Sie haben mich verrückt genannt, weil ich träume, während ich wach bin

· 21. Juni 2016

Zu träumen, während wir wach sind, ist, sich eine Welt vorzustellen, die wir weder sehen noch anfassen können, aber eine, die wir so erschaffen können, wie wir wollen. Wir sind nicht verrückt, weil wir träumen. Verrückt ist es, niemals zu träumen, und von der Angst paralysiert und somit unfähig zu sein, das zu erreichen, wovon wir träumen.

Oft sagen uns andere Menschen, dass wir nicht träumen sollen. Sie sagen uns, dass wir ins echte Leben zurückkommen sollen, und das Leben so sehen sollen, wie es wirklich ist. Aber unsere Träume sind eine Skizze dessen, was wir tun wollen, und sie können uns dabei helfen, über die ersten Schritte auf unserem Weg nachzudenken.

„Wir sind aus dem gleichen Material gemacht wie Träume. Unser kleines Leben ist von Träumen umgeben.“

William Shakespeare

Träumen kostet nichts

Unser Geist ist dazu fähig, sich fantastische Welten vorzustellen, mögliche und unmögliche Situationen, Millionen von Farben und unendliche Möglichkeiten. Durch Träume können wir eine Brücke zwischen dem, was nicht existiert, und dem, was noch entstehen könnte, errichten.

Drachen

Andere Leute mögen denken, dass Träume ein Zeichen dafür sind, dass wir in einer unrealistischen Welt verloren sind, aus der wir nicht mehr zurückkehren können. Wenn wir aber nicht träumen, verpassen wir große Möglichkeiten, die wir haben könnten, um neue Realitäten zu erschaffen.

Es stimmt, dass es einen Punkt gibt, an dem man sich überlegen muss, ob das, wovon man träumt, tatsächlich Wirklichkeit werden könnte. Der Trick ist, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, und unsere Träume durch eine Art Filter zu führen, der sortiert, was tatsächlich möglich und was unmöglich ist. Träume haben keine Grenzen, aber die Realität hat welche.

Wenn wir träumen, während wir wach sind, ist das Beste, was man tun kann, zu wissen, was man tut. Wir müssen diese wundervollen, verrückten Ideen festhalten, und uns fragen, ob wir sie tatsächlich verwirklichen können, oder ob sie Teil unserer Traumwelt bleiben müssen. Wir müssen für die Träume kämpfen, die realistisch und erreichbar sind. Und die Träume, die für immer Träume bleiben müssen… die können wir durch eine Form von Kunst ausdrücken.

„Ich bin tatsächlich ein praktischer Träumer, meine Träume sind nicht nur heiße Luft. Was ich will, ist, meine Träume Wirklichkeit werden lassen.“

Mahatma Gandhi

Träume erschaffen Wirklichkeit

Ohne Träumer hätte es große Werke der Kunst und der Gesellschaft niemals gegeben. Vielleicht kommen alle wundervollen Ideen von Träumen und der Frage danach, was möglich ist. Träumen kann die Welt verändern. Ohne die Fähigkeit zu träumen, wäre es uns unmöglich gewesen, in sozialen Kämpfen, Wissenschaft, Kunst, und menschlichen Beziehungen so weit zu kommen. Ohne Träume würden wir uns immer nur auf das beschränken, was wir sehen, und eine einzige Realität als die einzig mögliche Option betrachten.

Ausblick

Man sagt Träume sind Träume. Allerdings ist die Wahrheit, dass es uns diese Abstraktionen der wirklichen Welt erlauben, die Realität aus einer anderen Perspektive zu sehen, und, noch besser, sogar neue Perspektiven zu erschaffen. Wir können von einem besseren Morgen träumen, und das kann sein, was immer wir wollen.

„Vor über dreißig Jahren hat ein nordamerikanischer Soziologe mal gesagt, dass Propaganda ein hervorragender Verkäufer von Träumen ist, aber am Ende will ich mir nicht die Träume anderer verkaufen lassen, wenn sie schlichtweg meine eigenen nicht erfüllen können.“

Mario Benedetti

Träume sind Träume

Auf der anderen Seite ist es möglich, dass wir ganz versessen darauf werden, unsere Träume wahr werden zu lassen, zu jedem Preis, und das kann dazu führen, dass wir unglücklich werden. Es gibt realistische Träume, und es gibt andere, die einfach nur Fantasien sind.

Wir müssen es auch vermeiden, in die Falle zu tappen, und zu glauben, das unseren Träumen zu folgen der einzige Weg zum Glücklichsein ist. Es gibt Fälle, da ist ein ruhiges und einfaches Leben in guter Gesellschaft genug, um ein komplettes und glückliches Leben zu führen. Uns unsere Träume erfüllen zu wollen ist eine persönliche Wahl, keine Verpflichtung.

Manchmal sagt man, dass das Glück in den kleinen Dingen liegt, und vielleicht stimmt das auch. Man sagt allerdings auch, dass man sich damit nicht zufrieden geben sollte. Träume sind einzigartig, so wie jede und jeder von uns.

Wenn du dich dazu entschlossen hast, dich auf den Weg zu machen, dir einen realistischen Traum zu erfüllen, dann muss dir bewusst sein, dass das nicht ohne eine Menge Arbeit und in Abhängigkeit von anderen Leuten möglich ist. Ein Traum kann nicht über Nacht wahr werden. Es braucht Schweiß, Zielstrebigkeit, und harte Arbeit.