen. Es geht nicht darum, alle Schuld auf sich zu nehmen, wenn es andere Menschen gibt, die verantwortlich sind, sondern darum, fähig zu sein, Verantwortung zu akzeptieren, wenn du es wirklich musst.

Wenn alles die Schuld von anderen ist, welche Rolle spiele ich dann in meinem eigenen Leben? Bleiben all meine Taten ohne Konsequenzen? Bin ich hilflos? Zu wissen, dass wir Verantwortung auf uns nehmen, wenn Dinge nicht gut verlaufen, heißt auch, dass wir dafür verantwortlich sind, wenn Dinge gut laufen.

Wir müssen uns selbst gegenüber objektiv sein. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir selbst noch nie Probleme geschaffen haben. Wir müssen auch zwischen Verantwortung akzeptieren, Schuld auf sich nehmen, und, Schuld verteilen unterscheiden.

Suche nach dem Grund, aber nicht nach irgendeinem Grund

Wenn etwas nicht funktioniert, ist es einfach, kreativ zu sein, und einen Grund dafür zu finden, jemand anderem die Schuld zu geben. Wir müssen lernen, uns zu entspannen und über das Bedürfnis, Schuldzuweisungen beim ersten Anblick eines Problems vorzunehmen, hinwegzukommen. Die vorübergehende Ungewissheit darüber, nicht zu wissen, wie man einen weiteren Blick auf die Dinge bekommt, braucht Zeit. Jemanden zu finden, den wir beschuldigen können, löst nichts.

„Wenn du jung bist, ist es einfach, bestürzt zu sein, und sich über viele Dinge zu beschweren, aber dann wird dir klar, dass man weniger Probleme bekommt, wenn man es schafft, zu lernen, Kontrolle über sich selbst zu übernehmen.“

Natsume Soseki

Du kannst nur wachsen, wenn du dir das korrekte Feedback gibst

Vogelscheuchenfrau

Objektiv zu sein, wenn es darauf ankommt, sich einen Fehler einzugestehen, ist eine Möglichkeit, uns zu verbessern und zu entwickeln. Wir kommen als Mensch nicht voran, wenn wir nur darauf achten, zu überleben und uns gegen die Welt zu bewaffnen. Wir müssen die Fähigkeit entwickeln, dem Leben zu antworten und uns selbst Rückmeldung zu geben, und die Folgen von geringem Selbstbewusstsein oder Selbstgefälligkeit zu vermeiden.

Es ist keine Schande, einen Fehler zu begehen oder an einer Sache zu scheitern. Nur richtige Rückmeldung über die Gründe erlaubt es uns, uns zu verbessern. Wir wachsen nicht dadurch, dass wir Fehler vermeiden, sondern indem wir ihre Gründe analysieren und Schwächen und Grenzen erkennen.

Vergiss die Schuld und konzentriere dich darauf, Dinge besser zu machen

Für manche Menschen geht es nur darum, zu beschuldigen. Aber was bleibt dann? Kann man irgendetwas auf diese Art und Weise lösen? Vergiss die Schuld und konzentriere dich auf dein Ziel, auf das, was du reparieren und ändern kannst, was auch immer notwendig ist, um zu verbessern und Sachen richtig zu machen.

„Deinen Fehlern die Schuld an deiner Art zu geben, ändert nicht die Art deiner Fehler.“

Thomas Harris

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