5 Dinge, die wir von Kindern lernen können, unseren Verhandlungsexperten

20. November 2015 en Psychologie 0 Geteilt

Ein Erwachsener kann mindestens drei Dinge von Kindern lernen, : grundlos zufrieden zu sein, immer einer Beschäftigung nachzugehen und zu wissen, wie man mit all seinen Kräften, das bekommt, das man will.

Paulo Coehlo

Jeder von uns hat sich schon so oft gefragt: Wie schaffen es Kinder nur immer wieder, das zu bekommen, was sie wollen? Diese kleinen Zwerge verhandeln ständig mit uns. Sie hören gar nicht auf damit, und sie sind bei ihren Verhandlungen zweifellos erfolgreich.

Möchtest du lernen, richtig zu verhandeln? Dann musst du von Kindern lernen. Eigne dir die 5 folgenden Techniken an, die uns Alejandro Hernández offenbarte, und die Kinder Tag für Tag benutzen, um zu bekommen, wonach ihnen gerade der Sinn steht:

1. Kinder stellen unzählige Fragen

Das Kind stellt Fragen, der Erwachsene antwortet. Wenn ein Kind am Telefon einen Anruf vorspielt, dann hört es erst auf, zu fragen „Wieso rufst du an?“, wenn es den Grund für den Anruf kennt. Natürlich akzeptiert das Kind jede erdenklich richtige Antwort auf diese Frage, aber es hört dennoch nicht auf, nach dem Grund zu fragen.

Genauso ist es auch, wenn das Kind unaufhörlich nach etwas fragt, das es nicht kennt. Der Erwachsene gibt vor, das „Unbekannte“ zu kennen, aus Angst, vor dem Kind als inkompetent zu erscheinen.

2. Sie wissen, was sie wollen und geben erst Ruhe, wenn sie es auch bekommen

Kinder verlangen ständig nach dem, was ihr kleines Herz begehrt. Ein Kind weiß, dass die Wahrscheinlichkeit immer größer wird, dass sich sein Wunsch erfüllt, je länger es um etwas bittet und bettelt . Aus diesem Grund gibt sich ein Kind nicht mit einem Besuch auf dem Spielplatz oder mit einem Eis zufrieden, wenn es eigentlich eine Spielekonsole haben will.

Wir Erwachsene bitten und betteln nicht, wir schweigen. Es scheint so, als würden wir wollen, dass andere unsere Gedanken lesen, und wenn es ihnen tatsächlich gelingt, dann hoffen wir darauf, dass sie diesen Schlüssel zu unserer Gedankenwelt behalten und später erneut verwenden werden. Wir verneinen sogar ständig unsere Wünsche und Sehnsüchte.

Wenn wir uns unseren Mitmenschen nicht mitteilen und ihnen sagen, was wir gern hätten, dann wird es für sie schwierig, zu erraten, was uns glücklich machen würde. Kinder haben kein Problem damit, zu sagen, was sie wollen. Sie tragen ihr kleines Herzchen auf der Zunge.

Typisch Kinder

3. Sie akzeptieren kein NEIN und geben nicht klein bei

Für ein Kind beginnt eine Verhandlung beim NEIN. Für einen Erwachsenen bedeutet ein NEIN das Ende der Verhandlung. Sowohl Erwachsene als auch Kinder fürchten das JA, denn das ist das Ende jeder Verhandlung. Von einem klaren JA haben wir im Endeffekt gar nichts und es kann bei uns sogar Frustration auslösen. Denn wir dürfen nicht vergessen: Eine Verhandlung ist ein witziges Spiel des Austausches.

Es kann gut sein, dass ein Kind jeden Tag sehr oft ein NEIN als Antwort zu hören bekommt, doch für das Kind ist nach dem ersten NEIN keine Lösung gefunden. Kinder können uns auf die Palme bringen: sie nörgeln und nörgeln und nörgeln. Und wieso? Weil es funktioniert. So gelingt es ihnen nämlich, nach und nach das Stück Kuchen zu bekommen, das sie möchten, und das wir verneinen. Wir können von Kindern lernen, konsequent unsere Ziele zu verfolgen.

4. Sie sind unglaublich hartnäckig

„Sind wir bald da?“ – „Dauert es noch lange?“ – „Wie lange dauert es noch?“ – „Mir ist langweilig. Sind wir schon da?“

Diese Situation kommt bestimmt jedem von uns bekannt vor. Das Kind bleibt hartnäckig bis zum Ende, ein Erwachsener nicht. Anders als wahrscheinlich vermutet, wissen Kinder ganz genau, dass sie ihren Willen schließlich durchsetzen werden und doch zumindest etwas bekommen, das dem vergleichbar ist, was sie ursprünglich wollten.

Das ist in der Kinderwelt etwas vollkommen Normales und wenn wir Kindern etwas sagen, mit dem sie nicht einverstanden sind, dann fragen sie solange nach dem „Warum?“  oder „Warum nicht?“ , bis sie eine zufriedenstellende Antwort von uns Erwachsenen bekommen.

5. Kinder gewähren nichts, sie tauschen

Das Kind tauschst sein gutes Verhalten gegen das ein, was es haben möchte. Nur sehr wenige Male geben sich Kinder mit etwas zufrieden oder verzichten gar auf das, was sie bekommen wollen. Sie handeln in einer Art und Weise, bei der beide Seiten davon profitieren. Und letztendlich geht es doch bei einer erfolgreichen Verhandlung darum – es geht darum, dass jeder glücklich aus der Verhandlung heraus geht, wie bei einer Verhandlung mit einem Kind. Lasst uns von Kindern lernen.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Sunny studio

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