Die Psychologie der Sprache  

27. September 2019
Die Erforschung der Psychologie der Sprache, oder auch Psycholinguistik genannt, hat den Wissenschaftlern geholfen, die mentalen Aspekte von Sprache und Ausdruck besser zu verstehen. Dank der Psycholinguistik haben wir neue und innovative Wege, um das Lernen anzugehen. 

Wie oft hältst du inne und überlegst, wie wichtig Kommunikation ist? Wenn die Sprache versagt, wirkt sie sich auf kognitiver, emotionaler und Verhaltensebene auf dich aus. Deshalb erforschen viele verschiedene Disziplinen die Sprache und versuchen, sie besser zu verstehen. Eine dieser Disziplinen ist die Psychologie der Sprache oder auch Psycholinguistik.

In diesem Artikel werden wir uns mit dem Bereich der Psycholinguistik befassen. Wir werden diskutieren, wie er sich von anderen Bereichen der Psychologie unterscheidet, was er studiert und welche psycholinguistischen Fähigkeiten es gibt.

„Kommunikation führt zu Gemeinschaft, d. h. zu Verständnis, Intimität und gegenseitiger Wertschätzung.“
Rollo Mai

Was ist die Psychologie der Sprache?

Zunächst muss klargestellt werden, dass die Psycholinguistik aus zwei spezifischen Disziplinen stammt: Psychologie und Linguistik. Die erste beschäftigt sich mit menschlichen Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen und die zweite mit der Sprache und ihren Erscheinungsformen.

Beide Bereiche kommen zusammen, um die menschliche Sprache zu studieren. Psycholinguistik ist jedoch nicht nur die Summe ihrer Teile. Stattdessen greift sie auf Theorien und Ansätze aus beiden Bereichen zurück und untersucht auch Neues.

Jacob Robert Kantor ist der Vater der Psycholinguistik. Er war der Erste, der den Begriff in seinem Buch An Objective Psychology of Grammar verwendete. Wissenschaftler verwendeten den Begriff jedoch häufiger, nachdem der Autor NH Pronko seinen Artikel „Language and Psycholinguistics: A Review“ veröffentlicht hatte.

Psycholinguistik ist eine Wissenschaft, die untersucht, wie Menschen Sprache erwerben, verstehen und produzieren. Sie untersucht auch Krankheiten oder Probleme im Zusammenhang mit der Sprache und betont die kognitiven Mechanismen, die eingreifen, wenn das Gehirn sprachliche Informationen verarbeitet.

Die Psycholinguistik untersucht sowohl die psychologischen als auch die neurologischen Faktoren, die die Sprache beeinflussen. Es ist eine theoretische und experimentelle Wissenschaft.

Eine Illustration des menschlichen Gehirns. zum Thema Psychologie der Sprache.

Wie unterscheidet sich Psycholinguistik von anderen Disziplinen?

Die Psychologie der Sprache unterscheidet sich von anderen Disziplinen darin, wie sie sich der Sprache nähert. Kurz gesagt besteht der psycholinguistische Ansatz aus:

  • Studieren, wie Sprache verwendet wird. Die Psycholinguistik konzentriert sich auf die Nutzung von Wissen und die damit verbundenen psychologischen Prozesse.
  • Aktion. Die Psycholinguistik bewertet die Reihe von Verfahren, mit denen Wissen zur Erzeugung und zum Verständnis sprachlicher Ausdrücke angewendet wird.
  • Aktionsprozesse. Sie konzentriert sich auch auf diejenigen, die den sprachlichen Instinkt in die Tat umsetzen.

Obwohl andere Disziplinen ebenfalls die Sprache studieren, tun sie dies aus einer anderen Perspektive. Die Soziolinguistik untersucht beispielsweise die Beziehung zwischen soziokulturellen und sprachlichen Phänomenen. Die Linguistik selbst untersucht den Ursprung, die Entwicklung und die Struktur der Sprache.

Es ist leicht, Linguistik mit Psycholinguistik zu verwechseln. Xavier Frías Conde macht die Unterschiede in seinem Artikel „Einführung in die Psycholinguistik“ jedoch leicht verständlich. Hier ist eine nicht vollständige Liste der Unterschiede:

  • Verständnis. In der Linguistik ist das Phonem die kleinste akustische Einheit. In der Psycholinguistik ist es die Silbe.
  • Produktion. In der Linguistik ist das Studienfach der ideale Muttersprachler. In der Psycholinguistik hingegen ist das Thema der eigentliche Sprecher.
  • Studienobjekt. In Bezug auf den Sprachgebrauch strebt die Linguistik den elegantesten, formalsten und abstraktesten Sprachgebrauch an. Psycholinguistik studiert Funktionsprinzipien.

Nun, da du die Grundlagen kennst, fragst du dich vielleicht, wie Forscher eine psycholinguistische Studie durchführen. Im Allgemeinen verwenden sie einen zweigleisigen Ansatz:

  • Beobachtung. Die Forscher stützen sich auf sprachliche Verhaltenstests. Sie sammeln auch Daten in relevanten Alltagssituationen.
  • Experimental. Mit dieser wissenschaftlichen Methode führen psycholinguistische Forscher auch Laborexperimente durch.

Die Psycholinguistik folgt, wie die meisten Disziplinen der zweiten Generation, einer sorgfältigen Methodik. Infolgedessen sind Experimente auf diesem Gebiet in der Regel auffällig gut geplant und durchgeführt. Die psycholinguistische Forschung wirft ständig neue Fragen auf, die zu weiteren Untersuchungen führen. Es ist eine sehr aktive Disziplin.

Zwei Bäume in Form von Köpfen, die die Psychologie der Sprache darstellen.

Psycholinguistische Fähigkeiten

Psycholinguistische Fähigkeiten sind für die menschliche Kommunikation von entscheidender Bedeutung, da sie von den Menschen zur Kommunikation genutzt werden. Dazu gehören:

  • Sprache
  • Gedanken
  • Schreiben
  • Hörverständnis
  • Sequenzielles auditorisches Gedächtnis
  • Visuelles Verständnis
  • Visuelle Assoziation
  • Verbaler Ausdruck
  • Motorischer Ausdruck
  • Visuelle Integration
  • Auditive Integration
  • Sequenzieller Speicher für visuelle Motoren

Um diese psycholinguistischen Fähigkeiten zu bewerten, stützen sich Wissenschaftler auf das Paradigma der kognitiven Psychologieforschung, das auf mentalistischen, funktionalistischen, rechnerischen und restriktiven Theorien basiert.

Zusammenfassend ist Psycholinguistik eine zeitgenössische Disziplin. Dank dieser Disziplin nähern wir uns langsam dem vollständigen Verständnis der Komplexität der menschlichen Sprache. Jeden Tag verstehen wir mehr und mehr, wie Menschen Sprache als Kommunikationsmittel produzieren, kodifizieren und verwenden.

  • Zanón, J, (2007). Psicolingüística y didáctica de las lenguas: una aproximación histórica conceptual. REvista de didáctica español lengua extranjera, (5), 1-30.
  • Frías Conde, X. (2002). Introducción a la psicolingüística. Revista Phiologica Romanica.