Solomon Asch: Einer der Pioniere der Sozialpsychologie

· 10. März 2019

Viele Experten betrachten Solomon Elliot Asch als einen der Pioniere der Sozialpsychologie. In diesem Artikel wollen wir über sein Leben und seine Beiträge zur Wissenschaft sprechen.

Er wurde 1907 in Warschau, Polen, geboren. Als Asch 13 Jahre alt war, zog seine Familie nach New York, in die USA. Dort beendete der junge Mann 1932 sein Studium und promovierte. Mit der Zeit wurde er für seine ursprünglichen sozialpsychologischen Experimente bekannt. Er hat insbesondere versucht, zu zeigen, welchen Einfluss andere Menschen auf das Verhalten einer Person haben können.

Während seines Studiums an der Columbia University (New York, USA) war Asch der Student von Max Wertheimer. Dieser Experte für Gestaltpsychologie hat ihn wirklich stark beeinflusst. Er half ihm nämlich dabei, sich für die Phänomene Wahrnehmung, Gedanken und Assoziation zu interessieren.

Die meisten sozialen Handlungen müssen in ihrem Umfeld verstanden werden und verlieren ihren Sinn, wenn sie isoliert sind. Kein Fehler beim Nachdenken über soziale Fakten ist schwerwiegender als das Versäumnis, ihren Platz und ihre Funktion zu erkennen.“

Solomon Asch

Solomon Aschs intellektuelle Entwicklung

Solomon Asch arbeitete 19 Jahre als Psychologieprofessor am Swarthmore College (Pennsylvania, USA). Während seiner Zeit an der Institution knüpfte er eine enge Beziehung zu Wolfgang Kohler, den er immer bewunderte. Seine Theorien weckten sein Interesse an der Forschung. Darüber hinaus dienten sie als Grundlage für seine Experimente. Asch wurde durch seine Experimente und sein Buch zur Sozialpsychologie, das er 1952 veröffentlichte, weltweit bekannt.

Er revolutionierte die Studien des menschlichen Geistes. Ebenso arbeitete er am Massachusetts Institute of Technology (Massachusetts, USA) und der University of Pennsylvania (Pennsylvania). Außerdem hatte er eine kurze Zeit an der Harvard University (Massachusetts), wo er die Doktorarbeit des berühmten und umstrittenen Stanley Milgram betreute.

Solomon Asch als Pionier der Sozialpsychologie revolutionierte das Studium des menschlichen Geistes

Die Asch-Konformitätsexperimente

Im Jahr 1951 führte Solomon Asch eine Reihe von Experimenten durch, die als Asch-Konformitätsexperimente bekannt werden sollten. Ihr Hauptzweck bestand darin, zu beweisen, dass der Mensch der Gruppe nachgibt

Eines seiner Experimente sah so aus: Es wurde eine Gruppe von sieben bis neun Studenten gebildet. Alle bis auf einen waren Komplizen des Forschers. Der Forscher stellte den Studenten zwei Linien vor. Dann bat er die Studenten, auf die längere Linie zu zeigen. Die richtige Antwort lag auf der Hand. Die Komplizen begannen jedoch, die falsche Option zu wählen. Dies übte einen immensen Druck auf den Nicht-Komplizen aus. Folglich ging dieser auf die Aussage der anderen ein und entschied sich gegen die Logik, die ihm eigentlich eine andere Antwort hätte vorschreiben müssen.

Asch zeigte, dass viele der Versuchspersonen den Antworten der Mehrheit zustimmten, auch wenn sie offensichtlich falsch waren. Asch fragte sich, ob die Probanden, die der „Mob-Mentalität“ nachgaben, dies taten, weil sie wirklich von ihren Antworten überzeugt waren. Die Antwort auf diese Frage lautete Nein. Er entdeckte, dass die Zahl der Menschen, die der Antwort der Mehrheit nachgingen, erheblich abnahm, als sie ihre Entscheidung anonym abgeben durften. Der Einfluss wirkte sich also auf das Gewissen des Einzelnen aus und nicht auf dessen Urteil.

Weitere Aspekte der Asch-Konformitätsexperimente

Zur Ergänzung des Hauptversuchs führte Solomon Asch einige weitere Variationen ein. Eine davon war zum Beispiel, dass er der Gruppe einen Probanden (ebenfalls einen Komplizen) vorstellte, der den Konsens der Mehrheit gebrochen hatte. Asch stellte fest, dass die Anwesenheit dieser Person, die mit dem Konsens nicht einverstanden war, die Anzahl der Versuchspersonen, die sich der falschen Meinung der Mehrheit anschlossen, drastisch reduzierte.

Asch-Konformitätsexperiment

Auch wenn Aschs Experimente durchaus kritisiert wurden, eröffneten sie eine andere und originelle Perspektive darauf, wie eine Gruppe uns beeinflussen und konditionieren kann. In der Tat halten ihn viele für einen der wichtigsten Psychologen der Geschichte.