Solange dich die Angst kontrolliert, wirst du niemals glücklich sein

· 8. Juli 2017

Wir verbringen eine Menge Zeit damit, darüber zu fantasieren, glücklicher zu sein. Trotzdem nehmen wir kaum Veränderungen vor, die nötig sind, um wahres Glück zu erreichen. Der machtvolle Grund dahinter ist dieser: Angst. Was wäre, wenn uns das, was wir tun, nicht dabei hilft, glücklicher zu werden, oder noch schlechter, wenn es das zerstört, was wir jetzt haben?

Die Angst vor Enttäuschung, vor Veränderungen, davor, das zu verlieren, was wir haben, egal wie klein es auch sein mag, fungiert als eine Art Wall, der es uns nicht ermöglicht, glücklich zu sein. Sie kreiert Frustration, was uns die gegenwärtige Situation in einem ziemlich ungünstigen Licht wahrnehmen lässt. Das ist beinahe ironisch, findest du nicht auch?

„Es gibt nur eine Sache, die einen Traum unerreichbar macht: die Angst vorm Scheitern.“

Paulo Coelho

Überwinde die Angst, die dich zurückhält

Viele Menschen schaffen Routinen und auch, wenn diese ihnen ein schlechtes Gefühl geben, ziehen sie die scheinbare Sicherheit dessen vor, dass sie ihr Leben unter Kontrolle hätten. Und so verkleiden sie Panik als Faulheit oder Bequemlichkeit. Und sie beschweren sich über ihr Leben, als ob andere es führen würden. Aber damit irren sie sich.

Diese irrige Annahme von Sicherheit entsteht aus der Angst davor, die Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass wir sie tun müssten, um uns besser zu fühlen, um glücklich zu werden. Aber die Angst davor, sie nicht umsetzen zu können, oder das Gefühl, nicht bereit zu sein, gar die Idee, dass Glückl nur eine Illusion sei… all das hält uns zurück.

Diese Angst versetzt uns ins Nichtstun, verleitet uns dazu, darüber nachzudenken, was wir tun und erreichen könnten, ohne wirklich aktiv zu werden. Aber das führt nur dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen.

„Nichtstun führt zu Zweifel und Angst. Taten führen zu Zuversicht und Mut. Wenn du die Angst besiegen willst, dann schließe dich nicht ein, um darüber nachzudenken. Geh nach draußen und fange an, an deinem Leben zu arbeiten.“

Dale Carnegie

Schritte, um die Angst zu überwinden, die uns vom Glück abhält

Um ein besseres Leben zu haben, ist es notwendig, die Angst zu überwinden, die dich zurückhält. Du musst die Frustration zurücklassen und dir selbst ein bisschen mehr vertrauen. Du hast das Potenzial, glücklich zu sein, aber du musst die Grenzen überschreiten, die du dir selbst gesetzt hast.

1. Definiere, was Glück für dich bedeutet

Wir lesen viel darüber, was Glück ist und wie wir es erreichen können. Was wir lesen, ist aber oft widersprüchlich. Häufig werden beschriebene Kriterien für das Glück des Menschen aus Konsum, Marketing und Werbung und anderen Sichtweisen auf das Leben heraus geboren, die nicht unsere eigenen Sinn.

Was ist also Glück? Es ist etwas, das jeder von uns für sich, basierend auf seiner Selbstkenntnis und den eigenen Werten definieren muss. Tatsächlich ist die Angst davor, glücklich zu sein, oft eine Angst davor, aus der Mulde zu treten, die uns unsere Umgebung und die Gesellschaft vorbereitet haben.

Wenn du dich gefangen fühlst, dann solltest du überlegen, ob das Glück, nach dem du suchst, wirklich das ist, was du willst. Ansonsten könnte es einfach nur das sein, was du wollen sollst. Wenn du dir persönliche Ziele in Bezug auf dein Glück setzt, wirst du sehen, dass es leichter wird, die Schritte zu tun, die nötig sind, um sie zu erreichen.

2. Überzeuge dich davon, dass du es verdienst, glücklich zu sein

Du bist nicht auf diese Welt gekommen, um zu leiden. Du verdienst es, glücklich zu sein. Aber zu sagen, dass wir Glück verdienen, ist eine Sache, und es zu glauben, eine komplett andere. Vielleicht lassen dich deine Kindheitserfahrungen oder Erinnerungen an vergangenen Beziehungen glauben, dass es schwer für dich ist, dein Glück zu finden, gar dass du es nicht verdienst, dich glücklich zu fühlen.

Fehlendes Selbstvertrauen kann von traumatischen oder negativen Erfahrungen stammen, die zu einem Hindernis werden, wenn es darum geht, deine Träume zu verfolgen. Aber die Vergangenheit ist die Vergangenheit. Vor dir liegen immer noch eine Menge Möglichkeiten. Die Angst davor, dass etwas Ähnliches passieren könnte, sollte dich nicht paralysieren. Stattdessen sollte sie dir Kraft geben. Am Ende werden dir in harten Zeiten gelernte Lektionen dabei helfen, in Zukunft die wunderbaren Details des Lebens mehr zu genießen.

3. Mache dein Glück zu deiner Priorität

Wir sind oft dazu bereit, die Bedürfnisse anderer vor unsere eigenen zu stellen und unser Glück auf den Rücksitz zu setzen. Um allerdings die nötige Energie zu besitzen, um sich um andere zu kümmern, solltest du dein eigenes Glück zu deiner Priorität machen. Deshalb musst du Mittel und Wege finden, um ein Gleichgewicht zu schaffen, in dem du dich auf deine eigenen Ziele konzentrieren kannst.

Auch sollten wir gesunde Grenzen setzen, was unsere Mitmenschen und unser Leben angeht. Wenn dich jemand kritisiert oder versucht, dich schlecht fühlen zu lassen, weil du an dich selbst denkst, dann mach dir keine Sorgen und fühle dich nicht schuldig.

Nur der, der sich selbst liebt, kann auch andere lieben.

4. Bereite deinen Weg vor

Angst davor, auf dem Weg anhalten zu müssen, ist ganz natürlich, besonders dann, wenn du ziellos und unwissend umherwanderst. Um dich auf deiner Reise zuversichtlicher zu fühlen, musst du sie planen. So beendest du die Unsicherheit, während du deine Zielstrebigkeit gleichzeitig bestärkst.

Denke gut darüber nach, welche Hindernisse es gibt und welche auftauchen könnten, wie du sie angehen kannst und wie du bevorstehende Probleme bewältigst. Vergiss auch nicht, dass Veränderung immer Opfer verlangt. Denke über die Vorteile nach, die es hat, auf bestimmte Dinge oder Gewohnheiten zu verzichten, und darüber, wie du mit den Schwierigkeiten, die daraus entstehen, umgehen wirst.

5. Glaube an dich selbst

Wenn eine Veränderung bevorsteht, sind wir oft von der Vorstellung gelähmt, dass wir nicht zu dem fähig seien, was nötig ist. Die Idee, dass wir nicht erfolgreich sein könnten, ist das Resultat innerer (und äußerer) Kritik, und sie bringt uns zurück zum Ausgangspunkt.

Aber das ist okay. Das ist normal. Wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen, dann hatten wir alle schon einmal Angst und Zweifel. Es ist an der Zeit, mit Zuversicht zu antworten. Wenn du darauf aus bist, etwas zu erreichen, dann bist du schon sehr weit gekommen. Denke daran, du musst etwas aufgeben, um weiterzukommen. Ängste aufzugeben ist Teil des Plans.

Wenn du überzeugt bist, dass du glücklicher sein könntest, dann kannst du glücklicher sein. Du musst einfach nur glauben, an diese Tatsache und an dich selbst.