Du hast nicht gelebt, wenn du noch kein Tier geliebt hast

· 18. Dezember 2016

Wenn du noch nicht weißt, was es heißt, ein Tier zu lieben, dann wirst du wahre Größe oder emotionales Erwachen nicht verstehen. Die Art, die die Seele heilt. Einen Hund, eine Katze oder eine andere Kreatur – egal wie klein, unruhig oder einzigartig sie ist – bereichert dein Leben und zeigt dir, dass ihre Gefühle genauso wertvoll sind wie unsere.

Wir haben alle schon über die Vorteile gelesen, die es hat, ein Haustier zu haben. Aber was noch interessanter ist, ist zu entdecken, welchen Einfluss Haustiere auf die allgemeine Gesundheit haben. Verschiedenen Studien zufolge vermindern Tiere die Zahl notwendiger Arztbesuche, was mehrere Millionen Euro pro Jahr im Gesundheitssystem von Ländern wie Deutschland und Österreich spart.

Wenn du ein Tier liebst, dann siehst du dein Spiegelbild in seinen Augen, in dem Blick, der alles von dir erwartet, der dich dazu einlädt, es zu streicheln, der dich lächeln lässt und dir noble Emotionen beschert. Das einzige, wonach es im Gegenzug fragt, ist Liebe.

Jeder kann liebevoll davon erzählen, dass er dieses besondere Wesen mit nach Hause gebracht hat und dass es seine Welt und sein Herz auf den Kopf gestellt hat. Etwas blüht in dir auf, wenn du einen Hund aufnimmst, wenn du ein Kätzchen von der Straße rettest, hungrig, dreckig und mit einem Bedürfnis nach Zuneigung.

Es ist so, als würde ein Licht in dir aufleuchten, wie ein seltsamer Mechanismus, der Veränderung in Bewegung setzt, um dir zu helfen, ein besserer Mensch zu werden.

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Tiertherapie

Lasst uns mit dem Fall von Claudia beginnen. Sie ist eine Frau, die an Morbus Alzheimer leidet und das Interesse an der Welt schon vor langer Zeit verloren hat. Keine der Aktivitäten, die in ihrem Wohnheim angeboten wurden, half ihr – bis auf eine: als vier kleine Hunde, die für diese Art von Therapie trainiert wurden, gebracht wurden, gab das ihrem Leben neuen Schwung.

Claudia schätzte besonders einen der Hunde. Alles, was nötig war, um eine Veränderung in ihr zu bewirken, war ein Blick seinerseits. Ihr Gesicht hellte sich auf, er gab ihr Energie und sie fand zurück in die Realität. Es klappte immer. Sekunden später nahm sie das Tier in ihre Arme, küsste es, und erzählte ihm tausend Dinge. Dank dieser Interaktion konnte die Dosierung von Claudias Medikamenten verringert werden. Tiere sind die beste Medizin.

Laut einer Studie, die im Journal Frontiers in Psychology  veröffentlicht wurde, könnte dieses Erwachen durch das Ausschütten von Oxytocin, einem Hormon, das im Zusammenhang zu Liebe und Zuneigung steht, herbeigeführt werden. Wenn die Oxytocinpegel ansteigen, erfahren wir psychologische und physiologische Reaktionen, die es uns erlauben, präsenter und empfänglicher zu sein für alles, was mit Emotionen zu tun hat, z.B. für Umarmungen, Berührungen, und liebe Worte.

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Der Blick eines Tieres

Manchmal können Tiere mit einem einzigen Blick eine tiefere emotionale Verbindung schaffen als Menschen das je könnten. Tiere besitzen eine wirklich unglaubliche Fähigkeit zum Aufbau emotionaler Verbindungen, die sie durch eine einfache Geste oder einen Blick schaffen. Man weiß tatsächlich, dass der visuelle Kontakt zwischen einem Hund und seinem Herrchen so ehrlich und echt ist, dass er den Bund zwischen ihnen stärkt.

Es gibt viele verschiedene Arten von Liebe, aber die Liebe zu einem Tier ist außergewöhnlich und bringt das Beste in uns zum Vorschein. Sie hilft uns dabei, zu besseren Menschen zu werden.

Laut einer interessanten Studie, die im Science Magazine  veröffentlicht wurde, können Hunde menschliches Lächeln erkennen, Empathie zeigen und unsere Emotionen interpretieren, indem sie uns einfach nur in die Augen schauen. Das ist das Ergebnis jahrelanger gemeinsamer Entwicklung, während der ein einzigartiger Bund geschaffen wurde, der weit über Rasse und Größe hinaus geht. Er kommt direkt aus der Seele, aus dem Herzen von Mensch und Tier.

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Wir werden zu der Person, die sich in den Augen unseres Haustiers widerspiegelt

Die Leute sagen oft, dass die Augen deines Hundes der beste Spiegel sind, um die Reflektion deiner Seele zu sehen. Und das ist wahr.

  • Wenn ein Tier, das du aufgezogen hast, davonläuft, und du Angst in seinen Augen sehen kannst, dann stimmt etwas nicht. Angst lebt von negativen Emotionen.
  • Es gibt nur wenige Dinge, die so therapierend sind, wie schlecht gelaunt, mit Tränen, die wie Sandkörner in deinen Augen brennen, nach Hause zu kommen, und dich plötzlich in den Augen deines Hundes oder deiner Katze reflektiert zu sehen. Es ist so, als würde das Tier dich umarmen und dir sagen, dass alles wieder gut wird.
  • Für dein Haustier bist du die wundervollste Sache auf der Welt, und das nicht nur, weil du es fütterst. Es ist auch begierig darauf, deine Zuneigung zu bekommen.
  • Deinem Haustier in die Augen zu schauen kann auch deine Selbstakzeptanz fördern. Seine Augen sind ehrlich und können dir eine neue Perspektive bieten. Damit kannst du deine Probleme, Sorgen und deinen Stress relativieren. Alles, was du tun musst, ist es zu umarmen und dann wird die Welt wieder in Ordnung sein.
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Die wundervolle Dosis Oxytocin, die dank unserer Haustiere ausgeschüttet wird, hilft uns dabei, uns mit der Realität zu verbinden. Sie kombiniert ihre Zuneigung mit der Hoffnung, die wir brauchen, um denn Alltag sicher zu bewältigen. Denn wir schlafen alle ein bisschen, bis wir erkennen, wie es ist, ein Tier zu lieben.