Maria Montessori: Die Welt mit Freude entdecken!

Maria Montessori betrachtete das Kind von Geburt an als eigenständige Person. Ihr Anliegen war es, Kinder glücklich und selbstständig zu erziehen.
Maria Montessori: Die Welt mit Freude entdecken!

Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2021

Die Pädagogin Maria Montessori entwickelte Methoden, die es Kindern ermöglichen, die bunte Welt der Farben und Klänge mit Freude wahrzunehmen und zu interpretieren. Es handelt sich um einen Lernprozess, bei dem Kinder Unterstützung benötigen, um die komplexe Welt zu verstehen, Vertrauen zu entwickeln und zu Architekten ihres eigenen Lernens zu werden.

Maria Montessori betrachtete das Kind von Geburt an als eigenständige Person. Sie entwickelte eine Methode, um Kinder glücklich und selbstständig zu erziehen.

Maria Montessori und ihre Methode

Die italienische Pädagogin und Philosophin Maria Montessori lebte im frühen 20. Jahrhundert, war ihrer Zeit jedoch in Erziehungsfragen weit voraus. Sie setzte sich für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern durch die kontinuierliche Anregung ihrer Sinne, Gefühle und Erfahrungen ein. Die Kinder selbst spielen in ihrer Methodik die Hauptakteure und werden befähigt, durch “spontane” Entdeckungen Autonomie und Freiheit unter der Anleitung und Aufsicht Erwachsener zu erlangen.

Diese Methode kommt nicht nur an Schulen zum Einsatz, sondern ist auch im Alltag zu Hause wertvoll, um Kinder in Freude, Glück und Freiheit zu erziehen. Erfahre mehr darüber!

Erziehe in Freiheit, erziehe in Liebe

Maria Montessori und ihre Methode

Im Alter zwischen 0 und 11 Jahren erleben Kinder ihr größtes Entwicklungspotential, wobei die Zeit bis zum 6. Lebensalter besonders intensiv ist. Maria Montessori bezeichnete diese Abschnitte als sensible Perioden, in der die Plastizität in der neuremotionalen Entwicklung besonders ausgeprägt ist.

Jede Entdeckung eines Kindes ist eine persönliche Leistung. Es gibt kein größeres Glück, als sich sicher und glücklich zu fühlen, um mit Freude auf diesem Weg des täglichen Lernens voranzuschreiten.

Eltern haben oft Angst, ihren Kindern “Freiheit” zu geben. Doch diese Idee muss relativiert werden. Deswegen laden wir dich heute ein, die Methode von Maria Montessori etwas tiefer zu ergründen, um sie besser zu verstehen und den unbestreitbaren Wert der emotionalen Erziehung zu erkennen.

Maria Montessori: Bring mir bei, es selbst zu tun!

Kindern Freiheit zu geben, bedeutet nicht, sich nicht um sie zu kümmern oder ihnen absolute Autonomie zu geben. Es geht um folgende Prinzipien:

  • Kinder benötigen eine Anleitung, um zu lernen. Danach müssen sie selbst aktiv werden, um den Lernprozess zu vollziehen.
  • Wenn du dies nicht zulässt und deinem Kind die täglichen Aufgaben und Verpflichtungen abnimmst, wird es nicht in der Lage sein, selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Es wird ängstlich oder abhängig, wenn die Kontrolle oder Überwachung den Rahmen sprengt.
  • Biete deinem Kind täglich Unterstützung an, zeige ihm, dass es alleine zu vielen Dingen fähig ist und schenke ihm dein Vertrauen. Es muss wissen, dass du es liebst, denn dies gibt ihm Sicherheit.

Positive Verstärkung, um mit Freude und nicht mit Drohungen zu erziehen

“Du machst alles falsch und begreifst nichts”, “Dein Bruder ist schlauer als du”, “Du wirst den Kurs eindeutig nicht bestehen”… Diese Aussagen ertragen zu müssen, ist für ein Kind verheerend. Negative Formulierungen sind keinesfalls  pädagogisch wertvoll. Sie erzeugen ein schwaches Selbstwertgefühl und Ärger.

  • Worte können sehr gefährlich sein und Kinder sind besonders empfindlich. Vergiss nicht, dass sie weitaus mehr verstehen, als wir meist denken.
  • Verwende nur positive Bestärkung in der Art, wie du sprichst: “Ich sehe, dass du in der Prüfung schlecht abgeschnitten hast, aber ich vertraue dir und weiß, dass du dich anstrengen wirst.”
  • Anstatt dich auf den Fehler des Kindes zu konzentrieren, biete ihm Anleitungen und Strategien an, damit es selbst herausfinden kann, wie es sich bessern kann. Wenn dein Kind dieses Ziel erreicht, verbessert es gleichzeitig sein Selbstwertgefühl und sein Selbstvertrauen.
  • Maria Montessori betonte, dass die Entwicklung des Kindes respektiert werden muss. Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus. Du solltest dein Kind deswegen nicht stressen und auch nicht mit anderen Geschwistern oder Mitschülern vergleichen.
Maria Montessori Kindererziehung

Die Strategie von Maria Montessori: Mit Freude die Welt entdecken

Die Welt mit Freude zu entdecken, ist der beste Weg, um Zuversicht, Wissen und Emotionen zu stärken. Deshalb sollten wir nicht vergessen, dass Lernen Motivation erfordert, um positive Gefühle zu erleben. Dies geht jedoch mit kleinen Anstrengungen einher, die du täglich unternehmen musst.

  • Schaffe Lernmöglichkeiten zu Hause und im Freien.
  • Beziehe dein Kind in die Hausarbeit mit ein. Es kann dir beim Kochen oder im Garten helfen, selbst Bücher aussuchen… Es muss selbst eine Stimme haben und auch auf die Stimme anderer hören.
  • Stelle dein Kind vor Herausforderungen. Du kannst zu Hause eine “Überraschungs-Box” verwenden. In dieser Schachtel findet dein Kind jeden Tag eine neue Herausforderung: eine Geschichte, einen Samen zum Einpflanzen, eine Einladung zum Museumsbesuch, ein Zugeständnis als Dank für eine neue Verantwortung…
Die Strategie von Maria Montessori: Mit Freude die Welt entdecken

Erziehung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, kreativ zu sein und das Universum deines Kindes zu einer Welt voller Zuneigung zu machen, in der es sich wohlfühlt, in der es glücklich ist und sich frei entfalten kann, so wie es Maria Montessori empfohlen hat.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pascal Campion

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