Das Karma und seine 12 Gesetze

· 5. Dezember 2015

„Gibt es eine Maxime, die die Grundlage für alle Handlungen im Laufe des Lebens sein sollte?
Sicherlich ist es die Maxime des Mitgefühls: Tu anderen nicht das an, von dem du nicht möchtest, dass man es dir zufügt.“

Konfuzius

Das Karma ist der Richter unserer Handlungen, es ist die unsichtbare Energie, die sich aus unserem Verhalten herleitet und die entsprechende Folgen und Vergeltung mit sich bringt. Das Karma im Buddhismus oder Hinduismus sagt uns einfach, dass die Anstrengungen, die wir in etwas vor zehn Minuten oder vor zehn Leben aufgebracht haben, wieder zu uns zurückkommen.

Es ist eng verbunden mit den zukünftigen Wiedergeburten und verwandelt sich in die Energie, die wir nutzen werden, um unsere Seele zu reinigen, bis wir die Perfektion erreichen. Während das Karma die Verantwortung und die Vergeltung für unsere Handlungen symbolisiert, bietet die Wiedergeburt uns die Möglichkeit an, weiter voranzuschreiten.

Dementsprechend haben wir die Freiheit, uns zu verhalten, wie wir wollen; und zwar ab der ersten Geburt und in der Folge sammeln wir diese Energie an. Die Schaffung von gutem und schlechtem Karma, von absichtlichem und unabsichtlichem diktiert uns, womit wir uns in unserem Leben konfrontieren, und was wir an Problemen lösen müssen. Unser oberstes Ziel ist es, durch Erfahrung zu lernen, um besser zu werden und Weisheit anzuhäufen.

Somit lässt das Gesetz des Karmas keinen Platz für den Zufall und beinhaltet 12 Gesetze, die uns sagen, wie wir für unsere Handlungen, Gedanken und Gefühle einstehen werden.

1. Das große Gesetz oder das Gesetz für Ursache und Wirkung: Wir sind mit diesem Gesetz aufgewachsen, ohne es zu wissen. Es sagt uns einfach, dass wir ernten werden, was wir säen. Was wir dem Universum geben ist das, was zu uns zurückkommt. Die negative Energie, die du an Andere weitergibst, wird wieder zu dir zurückkommen, aber zehnmal so stark. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Das Karma ist der Richter über unsere Handlungen, der uns hilft, über unser Leid nachzudenken.

2. Gesetz der Schöpfung: Das Leben bedarf unserer Teilnahme. Wir sind eins mit dem Universum, wir sind Teil des Flusses des natürlichen Lebens und unsere Leben pflanzen sich fort wie alle anderen im Kreislauf der Natur. Das, was uns umgibt, gibt uns Denkhilfen über unseren inneren Zustand. Schaffe die Möglichkeiten, die du in deinem Leben haben möchtest.

3. Gesetz der Bescheidenheit: Das was du nicht akzeptieren willst, wird dich weiterhin verfolgen. Wenn du jemanden oder etwas nur als Feind oder als etwas Negatives ansiehst, bist du damit nicht auf einem höheren Level der Existenz. Dieses Gesetz zu erfüllen bedeutet, zu akzeptieren, ohne die Überlegenheit, zu bewerten.

4. Gesetz der Wachstums: Wo immer du auch hingehen willst, immer wirst du es sein. Damit wir in unserem Geist wachsen können, müssen wir uns verändern und nicht die Personen, Orte und Dinge um uns herum. Wir haben in unserem Leben lediglich über uns selbst Kontrolle. Wenn wir versuchen, unser Inneres zu verändern, werden wir auch unser Leben ändern, und das muss mit Vorsicht getan werden, damit es sich zu einem Vorteil für das Karma auswirkt. Vergiss nie die Liebe zu dir selbst.

5. Gesetz der Verantwortung: Immer, wenn dir etwas Schlechtes passiert, ist etwas Schlechtes in dir. Das, was uns umgibt, spiegelt uns wieder, und wir spiegeln wieder, was uns umgibt. Es ist äußerst wichtig, die Verantwortung dafür zu übernehmen, was in deinem Leben gegenwärtig ist.

6. Gesetz der Verbindung: Selbst wenn uns etwas, das wir tun, unwichtig erscheint, ist es wichtig, zu wissen, was es in Verbindung mit dem gesamten Universum bewirkt. Jeder Schritt führt zum nächsten Schritt und so weiter. Irgendwer wird den Anfang der Arbeit machen, damit jemand etwas empfängt. Weder der erste noch der letzte Schritt sind mehr oder weniger wichtig, weil beide notwendig sind, um die Aufgabe zu erledigen. Wir sind alle verbunden in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

7. Gesetz der Einstellung: Man kann nicht an zwei Sachen gleichzeitig denken. Du musst Stufe für Stufe nehmen. Wenn wir den Norden in unserem Kompass verlieren, wecken wir die Unsicherheit und den Zorn.

8. Gesetz des Gebens und der Gastfreundschaft: Wenn du glaubst, dass etwas wahr ist, wirst du dich in irgendeinem Moment deines Lebens dazu gerufen fühlen, zu beweisen, dass es die Wahrheit ist. Gib und erteile, um das, was du gelernt hast, in die Praxis umzusetzen.

9. Gesetz des Hier und Jetzt: Nach hinten zu sehen und in der Vergangenheit verankert zu leben hindert uns daran, die Gegenwart zu genießen und vollkommen im Hier und Jetzt zu sein. Alte Gedanken, Gewohnheiten und Träume hindern uns daran, unsere Seele zu erneuern.

10. Gesetz der Veränderung: Die Geschichte wiederholt sich bis wir die notwendigen Lektionen lernen, um unseren Weg zu verändern.

11. Gesetz der Geduld und der Belohnung: Alle Belohnungen fordern eine anfängliche Anstrengung. Die größte Belohnung ist diejenige, die die meiste Aufopferung, Geduld und Beharrlichkeit fordert. Unseren Platz in der Welt zu lieben wird unsere Anstrengung zur rechten Zeit belohnen, genau dann, wenn wir die Bedeutung dieser Werte gelernt haben.

12. Gesetz der Bedeutung und der Inspiration: Der Wert von etwas ist das direkte Ergebnis aus der Energie und der Intention, die hineingesteckt wird. Jeder persönliche Beitrag ist auch ein Beitrag zur Gesamtheit. Mittelmäßige Beiträge haben keinen Einfluss auf die Gesamtheit, sie sind so gebräuchlich, dass sie sich selbst aufheben. Handle in jeder Tat mit deinem ganzen Herzen, damit sie den notwendigen Wert erhält.

Ob du an die Philosophie des Karmas glaubst oder nicht, sicher ist, dass es manchmal so scheint, als sei das einzig Sichere, dass der Frühling oder der Winter kommt, aber tatsächlich gibt es eine andere Wahrheit:

„Es ist es nicht überraschender, zweimal geboren zu werden als einmal; denn in der Natur ist alles Auferstehung.“

François Marie Arouet de Voltaire

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von v.s.anandhakrishna