Denkmuster, die Stress und Beklemmung hervorrufen

· 2. November 2015

Stress ist etwas, das uns allen droht. Verschiedene Begebenheiten und Konflikte in unserem Leben können bei einer Person Stress hervorrufen. Und wenn sich diese Begebenheiten und Konflikte häufen, können sogar ernsthafte, psychische Erkrankungen auftreten. Die Erinnerung, die Bilder von dieses Ereignissen, dringen in das Leben der Person ein und verursachen Schmerz und Leiden.

Auch wenn die Person diese erträgt, sobald sie sich an die Bilder erinnert, können Situationen der Anspannung entstehen, die Stress und Beklemmung fördern. Diese Bilder sind innere Auslöser, die Stress hervorrufen, auch in Abwesenheit realer Stressfaktoren.

Es ist wichtig sich dieser alltäglichen Fallen, die Stress verursachen können, bewusst zu sein.

Deshalb werden wir uns einmal die am häufigsten auftretenden kognitiven Verzerrungen, die Stress verursachen, ansehen. Man muss sich ihrer bewusst sein, um Denkmuster zu vermeiden, die zu ihnen führen.

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Kognitive Verzerrungen, die Stress und Beklemmung verursachen

1- Dass du etwas denkst, bedeutet nicht, dass es real ist

Wir lassen uns zu dem Glauben verleiten, dass manche unserer Gedankengänge real sind, weil sie so stark sind, weil andere sie akzeptieren oder weil wir sie sehr oft wiederholt haben. In Wirklichkeit sind Gedanken jedoch nur Gedanken und repräsentieren nicht zwingend etwas Reales. 

Es gibt ein Element der subjektiven Bewertung, das in solchen Situationen aktiviert wird, in denen eine Person die Wirklichkeit verzerrt und sich im Zusammenhang mit dem Ereignis Szenarien aller Art vorstellt. Auf diese Weise kann die Wahrnehmung verantwortlich sein für Gefühle der Angst oder Unsicherheit, die eine Person erfährt. Deshalb ist es absolut notwendig, die Wirklichkeit zu überprüfen, bevor wir Schlüsse ziehen und Vermutungen anstellen.

2- Werturteil vor subjektiven Annahmen

Wenn eine Person anfängt, zu glauben, dass alle Gedanken wahr sind, nur weil unsere Vorstellung uns sie so zeigt, haben wir es mit verzerrten Gedanken zu tun. Diese irrationale Form von Gedanken tritt auf, weil sich Menschen Meinungen bilden und Werturteile zu Personen, Situationen und Ereignissen fällen müssen.

Einmal mehr kann subjektive Bewertung die Wirklichkeit verzerren. Wenn du deine Schlüsse ausschließlich in dem, was du denkst, begründest, gerätst du in die Falle dieser Art von Verzerrungen. Manchmal kreuzen Gedanken aufs Geratewohl unseren Verstand und streuen Samen der Irrationalität.

3- Nicht alle Gedanken sind gleich wichtig

Wenn wir anfangen, zu glauben, dass alle unsere Gedanken gleich wichtig sind, begehen wir einen Fehler. Manche Gedanken repräsentieren einzig unsere Meinung und sind das Ergebnis einer besonderen Evaluierung. Manche von sind wichtig, aber andere eher irrelevant.

Allerdings unterscheiden wir normalerweise nicht zwischen wichtigen und irrelevanten Gedanken und ziehen Schlüsse, die zu Stress führen. Wir müssen uns der Gedanken, die übertrieben sind, und derer, die generalisierbar sind, bewusst werden.

4- Bedrohliche Gedanken

Manchmal sehen wir in jeder Situation eine Bedrohung und fangen an, an jeden einzelnen Gedanken, der unseren Verstand kreuzt, zu glauben. Nicht alle Gedanken sind real; manche von ihnen rufen unnötige Bedrohungen hervor, die unbrauchbare Gedanken sind.

Die Person, die solche Gedanken hat, tendiert jedoch dazu, ihnen Glauben zu schenken und fühlt sich deshalb bedroht und gestresst. Wir müssen, was diese Tendenz angeht, sehr vorsichtig sein und dürfen nicht jedem Gedanken in unserem Kopf nachgeben.

5- In einem negativen Denkmuster hängen bleiben

Manchmal bleiben wir in einem negativen Denkmuster hängen, das beständig, allgegenwärtig und sehr individuell ist.

Diese Fallen können extremen Stress in einer Person hervorrufen, die glaubt, dass dieses Muster für immer bestehen bleiben wird (permanente Distorsion, Dysthymie). In Wirklichkeit jedoch verbleiben sehr wenige Stressfaktoren für immer.

6- Verallgemeinerung der Stresszustände

Wenn eine Person glaubt, dass sich ihre Stresszustände generalisieren und sich auf alle Bereiche ihres Lebens auswirken, begeht sie einen Fehler und muss ihre Art und Weise zu Denken neu abstecken.

Pessimistische Personen tendieren dazu, diese Art des Fehlers der übertriebenen Verallgemeinerung zu begehen und fangen an zu glauben, dass der Stress, der sich auf einen Teilbereich ihres Lebens auswirkt, es früher oder später komplett einnehmen wird. In Wirklichkeit stimmt dies aber nicht.

Die Gedanken beeinflussen, um mit Stress fertig zu werden

Es ist möglich den Stress auf eine sehr effektive Art zu bekämpfen, wenn wir versuchen, ihn durch die Kontrolle unserer Gedanken zu beeinflussen und uns nicht von jedem Gedanken einnehmen zu lassen, der unseren Verstand in einer stressigen Situation kreuzt.

Behalte dies im Kopf, um deine Schlüsse nicht zu verzerren und deine Gedanken mit gesunden und funktionalen Mustern neu zu konzipieren.