Wie kannst du du selbst sein?

· 18. Juni 2017

Was heißt es, du selbst zu sein? Wir könnten es als natürlich und spontan sein definieren. Oder als das, was wir sind, wenn wir ohne Angst allein oder in Gesellschaft von Menschen sind, denen wir sehr vertrauen.

Aber nicht nur Angst vermindert die Authentizität von Menschen, sondern es gibt auch andere Gründe dafür, dass wir nicht so leben, wie wir wirklich sind, nach unseren Werten, unserer Ideologie und unter Ausschöpfung unseres Potenzials. Es gibt viele Faktoren, die uns beeinflussen und von dem entfernen können, was wir wirklich sind. Das schließt Traditionen und die Tatsachen, sich selbst nicht zu kennen oder nur Dinge zu tun, die anderen gefallen, mit ein.

Es ist essenziell, darüber nachzudenken, ob wir aus unserem wahren Wesen heraus leben oder ob wir einen Charakter für andere erschaffen. Wir alle – manche mehr, manche weniger – haben an irgendeinem Punkt im Leben schon einmal eine Fassade errichtet. Aber Glück und Wohlbefinden sind Dinge der Unmöglichkeit, wenn du nicht dein wahres Selbst lebst.

Selbstkenntnis

Wir müssen uns selbst kennen, um aus unserem wahren Wesen heraus zu leben. Um das zu schaffen, sollten wir folgende Fragen beantworten können.

  • Was sind einige Dinge, in denen ich gut bin? Was macht mich besonders? Was sind meine besten Fähigkeiten? Indem wir unsere Stärken erforschen, können wir uns auf einen Weg begeben, der uns Wohlbefinden und Erfolg bringt.
  • Was sind meine Werte? Was ist das Allerwichtigste für mich im Leben? Was will ich in meinem Leben tun? Wenn wir bewusst leben und das Schicksal nicht über uns entscheiden lassen, dann werden wir ein erfüllteres Leben haben, denn wir können das anstreben, was wir wirklich wollen.
  • Was sind die Dinge, die mich tatsächlich motivieren? Was genieße ich so richtig? Als kleine Hilfe dabei, herauszufinden, was uns Spaß macht, können wir an unsere Kindheit zurückdenken. Es kann sein, dass wir so Aktivitäten finden, denen wir schon lange nicht mehr nachgegangen sind, die uns aber einst sehr glücklich machten.

 

3 Feinde von Spontanität

Uns besser zu kennen wird uns die Möglichkeit geben, uns sicher durchs Leben zu bewegen, aber oft rührt fehlende Spontaneität von anderen Dingen.

  • Eine verbesserte Version von sich selbst zeigen zu wollen. Wenn wir das bestmöglichste Bild von uns abgeben wollen und uns zu viele Sorgen darüber machen, ob wir gefallen, dann passiert höchstwahrscheinlich das genaue Gegenteil. Wir werden eine schlechtere Version unserer selbst zeigen, denn niemand kann natürlich sein, wenn er versucht, besser dazustehen.
    Persönliche Akzeptanz ist hier das Schlüsselwort. Wir sind einzigartig und haben alle gute und schlechte Seiten. Wir sind diejenigen, die entscheiden. Was ist uns am wichtigsten? Gut auszusehen oder glücklich zu sein? Lasst uns mal darüber nachdenken. Wenn wir ein gutes Bild abgeben, was bekommen wir dafür? Andere werden einen guten Eindruck von uns haben, aber wir werden im Inneren trotzdem unzufrieden sein, wenn wir nicht unsere wahre Essenz ans Licht bringen. Wir sollten niemals eine Maske aufsetzen, um anderen zu gefallen. Wir sollten uns am meisten um unser eigenes Wohlbefinden kümmern und das kann erreicht werden, wenn wir uns so zeigen, wie wir wirklich sind.
  • Uns auf den Eindruck zu konzentrieren, den wir machen werden. Wenn unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst gelenkt ist, dann werden wir uns unsicher fühlen und nicht natürlich sein, denn wir sorgen uns darüber, was andere von uns denken. Spontaneität kommt auf, wenn der Fokus nicht auf dem Bild, das wir abgeben, liegt, sondern wenn wir alles um uns herum genießen, ohne darüber nachzudenken, ob wir dabei gut oder schlecht aussehen.
  • Nervosität. Auch Anspannung zerstört Natürlichkeit und kann von verschiedensten Dingen herrühren. Allerdings ist es am üblichsten, darüber besorgt zu sein, gut dazustehen aus Angst vor Zurückweisung. Die Priorität sollte allerdings eher darauf liegen, das, was da ist, zu genießen. Dann sind wir am authentischsten und am spontansten, denn so löschen wir alle Angst aus.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Mr. Theklan und Alba Soler