3 schmerzhafte Wahrheiten über das Leben, die wir viel zu früh vergessen

22. April 2017 en Psychologie 171 Geteilt

Aldous Huxley hat einst gesagt: „Fakten hören nicht auf zu existieren, nur weil du sie ignorierst.“  Tatsächlich impliziert die Tatsache, dass wir uns der Realität nicht stellen wollen, nicht, dass sich die Dinge ändern werden. Allerdings haben wir eine Chance, uns anzupassen, wenn wir die Realität akzeptieren. Aber einige dieser schmerzhaften Wahrheiten vergessen wir viel zu früh.

Es ist egal, ob du ein langes oder ein kurzes Leben hattest. Bestimmt hast du schon einmal eine wertvolle Lektion auf schmerzhafte Art und Weise gelernt – ob direkt oder indirekt. Ab und an tut es uns gut, an diese Wahrheiten, die wir auf die harte Art gelernt haben, erinnert zu werden. Und auch an diejenigen, unter denen wir andere haben leiden sehen.

Es geht nicht darum, in Angst zu leben. Aber es geht auch nicht darum, so zu tun, als ob das Leben endlos wäre und wir immer dazu fähig blieben, die Dinge, die wir momentan haben, zu genießen. Wahrheiten können wehtun, aber sie können uns auch dabei helfen, auf dem Boden zu bleiben. Und vor allem ermöglichen sie es uns, den gegenwärtigen Moment mit vollem Bewusstsein zu genießen.

1. Beschäftigt zu sein ist nicht das Gleiche wie produktiv zu sein

Wir alle brauchen ein Ziel im Leben oder zumindest sollten wir eines haben. Unsere Ziele verlangen harte Arbeit und Anstrengungen. Produktiv zu sein heißt, auf diese Ziele hinzuarbeiten. Etwas, das wir nicht vergessen dürfen, ist die Tatsache, dass etwas zu tun nicht impliziert, dass besagte Beschäftigung uns dem näherbringt, nach dem wir uns sehnen.

Viele Menschen verbringen den Tag damit, Dinge zu tun. Sie füllen ihre Zeitpläne mit Aktivitäten und verbringen Stunde für Stunde vor ihren Computerbildschirmen. Aber um ein Ziel zu erreichen, musst du nicht zwangsläufig viel tun. Du musst einfach nur das tun, was notwendig ist. Das Problem dabei ist, dass eben genau diese Dinge oft schwierig und kompliziert sind. Und es ist oft leichter, andere Sachen zu machen, die man vielleicht unter dem gleichen Namen verkaufen könnte.

Wenn du etwas im Leben erreichen willst, dann musst du wirklich produktiv sein. Du musst darüber nachdenken, was du zu tun hast, und es effektiv ausführen. Lies darüber, wie du bestimmte Dinge tun kannst, plane deine Zukunft und sprich über das, was du tun wirst. Tu Dinge, um sie auszuprobieren, um zu sehen, was überhaupt in dieser ersten Phase funktioniert. Aber wenn du es noch weiter bringen und viel erreichen willst, dann musst du noch mehr Schritte tun.

Und am Ende zählt nicht, was du getan hast, um eine bestimmte Sache zu erreichen, sondern das, was du tatsächlich erreicht hast. Es ist egal, ob du hart gearbeitet oder viele Stunden oder viel Geld investiert hast, welchen Willen du gespürt oder was du gesagt oder gedacht hast. Hör damit auf, Dinge zu tun, nur um etwas zu tun, und fange damit an, verantwortlich zu handeln und dir deiner Zeit und deiner Handlungen bewusst zu werden.

2. Jedem Erfolg geht ein Scheitern voraus

Fehler zu begehen ist menschlich und das ist eine der wichtigsten Wahrheiten. Manche sind unvermeidlich, andere treten nur auf, weil bestimmte Faktoren nicht berücksichtigt oder nicht als wichtig erachtet wurden. Es ist egal. Wenn du in deinen Fehlern Unterstützung suchst, dann lernst du Lektionen, die du sonst nirgends finden kannst.

Wenn du aus deinen Fehlern lernst, dann verbesserst du dich. Nur, wenn du dir die Schuld an deinen Fehlern gibst und dir Vorwürfe machst, wirst du tatsächlich scheitern. Denn das hält dich davon ab, weiterzugehen.

Um von einem Fehler zu lernen, ist es nötig, dir selbst zu vergeben und dich nicht zu schämen. Stattdessen solltest du es als einen Ausgangspunkt sehen. Jeder große Geist ist irgendwann einmal gescheitert. Solange du nicht aufgibst, ist nichts komplett verloren.

Der Unterschied zwischen dem Meister und dem Lehrling ist die Anzahl der Male, in denen beide gescheitert sind. Der Meister ist viel öfter gescheitert. Je mehr Fehler du begehst, desto mehr Möglichkeiten zu lernen wirst du haben. Und deshalb wirst du auch mehr wissen.

3. Das Leben ist sehr kurz

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen beträgt ein bisschen mehr als achtzig Jahre. In manchen Gegenden oder Kulturen liegt dieser Durchschnitt etwas höher oder niedriger. In jedem Falle sind zehn oder zwanzig Jahre nichts im Vergleich zu den tausenden von Jahren menschlicher Geschichte und den Millionen von Jahren Geschichte des Universums.

Der Tod kriegt uns alle. Die Welt und die Geschichte wird weitergehen. Wenn allerdings jemand aus unserem Leben tritt, dann erfahren wir ein ungeheures Erstaunen und Entsetzen. Auch wenn es sich um einen erwarteten Tod handelt, wird sich etwas in uns verändern.

Wie viele Dinge gibt es, die die verstorbene Person noch sagen oder tun wollte? Wie viele Dinge wird sie vermissen? Wie viele Dinge wolltest du ihr noch sagen, hast es aber nicht getan? Wie viele Dinge denkst du, hättest du für sie ändern können?

Viele Menschen realisieren, dass sie eine Menge Fehler begangen haben, wenn sie sich dem Tod nähern. Dass sie eine Menge an Möglichkeiten vorbeifliegen lassen haben, dass sie nicht frei gelebt haben. Sie bemerken, dass sie immer von ihrer Umgebung gelenkt wurden. Unsere Zeit auf dieser Welt ist kurz. Aber sie ist gerade lang genug, wenn wir sie vollkommen ausnutzen, wenn wir nach unseren Werten leben und versuchen, als Personen zu wachsen – mit dem Bewusstsein wer wir sind und was wir tun.

Der größte Verlust tritt nicht ein, wenn wir streben, sondern dann, wenn wir Gelegenheiten, voll und ganz zu leben, an uns vorbeiziehen lassen.

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