Deine Freiheit endet dort, wo meine beginnt

18, April 2016 en Psychologie 1 Geteilt

Die Freiheit ist der wertvollste Schatz, über den die Menschen verfügen. Daher haben wir die Verantwortung, sie zu respektieren, sie zu genießen und zu verhindern, dass sie uns jemand raubt. Wir alle haben das Recht darauf, sie zu bewahren und in gutem Zustand zu erhalten.

Wie kannst du es also wagen, deinem Nächsten auch nur den kleinsten Teil seiner Freiheit zu rauben?

Wenn du deine eigene Freiheit genießt, kann dies niemals auf Kosten deiner Mitmenschen geschehen. Denke gut darüber nach, denn jedes Mal, wenn du dir etwas nimmst, was dir nicht gehört, wird deine eigene Würde beeinträchtigt.

“Die Freiheit, Sancho, ist eine der wertvollsten Gaben, die die Himmel den Menschen gegeben haben; sie übersteigt bei Weitem die Schätze, die die Erde und das Meer enthalten: Für sie, ebenso wie für die Ehre, soll und muss man das Leben aufs Spiel setzen.”

Miguel de Cervantes

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Die Gabe der Freiheit

Sie ist ein wunderbares Gut, mit dem alle Menschen auf diesem Planeten geboren werden. Da aber zu viele Personen schlecht mit ihr umgehen, sind wir gezwungen, Gesetze zu erlassen, um sie zu beschützen. Oftmals wird sie sogar von denselben Personen, die vorgeben, sie zu verteidigen, mit Füßen getreten.

Auf keinen Fall darf man diese Gabe mit einer einfachen Freizügigkeit oder gar Zügellosigkeit verwechseln. Ein Mensch, der sich „frei“ fühlt, hat niemals das Recht, einen anderen im Namen seiner eigenen Freiheit zu unterdrücken.

Daher darf man diese Gabe, die jedem menschlichen Wesen auf diesem Planeten geschenkt wird, niemals als etwas Belangloses verstehen.

Der Respekt ist wichtig und vorrangig, damit wir alle gemeinsam frei leben können. Das heißt, man sollte die Freiheit nicht als fehlenden Respekt den Anderen gegenüber verstehen.

“Ich füge dir Schaden zu, weil ich frei bin und weil ich tue, was ich will.” – Wie oft schon haben wir diesen Satz gehört? Millionen Menschen haben ihn angeführt, um zu rechtfertigen, dass sie das tun, was ihnen gerade durch den Kopf geht, ohne zu wissen, dass sie in Wirklichkeit nicht ihre eigene Freiheit nutzen, sondern den Anderen, dem sie schaden, der seinen berauben.

Die Gedanken sind frei

Tatsächlich leben wir in einer Welt voller Gesetze, die der wahren menschlichen Freiheit sehr wenig Raum bietet.

Wir sollen andere respektvoll behandeln, und um den Schwachen vor dem zu schützen, der seine Rechte mit Füßen treten will, müssen gewisse Maßnahmen ergriffen werden, die dies verhindern sollen.

Aber dennoch besteht Freiheit nicht nur in einer Bewegungsfreiheit, der Möglichkeit, uns von einem Ort zum anderen bewegen zu können. Frei zu sein geht weit darüber hinaus. Dieses Empfinden liegt ganz tief in unserer Seele und in unserem Herzen. Wir müssen nur in uns selbst suchen, um es zu finden.

Glücklicherweise sind viele von uns frei, zu denken, zu lieben, zu träumen, zu fühlen, kreativ zu sein. Obwohl wir in einer Gesellschaft leben, in der wir uns oft unverstanden fühlen, haben wir dennoch Spielräume, um Vieles in unserer eigenen Welt selbst gestalten zu können.

“Man wird uns unsere äußere Freiheit nur in dem Maße gewähren, in dem wir es in einem ganz bestimmten Moment verstanden haben, sie in unserem Inneren zu entwickeln.“

Mahatma Gandhi

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Erst dann, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren und uns ernsthaft darin üben, uns selbst kennenzulernen, werden wir unsere wahre Freiheit und ihre Bedeutung entdecken.

In dir, in deiner Wahrheit, in deiner Art der Wirklichkeit, in deiner Ehrlichkeit dir selbst gegenüber bist du frei, im tiefsten und wahrsten Sinn des Wortes.

Falsche Verwendungen des Wortes Freiheit

Heutzutage benutzt man das Wort Freiheit auf sehr willkürliche Weise: „Entscheidungsfreiheit“, „Freiheit, zu handeln“, „Freiheitskampf“, etc.

In Wirklichkeit jedoch liegt in der Unabhängigkeit eines Landes oder in der Teilnahme an Wahlen und anderer politischer Teilhabe keine wahre Ausübung von Freiheit, da viele dieser Fragen bereits von vornherein bestimmt und entschieden sind.

Im Gegenteil handelt es sich dabei sogar oft um Situationen, in denen deine wahre Freiheit verletzt wird, da du zwar zwischen verschiedenen Formen zu sein, zu denken oder auch der Zugehörigkeit entscheiden kannst, aber niemals wirklich frei sein kannst.

Die wahre Freiheit liegt immer in uns selbst.

Wenn wir ehrlich und mutig so sind und uns so geben, wie wir sind, dann sind wir wirklich frei. Egal aus welchem Land du stammst, oder was in deinem Pass steht, denn das sind gesetzliche Vorgaben, die keinen weiteren Einfluss auf deine wahre Art des Seins haben. Das sind Einschränkungen.

Denke daher immer daran, dass deine Freiheit dort endet, wo meine beginnt. Du kannst du selbst sein und dein Leben genießen. Aber du darfst mir niemals sagen, wie ich sein soll, wozu ich gehören soll oder was ich denken soll.