Ich verlasse dich, weil ich dich liebe

23. März 2016 en Emotionen 1366 Geteilt

Meine Liebe für dich ist immer noch so groß und unerschütterlich, dass sie jedem Fünkchen Hoffnung, jeder Einbildung und Erinnerung trotzt. All das führt mich zu dir, weil mein Körper bebt, wenn ich an dich denke und beim Gedanken daran, wie sehr du doch ein Teil von mir bist.

Weil ich dich liebe, erwachen all meine Sinne und ich fühle mich zu dir hingezogen, auch wenn du nicht mehr an meiner Seite bist, auch wenn du mich nicht mehr verstehst, auch wenn wir nicht mehr dieselbe Sprache sprechen oder voller Leidenschaft ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Wenn ich meine Augen schließe, wird mir bewusst, dass ich dich bei mir haben möchte. Doch irgendetwas von dir bleibt in allem zurück, was ich als etwas Schönes erachte, was ein Teil von dir und mir ist, ein Teil unseres gemeinsamen Weges.

Ich weiß, dass du an dieser Liebe nicht mehr festhältst und eigentlich keine Gefühle mehr für mich hast. Doch mein Herz ist immer noch so voller Liebe, ohne Vernunft und trotz der Umstände und der Tatsache, dass du nicht mehr bei mir bist, möchte es sich nicht geschlagen geben und die Einsamkeit akzeptieren.

Ich bin immer mehr von der Reinheit dieser Liebe überzeugt, dass sie eine so unzerstörbare Energie in mir freisetzt, die nur darauf abzielt, sich durch dich vollkommen zu fühlen.

Junge schaut zum Mond hinauf

Unvergessliche Erfahrungen, die ich mit dir teilen durfte

Seitdem du in mein Leben getreten bist, hast du aus mir zweifellos einen anderen Menschen gemacht. Ich glaube, dass ich fundamentale Aspekte meiner Persönlichkeit geändert habe, die mich näher an mein wahres Ich heranbrachten, und ich schätze und betrachte meine Emotionen und meine Gefühle nun aus einem viel authentischeren Blickwinkel.

Du hast mein wahres Ich zum Vorschein kommen lassen. Und es war nicht wegen dir, weshalb das passierte, sondern dank dir, wegen mir und für mich.

Ich habe noch immer das Gefühl, dass das, was wir zusammen erlebten, so real wie die Liebe war, die ich jetzt gerade so real für dich empfinde – ohne Täuschungen, ohne Eigeninteresse, ohne Worte und auf eine bedingungslose Art und Weise.

Wenn ich dich ansehe, wenn ich meine Augen schließe oder wenn du vor mir stehst, fühle ich genau das. Ich fühle es aus tiefstem Herzen und ich spüre, dass in diesem Moment meine Vernunft verflogen ist. Ich bin die pure Emotion, das pure Gefühl. Und es ist eines dieser Gefühle, weswegen ich die schönste Zeit meines Lebens mit dir verbrachte.

Zu fühlen, dass ich in diesem Moment mein Leben für deines geben würde, dass es für mich nichts Wichtigeres gibt als mich mit dir verbunden zu fühlen, ist so unglaublich schön, wie auch gefährlich. Denn ich mache mich dadurch komplett angreifbar, und schon allein der geringste Windzug könnte mein Kartenhaus der Einsicht und Vernunft zum Einsturz bringen.

Ich spürte, dass du der Partner meines Lebens warst

Es stimmt, dass ich mit dir sowohl mehr Freude als auch Traurigkeit empfunden habe, dass ich mich betrogen, hintergangen, wütend, voller Zorn und vor allem frustriert fühlte.

Ein ständiger Frust darüber, zu glauben, dass ich dich erreichen, dich noch einmal fühlen könnte und du wieder wahrhaft an meiner Seite wärst. Und plötzlich holt mich die Realität wieder ein und ich stelle fest, dass all das nur eine Illusion war.

Meine Hoffnung war, dich noch einmal sehen zu können, und dass wir uns anschauen und alles wieder so werden würde, wie ich mal dachte, dass es sein müsste: für immer zusammen, für immer eine Liebe. Doch das war ein naives Versprechen, das selbst ich irgendwann glaubte.

Entgegen meiner Vernunft und meiner Erfahrung, vollkommen gutgläubig, ging ich davon aus, dass es so etwas wirklich gäbe, weil ich fühlte, dass du tatsächlich der Partner meines Lebens sein würdest und dass nichts und niemand eine so pure Liebe wie unsere jemals erschütternd könnte. Das Traurige daran ist, dass ich immer noch davon überzeugt bin…

Doch dieses Mal sollte es einfach nicht sein. Ich möchte glauben, dass es nicht hat sein sollen und dass hinter all den wichtigen Ereignissen unseres Lebens eine Erfahrung steckt – vielleicht eine realere und authentischere.

Nicht aus dem Grund, weil es so sein muss, sondern weil ich bestens darauf vorbereitet sein werde, sie wirklich zu erkennen, sie zu erleben und zu leben, und das auf eine bewusstere und tiefgründigere Art und Weise.

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Die Wahrheit akzeptieren

Mein Abschied von dir ist jetzt real. Ich brauche es, dass es so ist, damit ich akzeptieren kann, dass du nicht der Partner meines Lebens bist und dass ich nicht mit dir all meine Pläne, von denen ich immer träumte, verwirklichen werde.

Es fällt mir ziemlich schwer, das so hinzunehmen. Aber ich habe aufgegeben und werde es auch in Zukunft nicht weiter versuchen, denn ich fühle mich einfach nicht danach und es ist auch nicht das, wonach mein Wille verlangt.

Dennoch ist es, wie es ist. Es ist so offensichtlich, dass ich dieser Tatsache einfach nicht ausweichen kann. Ich muss all meine Kräfte zusammennehmen, damit ich diesen so schwierigen Lernprozess auf den Weg bringen kann, der nun Teil meines Alltags ist und mir nicht erlaubt, mein Leben weiterzuleben, bis ich ihn bewältigt habe.

Ich habe keine andere Wahl mehr, auch habe ich keine Hoffnung mehr, und ich weiß nicht, was mir noch bevorsteht. Ich verspüre einzig und allein eine beständige Mutlosigkeit, eine Angst, die mich fest umarmt und mir die Luft zum Atmen nimmt.

Obwohl mich eine Kraft zu deiner Seele geführt hat, weiß ich, dass sie mich jetzt auch wieder von ihr trennt. Ich kann es einfach nicht verstehen. Aufgrund meines Unverständnisses gegenüber dem Leben erscheint mir das ungerecht und grausam.

Und dennoch fühle ich, dass ich all die Liebe, die ich in mir habe, gehen lassen muss. Ich muss dankbar sein für diese Kraft, die mich einst mit dir vereinte und mich nun von dir trennt.

Denn aus irgendeinem Grund weiß ich, dass ich es nicht verstehen werden kann. Doch voller Kraft fühle ich, dass die Liebe, die du und ich zusammen erschufen, für immer sein wird. Und ich spüre, dass nichts das jemals ändern wird.

Ich verlasse dich, weil ich dich liebe und weil ich nicht weiß, auf welch andere Art ich mit dir zusammen sein könnte, außer dich zu lieben. Ich erwarte nicht, dass du das verstehst, denn nicht einmal ich verstehe es. Aber ich hoffe, dass du weißt, dass ich es in diesem Moment tue, in dem ich es so sehr will und brauche, an deiner Seite zu sein.

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