Was tun mit Problemen, die keine Lösung haben?

· 5. November 2015

Per Definition ist ein Problem eine Situation oder eine Sache, die von einer Lösung abhängig ist.

Da wir davon ausgehen, dass jedes Problem auch eine Lösung hat, müssen wir uns nur an die Arbeit machen und diese finden, was jedoch nicht immer einfach ist. Immerhin kann das Wissen, dass es eine solche Lösung gibt, uns sehr dabei helfen, die Suche nicht aufzugeben.

Und wenn es doch keine Lösung gibt?

Wenn eine Situation oder eine Sache keine Lösung hat, ist es, per Definition, kein Problem, sondern ein etwas unglückliches Stück Realität. Das Leben überrascht uns eben oft mit unerwarteten Situationen, die nicht nach einer Lösungssuche verlangen, sondern die man schlicht und einfach akzeptieren muss, da das Leben nun mal so ist, wie es ist und wir lernen müssen, mit solchen Situationen zu leben, sie zu überwinden.

Wie viele Lösungen gibt es?

Wenn wir mit einem Problem konfrontiert sind, dass nach einer Lösung verlangt, müssen wir kreativ werden. Es können eine Million mögliche Lösungen existieren, die wir uns nur vorstellen müssen und dann kombinieren können.

Um die richtige Lösung zu finden, sollten wir offen und sehr kreativ auf unserer Suche sein, um auch solche Optionen aufzudecken, die wir uns zuvor nicht hätten vorstellen können. Auch wenn wir nicht die perfekte Lösung finden, existieren mit Sicherheit andere Möglichkeiten, die auf angebrachte Weise unser Problem lösen.

nachdenken

Es gibt Probleme, die sehr festgefahren sind und die uns wie unser eigener Schatten verfolgen… ein Schatten, von dem wir nicht wissen, wie wir ihn loswerden sollen, als wäre er der Regen an stürmischen Tagen.

Wie findet man die bestmögliche Lösung?

Wenn uns ein Problem beschäftigt und ständig verfolgt, verhindert dies, dass wir über es hinweg schauen können, um seine Lösung oder eine bessere Lösung zu finden.

Es ist so, als ob wir vor unseren Augen einen Schleier tragen, der verhindert, weiter in die Ferne zu schauen und uns auch das Denken und Treffen von Entscheidungen schwer macht.

Um die beste Lösung finden zu können, ist es nötig, einen Abstand zu dem Problem herzustellen, das Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten, das heißt, es auf eine andere Weise zu betrachten, als wir es gewohnt sind.

Dafür müssen wir unsere Kreativität steigern, offen und aufnahmefähig sein, um unsere Situation neu denken zu können, was uns neue Möglichkeiten und neue Horizonte eröffnet, um so die bestmögliche Lösung finden zu können.

Wie kann man von dem Problem Abstand nehmen?

Um von etwas Abstand zu nehmen, ist es wichtig, unsere Gedanken zu öffnen, festgefahrene Denkmuster zu verlassen und das Problem zu relativieren. Indem wir uns klar machen, dass eine Lösung existiert, bewahren wir die nötige Ruhe und emotionale Ausgeglichenheit.

Verschiedene Formen, um Distanz herzustellen

1. Verwende Visualisierungstechniken, die es ermöglichen, sich das Problem so vorzustellen, als würde es vor uns liegen und nicht auf uns lasten. Dies erreicht, dass wir uns nicht mehr so stark unter Druck gesetzt fühlen, sondern stattdessen mehr die Verantwortung wahrnehmen, es zu lösen. Zusätzliche Sicherheit gibt uns die Erkenntnis, dass es eine Lösung für das Problem geben muss. Da wir uns dank dieser Sichtweise das Problem auf andere Art und Weise vorstellen können, bringen wir uns auch in die Lage, kreative Lösungen zu finden.

2. Eine weitere Möglichkeit ist es, einfach drauf los zu schreiben, Ideen fließen zu lassen, ohne nachzudenken, sondern einfach wild alle möglichen Lösungen aufzuschreiben, die uns in den Kopf kommen. Dies kann uns helfen, Zeichen dafür zu finden, in welcher Richtung sich unser Lösungsweg befinden könnte. Nach dem Schreiben können wir alles erneut durchlesen und die Optionen betrachten, sie gegeneinander abwägen, bewerten und genau nachdenken, ob sie allein oder in Kombination die beste Lösung des Problems sein könnten.

3. Um unsere Kreativität zu steigern, ist es sehr sinnvoll, sich zu informieren oder Ratschläge und Erfahrungen anderer Personen, die durch eine ähnliche Situation gegangen sind, zu lesen oder zu hören. Dies kann eine Orientierungshilfe sein, die uns bei unserer eigenen Suche unterstützt.

4. Reisen, aus der Routine ausbrechen, physische Distanz aufbauen. Manchmal hilft physische Distanz dabei, emotionale Distanz zu dem Problem aufzubauen. Es kann helfen, sich von unserer täglichen Routine und Problemen örtlich zu entfernen, wenn wir die Möglichkeit haben, so eine psychologische Distanz zu dem Problem aufzubauen. Dies funktioniert nicht, wenn wir das Problem mit uns schleppen, auch wenn wir uns räumlich davon entfernt haben.
Wenn wir jedoch in der Lage sind, das Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die räumliche Distanz es möglich macht, mit allem für einen Zeitraum zu brechen, dann können wir auch von der Situation Abstand nehmen, die uns Sorgen bereitet und deren ständige Präsenz uns daran hindert, mögliche Lösungen zu sehen.