The Great British Intelligence Test - Das weltgrößte Experiment über die Intelligenz

17 September, 2020
Einer der interessantesten Aspekte des weltgrößten Experiments über die Intelligenz ist der, dass erneut bewiesen wurde, dass regelmäßige körperliche Betätigung gut für das Gehirn ist.

Zusammen mit Dr. Adam Hampshire vom Imperial College London startete die BBC im Januar 2020 das Expirement The Great British Intelligence Test. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche Experimente zu diesem Thema durchgeführt. Das besagte Experiment unterscheidet sich jedoch von anderen. Der Grund dafür ist, dass es äußert repräsentative numerische Ergebnisse erzielt, da mehr als 250.000 Menschen daran teilnehmen.

Dr. Adam Hampshire selbst betonte: „Dies entspricht etwa 125.000 Stunden oder mehr als 14 Testjahren.“ Die ersten Ergebnisse des Experiments liegen zwischenzeitlich vor. Wir sollten an dieser Stelle jedoch erwähnen, dass das Experiment über die Intelligenz noch nicht abgeschlossen ist, was bedeutet, dass eine Teilnahme weiterhin möglich ist.

Die Untersuchungen beginnen mit einer einfachen Aufgabe; die Ermittler bitten die Teilnehmer, eine Plattform zu betreten, eine Reihe von Fragen zu beantworten und anschließend einen Test abzuschließen. Es handelt sich dabei um keinen IQ-Test, sondern um eine umfassende Untersuchung verschiedener Aspekte im Zusammenhang mit Kognition und emotionaler Intelligenz.

The Great British Intelligence Test - Das weltgrößte Experiment über die Intelligenz

The Great British Intelligence Test – Das weltgrößte Experiment über die Intelligenz

Wie bereits zuvor erwähnt, haben bisher mehr als 250.000 Menschen an der Studie teilgenommen. Da die meisten von ihnen die britische Staatsangehörigkeit haben, bedeutet dies, dass die Stichprobe nicht vollständig repräsentativ ist. In Bezug auf das Geschlecht und Alter gibt es jedoch eine große Vielfalt unter den Teilnehmern.

Der erste Teil des Tests beinhaltet Fragen zum Lebensstil der Probanden. Das Hauptziel dieses Testabschnitts besteht darin, Information zu verschieden Aspekten zu sammeln, unter anderem:

Im zweiten Teil führen die Teilnehmer eine Reihe verschiedener kognitiver Fähigkeiten durch, wie zum Beispiel:

Ebenso gibt es andere Tests, die versuchen, tiefer in die emotionale Intelligenz einzutauchen. Schließlich werden die Ergebnisse beider Abschnitte gekreuzt, um Schlussfolgerungen zu ziehen.

„Das Maß der Intelligenz ist die Fähigkeit zur Veränderung.“

-Albert Einstein-

Problemlösung und Alter

Die bisher gelieferten Daten des Experiments bestätigen bereits bekannte Prämissen über die Intelligenz. Zum Beispiel ist das Alter kein entscheidender Faktor. Es stimmt, dass einige kognitive Fähigkeiten in bestimmten Altersstufen besser sichtbar sind, aber das heißt nicht, dass sie verschwinden, wenn die Person altert.

Die Daten aus dem Experiment zeigen, dass die Fähigkeit einer Person, Probleme zu lösen, in den 20ern ihren Höhepunkt erreicht. Ab den 30ern beginnt diese Fähigkeit zu verfallen. Dies bezieht sich jedoch ausschließlich auf kognitive Probleme im Rahmen eines Echtzeit-Tests.

Derzeit gibt es keine Informationen über den Wert der Erfahrung bei der Problemlösung im Rahmen eines längeren Zeitraums, um den Test abzuschließen. Zusätzlich zu anderen verfügbaren Studien zeigt dieses Experiment, dass unser Gehirn im Alter langsamer arbeitet.

Das Experiment hat gezeigt, dass die verbale Argumentation eine Fähigkeit ist, die mit dem Alter zunimmt

The Great British Intelligence Test: Neue Fakten

The Great British Intelligence Test hat gezeigt, dass die verbale Argumentation eine Fähigkeit ist, die mit dem Alter zunimmt. Dank dieser Studie konnte festgestellt werden, dass sie sogar über das 80. Lebensjahr hinaus fortschreitet. Bis jetzt glaubten viele, dass der Höhepunkt dieser Fähigkeit das 60. Lebensjahr war und von dort an abnahm.

Eine weitere sehr bemerkenswerte Tatsache dieser Studie ist das Gedächtnis. Laut den Forschern spielten diejenigen, die die besten Ergebnisse in diesem Punkt erzielten, häufig Videospiele. Diese bestimmte Gruppe von Individuen hatte ein besseres räumliches Gedächtnis. Dies ist interessant, wenn man bedenkt, dass diese Art von Spielen – aus einer kognitiven Sichtweise – traditionell als nutzlos angesehen wird.

Der Test ergab ebenfalls, dass Menschen, die sich häufig in sozialen Medien aufhalten, eine schlechtere psychische Gesundheit haben. Viele von ihnen zeigen Symptome von Angstzuständen und Depressionen. Dies könnte auf das vorherrschende Vergleichsschema zurückzuführen sein, das in diesen Netzwerken zu finden ist. Ob du es glaubst oder nicht, viele Menschen verfallen den sozialen Medien und bewerten ihren sozialen Erfolg anhand des Feedbacks, das sie dort erhalten.

Einer der wertvollsten Aspekte dieser Studie ist, dass sie bestätigt, dass der Lebensstil einen entscheidenden Einfluss auf unsere Intelligenz hat. Wieder einmal hat sich Bewegung als eine große Bereicherung für das Gehirn erwiesen. Ebenso können wir unser Gehirn vor dem Altern bewahren, indem wir in jedem Alter intellektuell aktiv bleiben und neue Sprachen lernen.

„Das intellektuelle Wachstum sollte bei der Geburt beginnen und erst beim Tod aufhören.“

-Albert Einstein-

Andere, E. M. (2020). ¡ Aprender!: Emociones, inteligencia y creatividad. Siglo XXI Editores México.