Wie wir Fehler und Missverständnisse bei der Kommunikation vermeiden können

24. März 2016 en Psychologie 312 Geteilt

Wenn wir uns mit jemanden unterhalten, können uns einige Fehler, die wir bei der Kommunikation begehen, in Teufels Küche bringen, ohne dass wir das überhaupt beabsichtigt haben. Andere Male kann die Art, wie wir kommunizieren, unsere Beziehungen zu anderen erschüttern, weil wir ihnen damit ein falsches Bild von uns vermitteln, was nicht dem entspricht, was wir eigentlich mitteilen wollten, oder wer wir wirklich sind.

Die richtige Kommunikation ist für menschliche Beziehungen das A und O. Im Folgenden werden wir einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen, welches die häufigsten Fehler sind, die uns bei der Kommunikation mit unseren Mitmenschen unterlaufen und wir werden herausfinden, wie wir diese vermeiden können.

„Wo keine Kommunikation, da kein Mensch.“

Francisco Garzón Céspedes

Fehler, die du bei der Kommunikation vermeiden solltest

Wie du später sehen wirst, ist eine effiziente Kommunikation und die Vermeidung von Missverständnissen einfacher als man sich das vorstellt.

Paar diskutiert

Um dir dabei zu helfen, findest du im Folgenden ein paar Ratschläge, mit denen du lernen kannst, gewisse Fehler bei der Kommunikation zu vermeiden:

Eine geschriebene Nachricht absenden, ohne sie noch einmal durchgelesen zu haben

Geschriebene Nachrichten sind eine einfache und schnelle Art der Kommunikation, die viele Vorteile hat, weil das geschriebene Wort u.a. einfacher zu verarbeiten ist.

Doch nur wenige Menschen schreiben in der gleichen Geschwindigkeit, wie sie sprechen oder denken. Hierbei entsteht eine mangelnde Übereinstimmung, die letztendlich eine andere Nachricht zur Folge hat als man eigentlich schreiben wollte.

Schlecht formulierte Ausdrücke, Redewendungen, Rechtschreibfehler, Autokorrektur, etc. können eine missverständliche Nachricht verursachen.

Diesen Fehler zu vermeiden ist sehr leicht, wenn wir den geschriebenen Text noch einmal durchlesen, bevor wir ihn abschicken – egal, ob es sich dabei um einen Brief, eine E-Mail, eine Textnachricht oder WhatsAPP-Mitteilung handelt.

Eine schlechte Nachricht per E-Mail verkünden

Vielen Menschen behagt es nicht, jemand anderem schlechte Nachrichten mitzuteilen und um diese unschöne Aufgabe zu umgehen, benutzen sie dafür E-Mails, oder noch schlimmer, Messenger.

Jedoch beschönigen diese Kanäle die Nachrichten nicht und können Missverständnisse zur Folge haben. Außerdem geht die Macht der Körpersprache dadurch gänzlich verloren und Gefühle können nicht zum Ausdruck gebracht werden.

Wenn du also jemandem eine schlechte Nachricht überbringen oder mit ihm über ein heikles Thema reden musst, solltest du deshalb nicht das geschriebene Wort wählen, sondern ein offenes Gespräch mit der betreffenden Person führen.

Auf direktem Weg mit einer Person zu reden erlaubt es uns, die Körpersprache des anderen zu lesen, um zu erfahren, ob die Nachricht klar und verständlich aufgenommen wurde und um mögliche Zweifel aus dem Weg zu räumen.

„Das Wichtigste bei der Kommunikation ist, zu hören, was nicht gesagt wird.“

Peter Drucker

Unschönen Gesprächen aus dem Weg gehen

Ein schwieriges Gespräch ist niemals schön. Aber wenn es ein Problem und deshalb Redebedarf gibt, muss man sich dem stellen. Eine unschöne Angelegenheit totzuschweigen führt nur dazu, dass das Problem noch größer wird.

Probleme lösen sich nun einmal nicht von allein, auch wenn dir das vielleicht so vorkommen mag, wenn du sie beiseiteschiebst. Und wenn du sie nicht löst, dann lässt du den Dingen einfach ihren Lauf, was niemals zufriedenstellend ausgeht.

Wenn dich ein unschönes Gespräch erwartet, schieb es nicht vor dir her und stell dich ihm – je früher, desto besser.

Voraussetzen, dass die Nachricht verstanden wurde

Wenn du eine Nachricht verschickst oder dich mündlich mitteilst, solltest du dich darüber informieren, ob der Empfänger sie auch wirklich erhalten und verstanden hat. Das hilft dir dabei, deine Kommunikation generell und stetig zu verbessern und zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.

Um dich zu versichern, dass deine Nachricht richtig verstanden wurde, verwende offene Fragen, die mit den Fragewörtern „wie“, „warum“ oder „was“ beginnen. Diese Fragen stimulieren das Gedachte und die Kommunikation an sich.

Missverstaendnisse bei der Kommunikation

Sich nicht durchsetzen

Das Durchsetzungsvermögen definiert die Fähigkeit, die Dinge beim Namen zu nennen und zu sagen, wie man sich fühlt, ohne dabei seinen Gegenüber zu verletzen. Um einen möglichen Konflikt zu vermeiden teilen wir unsere Bedürfnisse oftmals nicht mit oder achten so sehr auf unsere Wortwahl, dass wir unseren Bedürfnissen zu wenig Ausdruck verleihen, wenn wir sie dann aussprechen.

Um diesen Fehler zu vermeiden, musst du lernen, dir die Fähigkeit des Durchsetzungsvermögens anzutrainieren.

Gewöhne dich daran, deine Gedanken klar zu formulieren, ohne dabei andere anzugreifen, aber verteidige deine Rechte und Wünsche. Letztendlich musst du doch mit der Sprache rausrücken. Je früher du das tust, desto weniger Druck entsteht und desto einfacher wird es dir fallen.

Mit einer emotionalen Reaktion antworten

In Stress- und Frustsituationen ist es leicht, auf ein Problem oder eine Frage emotional zu reagieren, anstatt ruhig zu antworten. Viele Menschen glauben, dass das gerechtfertigt sei, aber in Wahrheit ist es das nicht.

Diese Art der emotionalen Reaktionen können deinem Ruf Schaden, Menschen verärgern und den Eindruck erzeugen, dass dir die Selbstbeherrschung fehlt.

Versuche, tief einzuatmen und die Ruhe zu bewahren, bevor du antwortest oder handelst. Wenn du spürst, dass du sehr angespannt bist, kurz davor zu explodieren, dann schließe deine Augen und zähle bis drei (oder sogar noch weiter, wenn du das für nötig hältst). Wenn du auf eine aggressive oder emotionale Art und Weise antwortest, wird das die Kommunikation mit deinen Mitmenschen negativ beeinträchtigen.

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