Emotionen schlucken macht alles schlimmer

Wir alle kennen Menschen, die alles für sich behalten, die ihre Gefühle unterdrücken und sich damit selbst wehtun. Erfahre mehr über dieses Thema.
Emotionen schlucken macht alles schlimmer

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 24. März 2022

Emotionen sind physiologische Ausdrucksformen, die durch verschiedene Ereignisse ausgelöst werden. Du kannst sie nicht einfach verstecken, sondern musst lernen, richtig mit ihnen umzugehen. Emotionen schlucken macht alles schlimmer, du musst akzeptieren, was du gerade erlebst, und Ausgleich finden.

Bestimmte Emotionen können auf den ersten Blick negativ scheinen, doch sie haben wesentliche Funktionen und sind wichtige Antriebskräfte in unserem Leben. Wenn du sie unterdrückst, anstatt sie zu verarbeiten, hat dies verschiedene Folgen. Ähnlich wie Stress oder Angst können sie die Herzfrequenz erhöhen, die Produktion von Adrenalin oder Cortisol ankurbeln und verschiedene Krankheiten verursachen.

Emotionen schlucken ist deshalb keine gute Idee. Erfahre heute mehr über die physiologischen Auswirkungen, um sie zu verhindern.

Emotionen schlucken: Wie wirkt sich dieses Verhalten auf den Körper aus?

Emotionen schlucken bedeutet, alle Gefühlsregungen im Alltag zu ignorieren, zu entkräften oder zu verbergen. Wut, Angst, Ärger oder Traurigkeit sind unangenehm, deshalb neigen viele dazu, sie nicht zu akzeptieren und nicht zuzulassen.

Emotionen schlucken macht krank

Zu den häufigsten Gesundheitsstörungen, die durch emotionale Unterdrückung verursacht werden, gehören folgende:

  • Kopfschmerzen oder Migräne: Stress oder Unbehagen durch das Verstecken negativer Emotionen führt dazu, dass sich die Nacken- und Gesichtsmuskeln anspannen, insbesondere der Musculus corrugator supercilii oder “Stirnrunzler”. Diese Verspannungen führen zu Kopfschmerzen oder zu Muskelschmerzen im Kieferbereich.
  • Magen-Darm-Trakt: Der Magen-Darm-Trakt ist mit dem Vagusnerv verbunden, der seinerseits eines der wichtigsten emotionalen Zentren des Körpers ist. Daher reagiert dieser Bereich extrem empfindlich auf Stimmungsschwankungen. Es ist kein Zufall, dass er als “zweites Gehirn” bezeichnet wird. Starke Emotionen, die nicht richtig gemanagt werden, können deshalb zu Erbrechen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall und sogar zu  Geschwüren führen.
  • Akne: Eine Studie der Stanford University bestätigt, dass Akne maßgeblich von emotionalem Stress beeinflusst wird. Das ist auf die stressbedingte Überproduktion von Cortisol und Testosteron zurückzuführen.
  • Geschwächtes Immunsystem: Die erhöhten Cortisolwerte wirken sich negativ auf das Immunsystem aus, was betroffene Personen anfälliger für Krankheiten macht.
  • Erhöhtes Risiko für Diabetes und/oder Herzinfarkte: Herzfrequenz und Cortisol werden trotz der Unterdrückung von Emotionen aufrechterhalten. Tatsächlich gibt es zahlreiche Belege dafür, dass ein schlechtes emotionales Management in hohem Maße mit einem erhöhten Risiko für diese beiden Gesundheitsprobleme zusammenhängt.

Was kannst du tun?

Meditation statt Stress schlucken

Verschiedene Strategien können dir helfen, deine Emotionen richtig zu managen. Dazu gehören unter anderem Meditation, Atemübungen, Tai-Chi und Yoga.

Du musst lernen, deine Emotionen zu verstehen und zu akzeptieren. Eine vertrauenswürdige Person kann dir helfen, frei über deinen emotionalen Zustand zu sprechen. Wenn du jemanden hast, der dir zuhört, dich versteht und unterstützt, kannst du besser loslassen und Ausgleich finden.

Veränderungen erfolgen nicht über Nacht, aber mit der Zeit und etwas Anstrengung kannst du ruhig und kommunikativ werden, mit dienen Emotionen richtig umgehen und gleichzeitig deine Gesundheit schützen.

Wenn du lernst, deine Emotionen und Gedanken zu verstehen und zu beherrschen, wirst du mehr Kontrolle über dein eigenes Leben haben und deine Gesundheit wird es dir zweifellos danken.

Wenn du das Gefühl hast, dass sich eine Situation zuspitzt und du sie nicht alleine bewältigen kannst, solltest du unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Außerdem sind Aktivitäten wichtig, die dir zu innerem Frieden verhelfen. Emotionen schlucken ist keine Lösung, du musst dir darüber bewusst werden, wie hilfreich Veränderungen sein können und wie wichtig es ist, schwierige Situationen als Lernprozess zu akzeptieren, um im Leben voranzukommen.

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