Was kannst du für dich selbst tun?

20. September 2017 en Psychologie 175 Geteilt

Viele von uns haben das Problem, dass sie glauben, ihr Glück zu finden, wenn sie einen gewissen Standard im Leben erreichen. Diese Spirale der Verlagerung des Glücks in die Zukunft, welches dazu noch an Bedingungen geknüpft ist, kann aber unter Umständen ein unangenehmes Ende finden. Diese Idee gleicht einer Karotte, die wir uns vorhalten und die – je nachdem, wie wir damit umgehen – eine große Motivation oder ein konstanter Frustfaktor sein kann. Wenn wir das einmal hinterfragen, stellt sich die Frage: Was kannst du für dich selbst tun?

Denke immer daran, dass das Jetzt und die gegenwärtigen Momente die einzigen Momente sind, die dir sicher sind. Das Leben findet genau jetzt statt. Mache dein Glück nicht länger von zukünftigen Ereignissen abhängig und lasse Schuldgefühle aus der Vergangenheit hinter dir, denn so lernst du, das Hier und Jetzt zu leben und der Gegenwart eine Chance zu geben.

Häufig hören wir Menschen sagen, dass sie sich selbst noch nicht gefunden hätten. Aber man findet sich selbst nicht, sondern man erschafft sich. Es gibt nur einen kleinen Teil des Universums, den du auf jeden Fall verbessern kannst, auch wenn du manchmal nicht weißt, wie, und das bist du.

„Ich bin in den Wald gezogen, weil ich befreit leben, mich nur mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben auseinandersetzen, austesten wollte, ob ich nicht lernen könnte, was es zu lernen gab, anstatt darauf zu warten, eines Tages zu sterben, um mir erst dann darüber klar zu werden, dass ich nicht gelebt habe.“

Henry David Thoreau

Beginne, dein eigenes Glück zu erschaffen

Wenn du erwartest, dass dich jemand glücklich macht, vergeudest du gewissermaßen deine Fähigkeit, dich selbst glücklich zu machen. Oftmals findet sich das Glück dort, wo wir entscheiden, danach zu suchen. Wenn wir das Glück in den Möglichkeiten suchen, die sich uns bieten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir es finden.

Das Leben schenkt einem nicht viele Möglichkeiten, es geht mehr darum, sie sie kreieren. Wir können uns niemals absolut sicher sein, dass etwas funktioniert, aber wir können uns immer sicher sein, dass eine Null-Bock-Einstellung niemals zu etwas führen wird. Wir haben in genau diesem Moment alles, was wir brauchen, um den nächsten Schritt zu machen. Du solltest dich auf die Suche nach diesen Möglichkeiten machen.

Anstatt darauf zu warten, dass etwas Großes passiert, wie eine Hochzeit, Kinder oder der ersehnte Lottogewinn, kannst du das Glück an Orten suchen, die näher und schneller zu erreichen sind. Ich rede von diesen kleinen Dingen: von einer Tasse Kaffee, dem Geruch frischen Brotes, dem wunderbaren Gefühl, etwas zu teilen, das man mag, oder Momente mit deinen Freunden oder deinem Partner zu genießen.

„Der Mensch wird nicht mit großen Portionen glücklich, und die werden auch nur sollten serviert, sondern sein Glück nährt sich an den kleinen Dingen des Alltags.“

Benjamin Franklin

Beginne, du selbst zu sein

Zu versuchen, jemand anders sein, bedeutet, sich selbst zu vergeuden. Du kannst du selbst sein. Umarme den Menschen, der in dir steckt. Sei der Mensch, der weiß, wer er ist, und arbeite an der besten Version deiner selbst. Diese Version, die du so lange missachtet hast und die, weil du keinen Gebrauch von ihr gemacht hast, zu einer unbekannten geworden ist und vor der du teilweise Angst hast, gerade weil sie dir fremd geworden ist.

Eine der größten Herausforderungen für Menschen, die sich verbessern wollen, ist es, zu lernen, das zu akzeptieren, was unmöglich verändert werden kann. Manchmal ist es besser, etwas zu akzeptieren und sich anzupassen, anstatt immer und immer wieder das Unmögliche zu versuchen. Ein bestimmtes Ziel erreichen zu wollen, heißt nicht gleich, dieses bestimmte Ziel auch erreichen zu können, so hart und traurig die Gewissheit auch ist, dass die physische Welt uns Grenzen setzt, die wir nicht immer überschreiten können. Das soll nicht heißen, dass es darum geht, ein mittelmäßiges Leben zu akzeptieren, sondern zu lernen, das Unperfekte, und das schließt auch uns mit ein, zu lieben und wertzuschätzen.

Während sich viele irgendwann im Leben dafür entscheiden, sich ihrer Berufung zu widmen, halten nur wenige an ihr fest, nachdem sie auf die ersten Hürden gestoßen sind, die ersten Niederlagen haben einstecken müssen und auf ihrem Weg ausgerutscht sind. Versuche, Herr über deine Entscheidungen und Fehler zu werden, und halte an dem fest, was deine Motivation aufblühen lässt. Denn die Motivation wird immer das Licht sein, das dir den Weg zu deinem Glück weist.

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