Wie funktioniert Gedankenkontrolle?

9. November 2019
Ein Mensch, der zum Opfer von Gedankenspielen wird, weiß nicht einmal, dass er ein Opfer ist. Finde in diesem Artikel mehr über Gedankenkontrolle heraus!

Vielleicht denkst du, dass du weißt, wie Gedankenkontrolle funktioniert? In Filmen sieht das allerdings meistens anders aus. Hattest du schon einmal das Gefühl, dass du in der Arbeit ausgenutzt wirst? Manchmal gibst du viel mehr, als du bekommst. Da bist du nicht allein.

Viele Leute sind sich dessen bewusst, aber halten diesbezüglich lieber den Mund. Du hast Angst, das bisschen zu verlieren, was du bekommst. Und deine Angst ist stärker als jedes andere Gefühl. Das ist eine Form von Gedankenkontrolle.

Das Gleiche gilt für Ungerechtigkeit. Arme Menschen akzeptieren Systeme, die sie noch ärmer und die Reichen noch reicher machen. Genauso bekommen Frauen in patriarchalischen Systemen weniger Chancen.

Womöglich fragst du dich deshalb, warum Menschen sich damit abfinden. Eine mögliche Antwort darauf ist die Gedankenkontrolle.

Gedankenkontrolle kann die  Form deines monatlichen Gehalts, deiner Verpflichtungen oder die Regeln, die du beachten musst, annehmen. Wenn jemand deine Gedanken kontrolliert, hörst du auf zu hinterfragen, warum du soviel Arbeit gegen solch lausige Bezahlung akzeptierst. Du denkst, du bist frei – aber das stimmt nicht.

Schattenhand hält Schattenmarionette vor Sonnenuntergang.

Was ist Gedankenkontrolle?

So funktioniert Gedankenkontrolle: Alles dreht sich dabei um einen Konsens – oder zumindest um die Illusion davon. Es wird versucht, dass alle der gleichen Sache zustimmen. Natürlich unterstützt du eine Sache nicht aus den gleichen Gründen wie andere.

Manche können sich auf etwas einigen, weil sie keine Wahl haben oder weil sie sich nicht imstande fühlen, gegenteiliger Meinung zu sein. Andere denken, dass es sich um die beste Idee handelt oder überlegen sich die Sache einfach nicht richtig. Vielleicht liegt es auch an psychologischer Internalisierung.

Es gibt psychologische und physiologische Techniken der Gedankenkontrolle. Psychologische Techniken zielen darauf ab, dich von den Nachteilen oder von deiner Unterdrückung und Diskriminierung abzulenken, damit man dich von gewissen Dingen überzeugen kann. Physiologische Techniken hingegen zielen durch die Verwendung von Technologien darauf ab, deine Gedanken zu manipulieren.

Physiologische Techniken funktionieren da, wo psychologische nicht greifen. Wenn jemand nicht an eine Idee glaubt, kommen physiologische Tricks zur Anwendung. Damit akzeptiert man schließlich diese Idee, selbst wenn man nicht daran glaubt.

Die zwei Gesichter einer Frau. Gedankenkontrolle.

Der psychologische Aspekt

Wie kannst du einen Menschen dazu bringen, etwas zu akzeptieren, was schlecht für ihn ist? Indem man Langeweile und Frustration in Aggression oder Nicht-Konformität in Konsumdenken verwandelt.

Dies befördert unterwürfige Persönlichkeiten, die an ihre Vorgesetzten glauben und somit auch an den existierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Status Quo.

„Die Natur eines psychologischen Zwangs sieht so aus, dass diejenigen, die unter Einschränkungen handeln, nach wie vor den Eindruck haben, dass sie auf ihre eigene Initiative hin handeln. Das Opfer einer Gedankenmanipulation weiß nicht, dass es ein Opfer ist. In seinen Augen sind die Wände seines Gefängnisses unsichtbar und es glaubt von sich selbst, dass es frei ist. Dass es nicht frei ist, sehen nur die anderen Leute. Seine Sklaverei ist streng objektiv.“

Aldous Huxley

Schließlich und endlich ist einer der effektivsten Arten von Gedankenkontrolle die Angst selbst. Wenn man sie mit Ignoranz paart, kann sie Gefühle von Stress und Misstrauen auslösen. Damit könnten Menschen dazu gebracht werden, risikoreichere Entscheidungen zu treffen.

Zwei Hände halten Zahnräder - davon eine Hand Zahnräder in Form eines Kopfes. Gedankenkontrolle

Der psychologische Aspekt bei der Gedankenkontrolle

Dieser Aspekt bezieht sich auf die Antwort des menschlichen Gehirns auf elektromagnetische Wellen. Dein Gehirn funktioniert auf verschiedenen Frequenzbereichen, die sich auf verschiedene Bewusstseinszustände beziehen.

Elektronische Geräte können diese Wellen beeinflussen und sich damit auch auf dein Gehirn auswirken. Diese Wellen und eine Überstimulierung können dich in einem Alarmbereitschaftsmodus halten, obwohl du einschlafen willst. Solche Geräte können auch deine Orientierungsfähigkeit durcheinanderbringen und dazu benutzt werden, Menschenmassen zu kontrollieren.

Mit Gedankenkontrolle versucht man, die Massen zu manipulieren, indem es sie gleichgültig macht. Du kannst gegen die Gedankenkontrolle angehen, indem du kritisches Denken förderst und dich selbst weiterbildest.

  • Abel, T., Mead, G. H., & Morris, C. W. (2006). Mind, Self, and Society. The American Journal of Psychology. https://doi.org/10.2307/1415920