Sophie Scholl, das junge Mädchen, das sich mit einer weißen Rose Hitler entgegengestellt hat

· 16. September 2016

Schwierigkeiten machen mutige Personen erst zu dem, was sie sind, und der Kampf für die Freiheit ist da keine Ausnahme. So erzählen wir euch heute die Geschichte eines junges Mädchens mit viel Mut: Sophie Scholl. Um sie kennenzulernen, müssen wir ins Hitlerdeutschland reisen, an den Ort und in die Zeit, als ein Mädchen sich dazu entschloss, sich trotz ihrer Angst gegen ihn zu stellen, anstatt die grausame und ungerechte Verfolgung zu ignorieren, von der viele Bürger betroffen waren.

Im Februar 1943 wurde sie wegen Verrats gemeinsam mit einer Gruppe junger Menschen, die in der Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ tätig waren, mit der Guillotine enthauptet. Erstaunlicherweise wurde das Instrument benutzt, welches in der Französischen Revolution allen Feinden der Freiheit das Ende bereiten sollte, um nun einigen ihrer entschlossensten Verfechter das Leben zu nehmen.

„Wenn der Krieg vorbei ist, dann werden ausländische Truppen einmarschieren. Und diese werden auf uns zeigen und sagen, dass wir nichts gegen Hitler getan haben.“
Sophie Scholl

Die Geschichte von Sophie Scholl

„Was ist schon mein Tod, wenn durch uns tausende Menschen aufwachen und zu handeln anfangen“, waren Sophies Worte nur wenige Stunden, bevor sie ermordet wurde. Sie wurde nur 21 Jahre alt.

Trotz der Kontrolle und Abschreckungsmaßnahmen, mit denen das Naziregime jeden bedrohte, der sich seinem Denken zu widersetzen versuchte, tauchten innerhalb Deutschlands kleine Gruppen auf, die keinen Zweifel daran hatten, sich mit geringen Ressourcen und noch geringerer Unterstützung denjenigen entgegenzustellen, die versuchten, ihre Handlungen und auch ihren Verstand zu kontrollieren.

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Sie fassten den Entschluss, dass das Regime vielleicht das Justizwesen, die Bildung, das Gesundheitswesen oder das Militär kontrollieren konnte, aber dass es niemals ihren Willen brechen würde. Es waren nicht ein paar Verrückte – oder vielleicht doch, dafür aber wunderbar Verrückte. Sie wussten, welches Risiko sie eingingen und dass sie mit ihrem eigenen Leben bezahlen müssten, wenn sie entdeckt würden.

1937, nachdem einige ihrer Geschwister und Freunde illegal verhaftet wurden, weil sie Mitglieder der Bündischen Jugend waren, wurde für Sophie zum ersten Mal klar, was für einem makaberen Regime sie ausgesetzt waren. Sie hatte eine klare Berufung: Die Bildung. So nahm sie an der Universität München ein Biologie- und Philosophiestudium auf.

Die Weiße Rose

Jede Widerstandsbewegung hat einen Namen, mit dem sich ihre Mitglieder identifizieren, und unsere Protagonistin schloss sich der Weißen Rose an. Nachdem sie an der Universität einige Gruppen besucht hatte, die dem Nationalsozialismus ideologisch nahestanden, fühlte sie sich von dieser Gruppe angezogen und hatte keinen Zweifel daran, ihre Botschaft über Pamphlete und Wandmalereien verbreiten zu wollen.

Die Gruppe beschränkte sich nicht darauf, in intellektuellen Gesprächskreisen zu diskutieren, sondern sie versuchte, aus dem Untergrund heraus ihre Gedanken einem großen Teil Deutschlands mitzuteilen, wessen Bevölkerung durch ihr Schweigen zu Komplizen der Barbarei wurde, welche von der von Hitler geführten Partei begangen wurde. Obwohl sie nicht direkt bedroht waren, haben Menschen sich dennoch dazu entschlossen, ein Risiko auf sich zunehmen, was sie ganz einfach durch Nichtstun hätten vermeiden können.

Dank ihres Bruders, der zur Gruppe gehörte, begann Sophie die Propagandaverteilung für „Die Weiße Rose“ zu übernehmen. Eine sehr riskante Arbeit, denn wenn man sie mit dem Material erwischt hätte, dann wäre es aussichtslos gewesen, der Anklage des Verrats zu entgehen.

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Sie verteidigte die Freiheit bis zu ihrem letzten Atemzug

Es war der 18. Februar 1943, als Sophie sich dazu entschied, auf die Terrasse ihrer Fakultät zu steigen, um von dort einige Pamphlete hinunterzuwerfen. Es wäre nichts passiert, wenn nicht ein Hörsaaldiener, der der Nazipartei angehörte, sie gesehen und angezeigt hätte.

Erwischt und gefangen genommen, steckte die Gestapo sie mit einer Informantin zusammen in die Zelle. Die Absicht dahinter war keine andere, als durch sie Informationen zu gewinnen, mit denen sie die gesamte Gruppe auseinandernehmen könnten. Jedoch scheiterte die Informantin nicht nur daran, Informationen aus Sophie herauszuholen, sondern sie war auch von ihrer Ideologie so angetan, dass sie sich von dieser überzeugen lies.

Darüber hinaus wurde niemand weder von Sophie noch von einem ihrer Kollegen verraten, trotz der Folter, der sie ausgesetzt waren und der Strafminderung, die ihnen angeboten wurde. Noch heute dient „Die Weiße Rose“ als ein Symbol der Freiheit und viele Schulen, Straßen, Parks oder Plätze tragen den Namen der Geschwister Scholl.

 

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