Vergiss niemals, wer du bist, die Welt wird es auch nicht tun

· 19. Februar 2017

„Vergiss niemals, wer du bist, die Welt wird es nicht tun. Nutze deine Selbstkenntnis wie eine Rüstung und niemand wird dich jemals damit verletzen können“,  sagt Tyrion Lannister in der fünften Episode der ersten Staffel von Game of Thrones  zu Jon Snow.

Zu vergessen, wer wir sind, unsere Geschichte, unsere Vergangenheit, macht uns verletzlich. All diese Geschichte ist Erfahrung und Wissen und deshalb eine Gelegenheit zu lernen – sowohl für die Welt, als auch für uns. Unsere Vergangenheit hat uns zu dem gemacht, was wir sind, egal wie sehr es wehtut oder uns wie ein Gewicht auf den Schultern liegt.

Genauso wie wir vergessen, wo wir herkommen, wie wir eine Vergangenheit, für die wir uns schämen oder die uns schmerzt, verstecken oder unsere Grenzen ignorieren, gibt es Dinge, die sich niemals ändern. Eines davon ist, dass man sich und Geschehenes nicht ändern kann. Ein weiteres ist, dass alle anderen die Wirklichkeit sehen können, so sehr wir das auch vermeiden wollen. Desto mehr wir versuchen, nicht hinzuschauen, desto größer wird der Schaden, den andere in uns anrichten können.

Akzeptiere deine Schwächen

Indem du deine Schwächen akzeptierst, hast du nicht nur die Chance, stärker zu werden, sondern du nimmst diese Schwäche auch denen ab, die sie gegen dich benutzen wollen. Du musst dich deinen Schwächen stellen und dich selbst ein wenig auslachen, sodass du bereit bist, wenn andere das tun. Und deshalb ist es gut, in eine Sache ganz tief einzutauchen: dich selbst zu kennen.

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Diese Arbeit der Selbstkenntnis wird dir die Türen dazu öffnen, all die Fähigkeiten zu entwickeln, die du brauchst, um zu der Person zu werden, die du sein willst. Außerdem wirst du entdecken, was du wirklich für dich willst.

Und dank der Arbeit der Selbstkenntnis wirst du entdecken, welche deiner Verhaltensweisen du von deiner Familie „geerbt“ hast. Vergiss nicht, dass viele der Dinge, an die wir glauben, einfach nur aus der Vergangenheit stammen, die uns heimsucht und uns davon abhält zu wachsen. Auf diese Art und Weise bezahlen Kinder für die Sünden ihrer Eltern.

Wenn du dich selbst kennst, dann bist du dir deiner Identität, deiner Werte und deiner Bestrebungen bewusst. So kannst du also auch deine Schwächen und Grenzen finden. Und du kannst auf diese Weise auch vieles von dem, das im Schatten deiner vergangenen Schwächen versteckt wurde, ans Licht bringen.

Wenn du Selbstkenntnis erreicht hast, kannst du lernen, bestimmten Ereignissen entgegenzuwirken. Nicht nur, weil du neue Fähigkeiten entwickelst, sondern auch, weil du lernst, dein Verhalten zu kontrollieren und mit Problemen umzugehen.

Wenn du den Feind und dich selbst kennst, dann musst du keine Angst vor dem Ergebnis von hundert Kämpfen haben.

Sun Tzu

Niemand kann für dich entscheiden, wenn du Selbstkenntnis hast

„Wenn du deine Schwächen akzeptierst, kann sie niemand gegen dich verwenden“,  hat Tyrion in der gleichen Szene zu Jon gesagt. Und nicht ohne Grund. Wenn du dich selbst gut kennst, dann kannst du nicht manipuliert werden. Deine Schwächen werden nicht länger als Waffe benutzt, um dich zu attackieren, sondern sie werden zu einer Verteidigung, wenn du in Schwierigkeiten steckst. Das wird sowohl das Vertrauen, das du in dich selbst hast, als auch dein Selbstbewusstsein stärken.

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Wenn mit entsprechender Selbstkenntnis, wenn du weißt, was deine Schwächen sind, dann vergiss nicht, dass du die Wut kontrollieren kannst, die deine Schwächen in dir auslöst. Du wirst dazu fähig sein, denen zu vergeben, die vielleicht verantwortlich sind, und du wirst wissen, wie du Verantwortung für das übernimmst, was du getan hast. Aber vor allem wirst du entscheiden können, was von jetzt an passiert.

Indem wir unsere Schwächen kennen und unsere Grenzen akzeptieren, liegen all unsere Karten offen auf dem Tisch. Es mögen nicht die besten sein, aber es sind die, die wir haben, und die, mit denen wir spielen können. Wenn du deine Karten in diesem Spiel nicht legst, wird jemand anders für dich spielen – aber zu seinem Nutzen und nicht zu deinem. Es ist viel klüger, die Karten selbst in die Hand zu nehmen und niemand anderen für dich entscheiden zu lassen.

Jeder von uns hat Makel und Defizite. Wir hatten niemals die Absicht, loszugehen und unvollkommen zu sein, aber das passiert nun mal im Leben. Wir machen Fehler und lernen aus ihnen. Das macht uns zu dem, was wir sind.

Demi Lovato

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