5 geniale Zitate von Charles Bukowski

· 31. Januar 2019

Die Zitate von Charles Bukowski haben immer Kontroversen ausgelöst. Dieser deutsche Schriftsteller und Poet, der schließlich die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten erhielt, erhob immer wieder seine kritische und scharfe Stimme. Er war darauf spezialisiert, die Widersprüche der modernen Gesellschaft, ihre Heuchelei und ihre Bedeutungslosigkeit anzuprangern.

Bukowski gilt als einer der größten Vertreter des schmutzigen Realismus. Diese Strömung zielt darauf ab, die dekadentesten Aspekte der Gesellschaft in ihren Arbeiten zu reflektieren. Sie entstand sozusagen als Antwort auf die Ernüchterung und Bedeutungslosigkeit, die nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs die Kultur zu ersticken drohte.

Die Zitate von Charles Bukowski kombinieren die Denunziation mit der Lyrik. Er sprach ohne jegliche Euphemismen von der menschlichen Selbstsucht, der sozialen Grausamkeit und der politischen Heuchelei. Er glaubte nicht an Ideale, genauso wenig wie an Utopien. Ganz im Gegenteil, er erklärte ganz offen seinen Pessimismus und seinen mangelnden Glauben an die Zukunft. Trotz alledem ist seine Arbeit sehr bewegend – und hier kommen einige der Zitate, die ihn berühmt gemacht haben.

„Manchmal schaue ich auf meine Hände und merke, dass ich ein großartiger Pianist oder etwas Ähnliches hätte sein können. Doch was haben meine Hände anstelle dessen getan?  Bälle werfen, Schecks unterzeichnen, Schuhe binden, Toiletten spülen usw. Ich habe meine Hände verschwendet. Und meinen Verstand.“

Charles Bukowski

1. Der Intellektuelle und der Künstler

„Ein Intellektueller ist jener, der eine einfache Sache auf komplizierte Art und Weise erklärt. Ein Künstler hingegen ist derjenige, der eine komplizierte Sache auf einfache Weise zum Ausdruck bringt.“

Es ist üblich, in den Redewendungen von Charles Bukowski einen Hauch von Humor zu finden. Hier zum Beispiel stehen wir vor einem Wortspiel, das zu einer witzigen und gleichzeitig sarkastischen Botschaft führt, wie sie ihn charakterisieren.

Wer den Intellektuellen mit dem Künstler vergleicht, kommt nicht umhin, auch die Vernunft der Sensibilität gegenüberzustellen. Letztere steht für erweiterte Fähigkeiten und Weisheit. Es handelt sich hierbei sozusagen um einen Gegensatz zwischen zwei Sprachen, von denen nur eine der Kommunikation dient.

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2. Eines der Zitate von Charles Bukowski über die Gesellschaft

„Wir haben unsere Gesellschaft mit unserem mangelnden Geist geformt. Es ist fast so, als hätten wir es nicht anders verdient.“

Dies ist ein weiteres der Zitate von Charles Bukowski, das seine Ideologie reflektiert. Bukowski, der die US-amerikanische Gesellschaft zutiefst kritisiert, hat es nie versäumt, seine Fehler und Misserfolge aufzuzeigen. Auch nicht seine großen Widersprüche.

In diesem Satz denunziert er das Paradoxon, dass die Gesellschaft nicht durch das Handeln ihrer Mitglieder gebildet wurde, sondern vor allem durch einen Mangel an Aktion. Er nimmt sich selbst von dieser Gesellschaft nicht aus. Zudem weist er darauf hin, dass diese Gesellschaft sich selbst die Leere liefert, in der sie herangewachsen ist.

3. Die intelligenten Menschen

„Das Problem der Welt besteht darin, dass die intelligenten Menschen voller Zweifel sind, während es die dummen sind, die großes Vertrauen in sich selbst haben.“

Dies ist eines der Zitate von Charles Bukowski, das sehr populär wurde. Darin betont er die Tatsache, dass authentische Intelligenz die Sicherheit behindere. Wer über das Offensichtliche hinausblickt, entfacht auch Zweifel an der Realität, ihrem Umfang und ihren Auswirkungen.

Auf der anderen Seite halten sich diejenigen, die nicht denken oder nicht sehen oder nicht denken oder sehen wollen, an scheinbar absolute Wahrheiten. Dies sind Gewissheiten, die sie weder infrage, noch auf die Probe stellen. So sind sie zur gleichen Zeit dumm und voller Zuversicht.

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4. Sterben, um zu leben

„Du musst ein paar Mal sterben, bevor du richtig leben kannst.“

In diesem Zitat wird die poetische und sensible Ader des großen Dichters Bukowski hervor gehoben. Es ist einer der wenigen Sätze, in er einen Hoffnungsschimmer zulässt. Obwohl er diese Phrase mit einer lapidaren Aussage beginnt, fügt er schließlich eine optimistische Schlussfolgerung hinzu.

Er spricht in diesem Satz vom Leben als wäre es etwas, das sich der Linearität widersetzen würde. Man würde mehrmals geboren und ebenso würde man mehrmals sterben. Um wirklich zu wissen, wie man richtig leben könne, müsse man diesen Zyklus mehrmals abgeschlossen haben.

Beenden wir deshalb alles, was diese Welt ausmacht, um neu geboren zu werden. So lernen wir in diesem Kreislauf, zu leben.

5. Was in Wirklichkeit zählt

„Was zählt, ist, wie gut du durch Feuer gehen kannst.“

Dies ist ein weiteres der Zitate von Charles Bukowski, in denen er seine didaktische Seite und Zärtlichkeit, die nur sehr selten zum Vorschein kam, erkennen lässt lässt. „Feuer“ bezieht sich in diesem Fall auf alles, was die Integrität des Menschen beschädigt, zerstört oder bedroht.

Ein Spaziergang durch das Feuer hat also mit dieser Fähigkeit zu tun, inmitten der zerstörerischen Kräfte voranzukommen, die auf jeden Menschen warten. Dies ist seiner Meinungen nach die wichtigste Fähigkeit. Die Flammen durchschreiten können, ohne sich zu verbrennen.

Charles Bukowski hat uns eine kontroverse und mutige Arbeit hinterlassen, die zweifellose für eine Gesellschaft repräsentativ ist, in der es sich als schwierig erweist, Ideale aufrechtzuerhalten. Seine Zitate, seine Romane und seine Gedichte sind das Ergebnis seiner Berufung, eines krassen und gleichzeitig liebevollen Rufs nach einer besseren Welt.

  • Bukowski, C. (2006). Escritos de un viejo indecente (Vol. 84). Anagrama.