Invictus – Unbezwungen: ein Lobgesang auf Widerstandskämpfe und die Freundschaft

· 10. Juni 2016

Invictus – Unbezwungen  ist ein ergreifender Film des Regisseurs Clint Eastwood, der auf der Geschichte des von John Carlin geschriebenen Buches Playing the Enemy: Nelson Mandela and the Game That Changed a Nation  basiert. Der Film erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem damals erst kürzlich zum Präsidenten von Südafrika gewählten Nelson Mandela und dem Kapitän der Springboks, François Pienaar, die von Morgan Freeman und Matt Damon gespielt werden.

Allerdings möchte ich in diesem Artikel nicht über das Drehbuch des fantastischen Films sprechen, sondern wir konzentrieren uns lieber auf die Inhalte des Spielfilms: auf den Wert der Freundschaft und erfolgreiche Widerstandskämpfe.

„Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“

Nelson Mandela

Worum geht es in Invictus – Unbezwungen?

Nachdem Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen wurde, wurde er zum Präsidenten eines geteilten Landes, das von Hass und dem durch die Rassentrennung und Apartheid verursachten Rassismus geprägt war, gewählt.

Doch der geniale Aktivist fand eine Art und Weise, seine Nation zu vereinen; etwas, für das die gesamte südafrikanische Bevölkerung eine große Leidenschaft hegte: Rugby. Er besuchte ein Spiel der Springboks, der südafrikanischen Rugby-Union-Nationalmannschaft.

Nelson Mandela

Doch die Karriere der Springboks stand zu jener Zeit unter keinem guten Stern. Trotz der Tatsache, dass sie eine der bedeutendsten und aufstrebendsten Mannschaften der Welt war, hat ihre Spielweise nachgelassen und es gab ständige Wechsel innerhalb des Teams.

Irgendwann schaffte es Mandela, mit dem Kapitän der Rugby-Nationalmannschaft Südafrikas, François Pienaar, ins Gespräch zu kommen. Von dort an entwickelte sich eine Freundschaft, die bis zum Tod des Präsidenten andauern sollte und die es den Springboks ermöglichte, Weltmeister zu werden und die Nation zu vereinen.

Das Band der Freundschaft ist stärker als alles andere

Eine Freundschaft bedeutet ein Gefühl von Vertrauen und Liebe zwischen den Menschen, die sie schließen. Und genau das passiert auch im Fall von Nelson Mandela und François Pienaar als sie sich kennenlernen. Obwohl sich der „weiße“ Mannschaftskapitän zu Beginn sträubte, wurde dank der Beharrlichkeit des Präsidenten, was Vergebung und Zusammenführung anbelangt, die Hass und Rassismus beiseite schafften, eine wunderbare Freundschaft, die zu einem Vorbild wurde.

Das Paradebeispiel einer Freundschaft und gegenseitiger Liebe, die es zwischen Mandela und Pienaar gab, verringerte nicht nur den Hass und die Feindseligkeit in Südafrika, sondern in der ganzen Welt. Wenn zwei Personen sich von ganzem Herzen wünschen, dass durch Liebe, Solidarität und gegenseitige Unterstützung eine Verbindung besteht, dann gibt es nichts auf dieser Welt, was diese Verbindung zerstören kann.

Die Widerstandskämpfer

Sobald zwischen uns Menschen eine Verbundenheit besteht, werden wir stärker als je zuvor. Zu wissen, dass wir einen Freund, einen Kollegen oder einen Bruder an unserer Seite haben, setzt bei uns enorme Energien frei, die uns unglaubliche Kräfte verleihen, um weiterzumachen und nicht aufzuhören.

In diesem Fall konnte dank der Unterstützung durch die Freundschaft zu Mandela François Pienaar die deprimierten Springboks stärken und wieder animieren, die bei ihren Spielen nur noch verloren, und das zum Leidwesen der weißen, aber zur Freude der dunkelhäutigen Bevölkerung Südafrikas.

Die Verschmitztheit Mandelas und sein Streben nach Besserung, Widerstandskämpfen, Vereinigung und Vergebung führten jedoch dazu, dass eine Freundschaft zwischen zwei Personen ein ganzes Land zusammenführte, das nicht mehr länger seine Mitmenschen scharf beäugte und auf die Hautfarbe achtete.

Was letztendlich bleibt, sind die Menschen, ihre Freundschaft und Solidarität. Die Unterstützung, die Mandela Pienaar zukommen ließ, gab ihm Kraft, um diese an sein Team weiterzugeben. Die Energie der gesamten Mannschaft der Sringboks färbte auf ein ganzes Land ab, das von dem aufstrebenden Sport Rugby begeistert war und sich immens freute, wenn sie dank der vereinten Kräfte von Millionen von Menschen, die sie unterstützten und verstanden, Siege einfuhren.

Die Einheit lässt Kraft entstehen

Menschenhaende

Was wir Wichtiges von dem Film Invictus – Unbezwungen  lernen können, ist, dass die Einheit und Freundschaft zwischen zwei Personen eine enorme Kraft bei Tausenden von Menschen freisetzen kann, die dazu in der Lage sind, etwas zu verändern, sich zu unterstützen, Groll und Hass hinter sich zu lassen und gemeinsam in eine Richtung zu blicken, um an Kraft zu gelangen und zu siegen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir gemeinsam stärker und besser sind. Das ist die wichtige Lektion, die uns Invictus – Unbezwungen  lehrt. Freundschaft und Solidarität erlauben uns, uns von Hass und Einsamkeit zu befreien. Denn nur so kann man Großartiges erreichen.

„Nachdem man einen großen Hügel hinaufgelaufen ist, stößt man einzig und allein auf die Tatsache, dass es noch viel mehr Hügel zu erklimmen gibt.“

Nelson Mandela