Irgendwann ist es für später zu spät

· 15. März 2016

Bei vielen Gelegenheiten in unserem Leben verschieben wir das, was wir zu erledigen haben, auf später. Es kann um eine kleine Aufgabe gehen, es können kleine Schritte hin zu einem Ziel sein oder es kann auch darum gehen, eine Entscheidung zu treffen. Wir können unser ganzes Leben damit verbringen, Aufgaben, Verpflichtungen und Wünsche anzusammeln.

So vergeht die Zeit, und wovon wir an einem Tag gesagt haben, dass wir es tun würden, bleibt ewig aufgeschoben und verwandelt sich in ein nicht enden wollendes „Ich muss noch…“  Manchmal bereitet das vielleicht keine großen Schwierigkeiten, doch in anderen Momenten kann ein „später“ zu einem „zu spät“ werden.

Ich mache das später

Sicherlich ist unser Alltag voller Dinge, die wir erledigen müssen und die uns an unserem Weiterkommen hindern, wir sind kein Superheld, keine Superheldin. Es ist normal, dass wir manchmal nicht alles schaffen, weshalb es besser ist, wenige Dinge gut zu machen, als viele schlecht.

Mondlicht

Wenn wir jedoch viele Dinge auf später aufschieben und diese sich ansammeln, können wir ein hohes Niveau an Aufregung und Unwohlsein in Bezug auf unser Selbst entwickeln. Wir sind nervös, wenn wir viele Türen offen lassen und viele Dinge nicht abschließen.

Wir können auch den Fehler machen, die Zeit und den Aufwand zu überschätzen, den für etwas zu brauchen glauben. Wir denken vielleicht, dass es mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als wir dann tatsächlich investieren müssten. Manchmal verbringen wie mehr Zeit damit, über Dinge nachzudenken, als damit, sie zu machen, sei dir darüber im Klaren.

Zu spät ist ein Konzept, das nur für Dinge gilt, die bereits abgeschlossen sind.

Spät ist es fast nie, aber verschiebe es nicht auf noch später

Alle, oder fast alle Entscheidungen resultieren aus einem logischen Prozess der Entscheidungsfindung und sind natürlich von unseren Emotionen beeinflusst. Zu viel über etwas nachzudenken bedeutet oft, sich alle möglichen Ausgänge vorzustellen und dann auch fast immer, sich über potentielles Scheitern den Kopf zu zerbrechen.

Und so lassen wir die Tage vergehen. Immer weiter über den Tag nachdenkend, an dem sich etwas ändern wird, ohne dass wir uns vom Sofa bewegen. Und dieser Tag kommt natürlich nie. Dabei wissen wir, dass alles, was wir in unseren Händen haben, veränderbar ist, wenn wir wir selbst sind und wenn wir es anfangen.

Die Zeit ist dabei gar nicht so wichtig. Natürlich gibt es unveränderbare Dinge, die bereits passiert sind. Hier bleibt uns nichts anderes übrig als zu lernen, dass wir alle Fehler machen. Es ist jedoch niemals spät, um Dinge zu ändern, die wir noch lösen können, man muss es nur versuchen.

Mit jemandem reden, mit dem wir schon lange nicht mehr gesprochen haben, Konflikte aus der Vergangenheit lösen, diese Leidenschaft wieder aufnehmen, die uns so glücklich gemacht hat oder die realisierbaren Träume umsetzen, die wir in unserem Kopf haben und die nur dann möglich sind, wenn wir uns in Bewegung versetzen. Auf geht’s!

Manchmal verbringen wir so viel Zeit damit, einer Tür dabei zuzuschauen, wie sie sich schließt, dass wir zu spät eine andere bemerken, die sich öffnet.
kind-mit-voegeln

Wenn man etwas ständig wiederholt, dann wird es zu einer Angewohnheit

Eine Angewohnheit ist eine Eigenheit oder Praxis, die man durch die häufige Wiederholung einer Tat angenommen hat. Wir können uns gute und nützliche Angewohnheiten zu eigen machen, aber auch Angewohnheiten, die gar nichts bringen. Der Schlüssel steckt im Anfang und vor allem in der Beharrlichkeit.

Angewohnheiten entstehen, weil das Gehirn immer nach einer Art sucht, Energie zu sparen, weshalb es seine natürliche Veranlagung ist, fast jede erlebte Situation in eine Routine zu verwandeln. Das Problem besteht darin, dass das Gehirn nicht zwischen guten und schlechten Angewohnheiten unterscheidet.

Hier sind einige Ratschläge, um sich eine neue Gewohnheit zuzulegen:

  • Denke daran, eine positive Angewohnheit zu entwickeln und mache dir eine Liste mit Gründen, warum man sie annehmen sollte.
  • Markiere den entscheidenden Tag in einem Kalender, der an einem Ort deines Hauses klar sichtbar sein sollte.
  • Bereite rechtzeitig alles Notwendige vor, was du zum Anfangen brauchst.
  • Bedenke, dass es Zeit und Beharrlichkeit braucht, um eine Angewohnheit in dein Leben zu integrieren.
  • Führe kleine Veränderungen ein und versuche nicht, alles auf einmal zu verändern.
  • Wisse, dass ein „Rückfall“, in dem Sinne, dass man Teile der Angewohnheit wieder sein lässt, kein Scheitern bedeutet, sondern eben nur ein Rückfall ist.
„Sobald die Antwort zu einer Gewohnheit geworden ist, muss man sie nicht mehr lernen.“
John Seymour