9 Phrasen des Buddhismus, um inneren Frieden zu finden

7. März 2018 en Psychologie 423 Geteilt
Phrasen des Buddhismus - Antlitz Buddhas

Die unzähligen Phrasen des Buddhismus sind mehr als das Fundament einer Religion. Der immer kathartische Ansatz des Buddhismus hilft uns, an unseren verschiedenen Geisteszuständen zu arbeiten und eine Art von Glück zu fördern, das auf Balance, innerer Ruhe und Bescheidenheit beruht. Daher sind die überlieferten Techniken wie Meditation, Achtsamkeit und emotionale Regulation auch für die Psychologie sehr nützlich. Gegenwärtig gibt es viele psychologische Ansätze, die dieses philosophische Vermächtnis inkorporieren. Die Praxis der buddhistischen Lehre wurde von einem Teil der westlichen Psychologie übernommen und wird in einer Vielzahl von Therapien vermittelt, die von der emotionalen Bewältigung zur Selbstkontrolle führen oder Rückfälle nach der Überwindung einer Depression verhindern sollen.

Wer sich schon mit dem Buddhismus beschäftigt hat, hat mit Sicherheit über seine Traditionen und sein antikes Erbe der Spiritualität gelesen. Seit Gautama Buddha im sechsten Jahrhundert vor Christus seine Lehren verkündet hat, wurden diese buddhistische Weisheiten kontinuierlich auf die gegenwärtigen Bedürfnisse angepasst und angewandt. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass es nicht notwendig ist, diese theistische Doktrin der dharmischen Familie zu praktizieren, um von jenen Ideen zu profitieren, die so viel zu unserem persönlichen Wachstum beitragen können.

Durch die Phrasen des Buddhismus, seine Praktiken und seine Traditionen ist es uns möglich, inneren Frieden zu finden. Nach Dr. Alan Wallace, einem der Wissenschaftler und Philosophen, der sich dem Studium des Buddhismus und dessen Nutzen in der klinischen Praxis gewidmet hat, sei diese Art von Philosophie eine tolle Möglichkeit, unsere negativen Gedanken zu deaktivieren. Daher sind wir sicher, dass diese Phrasen und Weisheiten auch dir sehr helfen werden.

Kirschblüte

Phrasen des Buddhismus für jeden Tag

Es gibt viele und sehr vielfältige Bücher, in denen diese kleinen Geschenke der Weisheit zu finden sind. Man muss jedoch darauf hinweisen, dass bisher nur wenige verlässliche biographische Hinweise über Buddha selbst verfügbar sind, sodass alles, was wir über seine Person und seine Religion wissen, aus nur drei Quellen stammt: der Vinaya Pitaka, des Sutta Pitaka und der Buddha Carita von Asvaghosa.

Und es sind eben diese Texte, aus denen wir heute noch philosophische und spirituelle Lehren ziehen, deren Phrasen wir im Alltag anwenden können.

1. Finde den Sinn des Lebens

Deine Lebensaufgabe ist es, einen Sinn in ihm zu finden und diesem dein ganzes Herz zu schenken.

Ein Mensch ohne Ziel ist wie eine verlorene Seele, die sich von den Launen des Lebens mitreißen lässt. Der Mensch muss Ziele, Pläne und Absichten verfolgen, die seinen Tagen einen Sinn geben und ihn motivieren, morgens aufzustehen, die ihm Energie geben, um sich jedes Mal wieder neu zu überwinden.

2. Arbeite an negativen Emotionen

Niemand wird dich für deinen Zorn bestrafen; er wird derjenige sein, der dafür verantwortlich ist, dich zu bestrafen.

Wir haben es schon zu Beginn gesagt: Einer der größten Nutzen des Buddhismus in der psychotherapeutischen Praxis ist, uns die negativen Gedanken und Emotionen, die unser Gleichgewicht stören, erkennen und uns ihrer bewusst werden zu lassen.

Die unkontrollierte Wut, die die Kontrolle über unseren Verstand übernimmt und uns zur Explosion bringen kann, ist nutzlos. Mehr noch, all diese Negativität nährt sich selbst. Am Ende verletzen wir uns selbst oder wir verlieren sogar diejenigen, die wir am meisten lieben.

Frau, umgeben von Monden in verschiedenen Phasen

3. Das Hier und Jetzt ist das Einzige, das zählt

Lebe nicht in der Vergangenheit. Stelle dir nicht die Zukunft vor. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.

Die Wichtigkeit dessen, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, ist eine der bedeutendsten Botschaften in Bezug auf die Achtsamkeit. Dabei handelt es sich um eine auf Bewusstsein und Achtung basierende Strategie, die eng mit dem Buddhismus verbunden ist.

Wir haben alle mehr als einmal davon gehört, man hat es uns empfohlen und wir versuchen es umzusetzen: Man soll sich auf die Gegenwart konzentrieren. Aber dennoch fällt uns das oft nicht leicht, weil unser Lebensstil auf der unmittelbaren Zukunft basiert und auf den zu erfüllenden Aufgaben, auf die sich alle unsere Sorgen und Bemühungen konzentrieren.

Lass es uns versuchen. Atme tief durch und beruhige deinen Geist. Schätze alles, was in diesem Moment geschieht.

4. Selbstbeherrschung, der Schlüssel zum Glück

Ein disziplinierter Geist bringt Glück.

Ein disziplinierter Geist ist der, der weiß, wie man Selbstkontrolle anwendet und gleichermaßen Prioritäten setzt – was sehr wichtig ist. Ein Geist, der beiseite lässt, was nicht hilfreich ist und was keine Bedeutung hat. Er hat gelernt, sich auf positive Emotionen zu konzentrieren, um wahres Glück zu genießen, doch gleichzeitig ist er bescheiden.

5. Bindung ist die Quelle unseres Leidens

Die Wurzel des Leides ist die Bindung.

Die schädliche Bindung, die uns zu Gefangenen anderer macht, die uns vom Konsumverhalten oder dem Materiellen abhängig macht, ist dieser Virus, der in der heutigen Gesellschaft so weit verbreitet ist. Sich von dieser Kette, die mehr Leiden als Befriedigung bringt, zu befreien, erfordert Zeit und Weisheit.

Lass uns lernen, freier zu sein, Distanz zu diesen Dingen aufzubauen, die uns das Vorankommen erschweren, und im Einklang mit dem eigenen Leben und mit dem eigenen Sein zu leben.

Hände, die den Buddhismus symbolisieren

6. Ich verstehe dich, du bist ein Teil von mir, ich bin bei dir

Wahre Liebe entsteht aus Verständnis.

Dies ist eine der schönsten Phrasen des Buddhismus. Wahre Liebe basiert weder auf blinder Leidenschaft, noch auf der oben erwähnten schädlichen Bindung. Lieben heißt vor allem beschützen und verstehen. Denn wer versteht, hat den Mut und den Willen, sich der Seele des anderen zu nähern, um ihm zu zeigen, dass er im Hier und Jetzt lebt, dass er versteht, was der andere fühlt und denkt. Das ist eine Form der bedingungslosen Anerkennung, deren Genuss jeder Mensch verdient.

7. Du bist dein eigener Feind

Selbst dein schlimmster Feind kann dir nicht so sehr wehtun wie deine eigenen Gedanken.

Unser schlimmster Feind befindet sich nicht in unserem Umfeld. Er trägt keine Schuhe, macht beim Laufen keinen Lärm und hat keine tiefe Stimme. Aber sein Tonfall ist uns sehr gut bekannt, weil wir es selbst sind. Wir sind der fieseste Gefängniswärter, der gnadenloseste Richter und der schlimmste Henker, derjenige, der uns unsere Flügel stutzt und uns Sorgen bringt, wenn er uns daran erinnert, dass wir dieses und jenes nicht tun können, dass wir etwas nicht verdienen.

8. Beständigkeit und Ausdauer

Wenn du ein Bisschen zu einem Bisschen hinzugibst, und dies regelmäßig tust, wird aus einem Bisschen sehr viel mehr.

Dies ist eine der nützlichsten Phrasen des Buddhismus, da sie uns hilft, unsere Lebensziele zu erreichen. So etwas Einfaches wie in unseren Bemühungen konstant zu sein und trotz möglicher Schwierigkeiten beharrlich unsere Wünsche zu verfolgen wird uns erlauben, viel mehr zu erreichen, als wir je dachten.

Und um weit zu kommen, sind nicht immer große Taten und Gesten notwendig. Es reicht, jeden Tag ein Bisschen zu geben, einen kleinen Teil, der jeden Tag dazu beiträgt, einen schillernden Berg zu formen, dessen Spitze wir erklimmen werden.

Bunte Steine, die aufeinander gestapelt sind

9. Sprich mit Intelligenz

Besser als tausend leere Worte, ist ein Wort, das Frieden bringt.

Der Buddhismus erinnert uns daran, dass Menschen in der Regel einen Defekt haben: Sie sprechen nicht mit Intelligenz. Wir sprechen oft erfüllt von Wut, von Frustration oder von jener negativen Emotion, die uns gefangen nimmt und die wir auf andere projizieren.

Meide diese Sprache, die voll von leeren Worten ist, die nichts beitragen, die wehtun und die nicht dazu dienen, Bindungen herzustellen. Lass uns die weisen Worte benutzen, jene einfacheren aber tieferen, die Frieden und Ausgeglichenheit bringen.

Wir wissen natürlich, dass es noch viele weitere Phrasen des Buddhismus gibt, die es verdient hätten, hier reflektiert zu werden. Viele von uns mögen sogar ihre Lieblingsphrase haben, doch die hier aufgeführten Phrasen dienen uns zu einem ganz bestimmten Zweck: Sie dienen dazu, negative Emotionen zu verwalten, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und so inneren Frieden zu finden. Lass uns von ihnen lernen, um in größerem Gleichgewicht zu leben, mit mehr Glück und Zufriedenheit.

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