Setze auf Optimismus

· 22. März 2016

Im Laufe unseres Lebens werden wir mit einer Vielzahl von unglücklichen Ereignissen und negativen Umständen konfrontiert, die uns jeden Tag auf die Probe stellen: der Tod eines geliebten Menschen, der Verlust des Arbeitsplatzes, das Ende einer Beziehung, Unbehagen. Aber es ist wichtig, dass wir lernen, die positiven Seiten des Lebens zu sehen, weil es sie doch immer gibt und wir immer etwas lernen können.

Was ist Optimismus eigentlich?

Optimismus ist die Fähigkeit, die positive Seite an etwas zu sehen. Er ist eine Frage des Charakters.

Es gibt Menschen, die dem Unglück trotzen und weiter nach vorn schauen, weil sie eine positive Lebenseinstellung haben und versuchen, das Gute an dieser Situation zu sehen.

Das Wort „Optimismus“ ist vom lateinischen Wort „optimun“ abgeleitet, was „das Beste“ bedeutet.

„Wir können die Situation nicht ändern? Wenn es nicht in deiner Hand liegt, eine Situation zu ändern, die bei dir Schmerzen verursacht, kannst du doch immer die Einstellung ändern, mit der du dem Leid gegenüberstehst.“

Viktor Frankl

Tuer der Moeglichkeiten

Können wir Optimismus erlernen?

Der Psychologe Martin Seligman, Direktor der Abteilung für Psychologie an der Universität von Pennsylvania (Pennsylvania,  USA), ist Schöpfer der positiven Psychologie und bestätigt: „Optimist zu sein, bedeutet, sich zu bemühen, Lösungen, Vorteile und Möglichkeiten für jegliche Probleme zu finden, die uns auf unserem Lebensweg begegnen.“

Daher erfordert ein optimistisches Denken große Bemühungen und eine enorme Willenskraft, es ist ein Lernprozess. Das soll heißen, dass ein Mensch lernen kann, optimistisch durchs Leben zu gehen und stets das Gute im Schlechten zu sehen. Und dafür möchte ich dir gern im Folgenden ein paar einfach umzusetzende Ratschläge geben:

Liebe dich

Mach dich nicht selbst klein. Liebe deine Schwächen und deine Stärken. Niemand ist perfekt, und wenn wir es wären, wären wir keine Menschen.

Verwöhne dich jeden Tag, ernähre dich gesund, treibe Sport, halte dein Gehirn fit, indem du die liest, schreibst und lernst.

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist notwendig, um das Leben positiv betrachten zu können.

Suche die Bestätigung nicht bei anderen

Manchmal frustriert es uns sehr, dass unsere Freunde oder Familienmitglieder uns nicht so akzeptieren, wie wir sind oder dass sie unsere Entscheidungen, die wir treffen, nicht nachvollziehen können. Doch wir dürfen nicht zulassen, dass uns das herunterzieht.

Es ist wichtig, nach vorn zu schauen, unserer Intuition zu folgen, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, damit wir uns gut fühlen.

Lerne, nein zu sagen

Wie oft hast du schon „ja“ gesagt, obwohl du eigentlich „nein“ sagen wolltest? „Nein“ zu sagen, ist wichtig und hat sogar manchmal therapeutische Effekt. Du solltest nichts tun, was du nicht willst, denn niemand wird es für dich tun.

Wir sollten keine Angst vor negativen Konsequenzen haben, weil diese Angst uns regelrecht paralysiert und wir dann das Gefühl haben, dass wir nicht wir selbst sind.

Lerne aus deinen Niederlagen

Im Laufe unseres Lebens irren wir uns oft und müssen viele Niederlagen wegstecken, aber wir lernen auch immer etwas aus ihnen. Es ist wichtig, das Positive in jeder Niederlage zu erkennen.

„Manchmal gewinnt man und manchmal lernt man.“

Robert Kiyosaky

Versuche, in jedem schlechten Moment das Gute zu sehen

Wenn dich dein Partner verlassen hat, war er vielleicht nicht die richtige Person an deiner Seite. Vielleicht sollte er aus deinem Leben verschwinden, damit eine andere Person in dein Leben treten kann oder du einfach deine Einsamkeit genießen kannst.

Wenn du deinen Arbeitsplatz verloren hast, gibt es eventuell einen besseren für dich, der nur auf dich wartet oder du kannst nun diese Zeit nutzen, um dich weiterzubilden.

Es liegt an dir, wie du dein Leben siehst.

Denke nicht nur, sondern handle auch

Es reicht nicht, nur positiv zu denken. Positive Gedanken müssen auch in die Tat umgesetzt und unsere Realität muss neu, aus einer positiven und fröhlichen Sichtweise, erschaffen werden.

Verstehe deine Gefühle

Wir müssen verstehen, wieso wir uns in gewissen Situationen schuldig oder traurig fühlen und müssen diese Gefühle deuten können, um sie zu verstehen und zu kontrollieren.

Blaue Augen

Das Positive am Optimismus

Wir führen ein gesünderes Leben

Optimistisch denkende Menschen werden weniger krank und werden auch schneller wieder gesund. Das ist wahrscheinlich so, weil ihre positive Lebenseinstellung dazu führt, dass ihr Immunsystem die benötigten Botenstoffe produziert, um schneller gegen Pathogene anzukämpfen.

Wir sind weniger gestresst

Ein Optimist empfindet weniger Stress als ein Pessimist. Optimisten glauben an sich selbst, an ihre Qualitäten, ihre Erfolge, sie kennen ihre Schwächen und sich selbst, sie lernen aus ihren Fehlern und sind dazu in der Lage, immer das Positive zu sehen.

Optimismus verbessert unsere Beziehungen

Ein Optimist hat eine bessere Beziehung zu seiner Familie, zu seinem Partner, zu seinen Arbeitskollegen, weil er gelernt hat, Bindungen einzugehen und von jeder Person etwas zu lernen, um die positiven Aspekte jedes einzelnen zu erkennen.

Der Gründers der Liga der pragmatischen Optimisten, Mark Stevenson, sagt:

„Es geht nicht darum, zu sagen, dass alles gut werden wird, sondern zu sagen, dass es besser sein kann. Doch das müssen wir erst einmal schaffen.“