Sport macht dich klüger

· 1. März 2016

Sport ist sowohl für den Körper als auch für den Geist sehr gesund. Nicht nur, dass er dir dabei hilft, gesund und in Form zu bleiben, er führt auch dazu, dass du dich besser mit dir selbst fühlst, mehr Energie hast und weniger Stress. Angstzustände und Depression lassen nach.

Doch geht die Macht des Sports noch weit über deinen Körper und deinen Geist hinaus. Neue Studien haben gezeigt, dass körperliche Bewegung auch gut für das Gehirn ist und sowohl dein Erinnerungsvermögen als auch deine Lernfähigkeit verbessert.

„Je höher dein Energielevel ist, desto effizienter ist dein Körper. Je effizienter dein Körper ist, desto besser fühlst du dich und desto mehr wirst du dein Talent dazu verwenden, unglaubliche Ergebnisse zu erzielen.“
Anthony Robbins

Ausdauersport kann das Lernen fördern

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Steigerung der körperlichen Fähigkeiten auch zu Verbesserungen des Gedächtnis und beim Lernen geführt haben. Zum Beispiel wurde in einer Studie herausgefunden, dass Kinder in gutem körperlichen Zustand bessere Ergebnisse in Gedächtnistests erzielt haben als solche mit geringer körperlicher Leistungsfähigkeit.

Die Wissenschaftler meinen auch, dass eine Kombination aus Sport und Lernen hilft, das Gedächtnis zu verbessern und das Lernen erleichtert, insbesondere wenn man es mit schwierigen und herausfordernden Aufgaben zu tun hat.

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Sport unterstützt die Entwicklung der Gehirnzellen

Laut Experten unterstützt Sport, der den Kreislauf stärkt, nicht nur das Lernen, sondern führt auch zu realen Veränderungen im Inneren des Gehirns. Die Hormone, die während des Sports freigesetzt werden, haben positive Effekte auf Aufmerksamkeit, Erregung und Wahrnehmung.

Sport regt den Stoffwechsel und damit auch das Zellwachstum an, führt zur Freisetzung von Hormonen wie Dopamin, Serotonin und Norepinephrin, was gute Laune macht.

Weiterhin haben Studien gezeigt, dass intensiver Ausdauersport wie Laufen die Neurogenese (Entstehen neuer Neuronen) fördern kann und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die neu geformten Zellen überleben und prosperieren.

Es wurde auch herausgefunden, dass Sport die Produktion des Wachstumsfaktors BDNF (brain-derived neurotrophic factor) stimuliert, der hilft, Gehirnzellen zu erhalten, und das Wachstum neuer Neurone stimuliert.

Sport und kognitive Reserve

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass der Nutzen von Sport akkumulativ ist, dass heißt, dass er die kognitive Reserve und damit die Fähigkeit, Veränderungen in den Gehirnstrukturen abzufangen, die mit dem Alter oder einer gegebenen Pathologie zusammenhängen, erhöht.

Die Stärkung der kognitiven Reserve führt zu einem erhöhten Schutz vor bestimmten neurodegenerativen Krankheiten wie etwa Alzheimer.
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Welche Art von Sport fördert das Lernen am besten?

Auch wenn Sport im Allgemeinen gut für das Gehirn ist, sind einige Sportarten besser geeignet als andere, bestimmte Arten des Lernens positiv zu unterstützen, da jede Sportart unseren Geist auf unterschiedliche Weise beeinflusst.

 Forscher haben herausgefunden, dass unterschiedliche Sportarten das Gehirn auf verschiedene Weise beeinflussen.

Viele Wissenschaftler geben an, dass Ausdauersport, der das Herz-Kreislauf-System stärkt, Gedächtnis und Lernvermögen am stärksten fördert. Es gibt jedoch auch Belege dafür, dass Krafttraining gut für das Gehirn sein kann und dass selbst moderates Training bereits zu Verbesserungen im Gehirn führt.

Forscher haben herausgefunden, dass moderates Training wie Wandern oder das Heben leichter Gewichte zur Stärkung der Muskeln helfen kann, Gedächtnisprobleme zu verhindern, die während des Alterungsprozess entstehen können.

In einer anderen Studie wurde gezeigt, dass ältere Menschen, bei denen kognitive Probleme diagnostiziert worden, verbesserte Gedächtnis– und Sprachfähigkeiten gezeigt haben, nachdem sie an einem Sportprogramm teilnahmen. Dieses erstreckte sich über ein Jahr und bestand aus zwei 90-minütigen Trainingseinheiten pro Woche und Ausdauertraining, Krafttraining und Gleichgewichtstraining.