Was deine Körpersprache verrät

· 30. März 2016

Wusstest du, dass dein Körper viel mehr verrät als deine Worte? Unsere Gestik, unsere Haltung und sogar unsere Bewegungen haben die Eigenschaft, Informationen zu vermitteln.

Wenn wir etwas über Körpersprache lernen, kann uns das dabei helfen, herauszufinden, ob jemand uns anlügt, zu bekommen, was wir uns wünschen und uns davor bewahren, uns vor anderen lächerlich zu machen.

Eine aktuelle Studie besagt, dass 55% dessen, was wir kommunizieren, von unserer Körpersprache kommt. Das bedeutet also: Worte decken nur 45% des Mitgeteilten ab – wobei es dabei auch noch auf die Betonung und die Lautstärke ankommt. Nonverbale Kommunikation ist sehr wichtig. Sie findet ununterbrochen statt.

Die Psychologen analysieren Körpersprache, um ihre Patienten in Sitzungen besser zu verstehen und in Unternehmen wird während Bewerbungsgesprächen stark auf die Körpersprache geachtet.

Nun, was verrät uns unser Körper also?

  1. Die Schultern hochzuziehen bedeutet: „Ich weiß es nicht.“

Selbst Kinder benutzen diese Geste, um auszudrücken, dass etwas für sie keine Bedeutung hat. Dass man die Schultern bis zu den Ohren hebt, wenn man etwas gefragt wird, ist eine ziemlich universelle Geste, die besagt, dass man die Antwort nicht kennt. Oftmals wird sie noch von drei anderen Bewegungen begleitet: beide Handflächen nach oben zu drehen, die Augenbrauen zu heben und die Unterlippe nach vorne zu schieben.

  1. Die Handflächen zu zeigen bedeutet Ehrlichkeit

Dabei handelt es sich um eine sehr alte Geste und der Grund für sie liegt im wahrsten Sinne auf der Hand: Indem man dies tut, zeigt man, dass man keinerlei Dinge in seiner Hand verbirgt, die anderen Schaden zufügen könnten. Wenn zum Beispiel jemand während einer Verhandlung im Gerichtssaal aussagt, dann legt der Zeuge seine rechte Hand auf die Bibel (oder auf ein anderes religiöses Buch) und hebt seine linke Hand so, dass die Handfläche dem Richter, den Anwälten, dem Gerichtssaal und den Zuschauern zugewandt ist. Diese Geste wird mit Loyalität, Unterordnung und Ehrlichkeit assoziiert.

Ebenfalls kann sie bedeuten: „Ich habe damit nichts zu tun.“ Wenn sie in dieser Weise gebraucht wird, dann hebt die Person beide Hände bis auf Schulter- oder Kopfhöhe. „Ich war’s nicht!“, wie es Bart Simpson ausdrückt, ist die Aussage, die meistens damit einhergeht.

  1. Mit einem Finger auf jemanden zu zeigen kann anklagend wirken und Dominanz signalisieren

Erinnere dich daran, wie es war, als du als Kind etwas angestellt hast. Sicherlich haben dich dann dein Vater oder deine Mutter mit einem erhobenen Finger ermahnt – wahrscheinlich mit dem Zeigefinger. Das sollte dir zeigen, dass du einen Fehler begangen hast und dass die entsprechende Bestrafung bald folgen würde. Im Erwachsenenalter hast du sicherlich schon einmal nach einem Streit mit deinem Freund oder Ehepartner mit dieser Geste schon einmal „dreckige Wäsche gewaschen“ (oder der Partner hat es getan).

Anklage mit Zeigefinger

Wenn man den Zeigefinger ausstreckt, demonstriert man mit der geschlossenen Faust gleichzeitig Dominanz. Damit zeigt die Person, die gerade spricht und sich dieser Geste bedient, dass sie der anderen überlegen ist. Wenn diese Geste uns selbst gilt, kann sie in uns negative, bisweilen sogar aggressive Gefühle hervorrufen. Das ist der Fall, weil wir verinnerlicht haben, dass immer zuerst die Anklage und später dann der Angriff folgt.

  1. Mit den Augen zu lächeln ist ein Zeichen für wahres Glück

„Und bitte lächeln!“,  sagt der Fotograf auf einer Party oder jemand, der gerade mit seinem Smartphone einen Moment einfangen will. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass die Gestik der Leute auf diesen Fotos immer so „aufgesetzt“ wirkt? Natürlich tut sie das, denn im Grunde sollten die Leute ja nur ein glückliches Gesicht für die Kamera aufsetzen. Das muss noch nicht einmal bedeuten, dass diese Leute in dem Moment nicht glücklich waren. Ihre Körperhaltung ist aber einfach nicht authentisch. Aus diesem Grund entstehen die besten Fotos immer dann, wenn die Leute gar nicht merken, dass sie fotografiert werden.

Denke daran: Wenn jemand wirklich lächelt, dann entstehen Lachfalten um die Augen herum. Wenn jemand etwas nur vorgibt, dann bewegen sich nur die Lippen.

  1. Augenkontakt signalisiert immer Interesse (was allerdings nicht immer positiv sein muss)

Es wird oft gesagt, dass man sein Interesse an einer anderen Person bekundet, wenn man ihr in die Augen sieht. Das entspricht zwar der Wahrheit – allerdings nur teilweise, denn alles hängt natürlich von den Umständen ab. Wenn du zum Beispiel eine Straße entlangläufst und jemand Fremdes dich regelrecht anstarrt, dann kann dir das bedrohlich erscheinen und dir Angst einjagen. Wenn dir hingegen dein Partner tief in die Augen schaut, dann signalisiert das, dass ihr einander mögt und füreinander sorgt – selbst wenn dieser tiefe „Augenblick“ dich ein wenig nervös machen sollte.

Studien weisen allerdings auch darauf hin, dass jemand, der dir besonders lange in die Augen sieht, so dass es schon ungewöhnlich erscheint, dich unter Umständen gerade anlügt. Andere Anzeichen für eine Lüge sind nicht zu blinzeln und sich sehr still und leise zu verhalten. Der Lügner überführt sich so seiner selbst, ohne ein Wort zu sagen. Also, halte die Augen offen!