Ich mag authentische Menschen, ohne Gekünsteltes

· 29. Juni 2016

Ich mag echte Menschen, ohne Gekünsteltes. Leute, die sich selbst oder andere nicht blenden… Ich will auch so sein. In einer ständigen Lüge zu leben, nur weil ich mir Gedanken darüber mache, „was sie sagen werden“,  versklavt mich nur. Es dient keinem anderen Zweck als dem, mich davon abzuhalten, glücklich zu sein. Das Leben ist so kurz, es macht keinen Sinn, ein Leben zu leben, das andere wollen.

Aber ich mag auch die echten Menschen, die anderen mit einer respektvollen Einstellung helfen – ohne sich über die Schulter zu schauen, ohne zu urteilen, ohne hinter ihrem Rücken zu reden. Und klar wäre die Welt viel besser, wenn wir alle etwas in dieser Hinsicht tun würden.

Authentisch sein heißt, sich nicht vor der Angst zu verstecken

Ich mag echte Menschen, die gelernt haben, ohne Angst zu leben und die Welt zu erstürmen, ganz egal, was die Nachbarn hinter ihrem Rücken sagen. Ich mag sie, weil sie mir ohne Zweifel zeigen, dass sie glücklich sind, und das ist eine Lektion für mein Leben.

Tanzfrau

Und ich? Ich war nicht immer authentisch, und vielleicht habe ich andere auch schon einmal verurteilt, weil ich ein Mensch bin, und weil ich Fehler mache. Aber ich habe die Möglichkeit, über meine Fehler nachzudenken, mit anderen und auch mit mir selbst. Ich weiß, dass ich mich nicht verstecken sollte, ich sollte mich so zeigen, wie ich bin. Wer mich liebt, liebt mich so, wie ich bin, das war’s.

„Diejenigen, die authentisch sind, nehmen Verantwortungen für das auf sich, was sie sind, und sie werden für das erkannt, was sie sind.“

Jean Paul Sartre

Authentisch sein heißt, nicht zu urteilen

Ich habe auch gelernt, mich zu korrigieren, mir im Innersten zu sagen: Urteile nicht, die Welt geht ihren Gang, sieh die Leute nicht auf die eine oder andere Weise an, behandle alle gleich.

Wenn du jemanden nicht magst, sei höflich, korrekt, und lass sie ihre Wege gehen. Versuche, diese Welt mit deiner Einstellung zu einem besseren Ort zu machen, zumindest das, was in deiner nächsten Umgebung ist, und was deine Beziehungen und deinen Respekt für andere betrifft.

Wie ist eine authentische Person?

Für authentische Menschen ist das größte Geschenk was sie anderen und schlussendlich auch sich selbst machen können, sie selbst zu sein. Einige Eigenschaften, die sie innehaben, sind hier aufgezählt:

  • Sie haben keine Angst davor, „was die anderen sagen werden“.  Sie haben diese absurde Maske schon vor langer Zeit abgelegt.
  • Sie geben vor anderen und sich selbst zu, dass sie nicht perfekt sind.
  • Sie wissen, dass sie verletzlich sind.
  • Es ist ihnen egal, dass sie vor anderen schlecht dastehen könnten.

„Die katastrophalsten Lügen für unser Selbstwertgefühl liegen nicht so sehr in dem, was wir sagen, sondern darin, wie wir leben.“

Nathaniel Branden

Vogelfrau

Wie sind Menschen, die andere verurteilen?

Im Gegensatz dazu haben Menschen, die andere verurteilen und die darauf fokussiert sind, was andere Leute tun, sagen, oder fühlen, folgende Charaktereigenschaften:

  • Sie zeigen oft nicht, wer sie wirklich sind. Sie sind nicht authentisch. Sie denken, dass sie perfekt sind, und dass Makel etwas sind, was nur andere haben.
  • Sie sind oft mit ihrem Leben unzufrieden. Sie versuchen, ihr Leben zu rechtfertigen, indem sie andere kritisieren.
  • Sie sind nicht selbstkritisch.
  • Sie haben keine eigenen Interessen oder Hobbies, denen sie nachgehen. Sie langweilen sich und ihr Hobby ist es, andere zu kritisieren.
  • Sie sind oft neidisch. Sie reden über andere und kritisieren sie, weil sie ganz tief in sich Neid spüren. Neid, der anderen nicht unbedingt schadet, der sie aber selbst verletzt.

Diese Menschen haben aus dem einen oder anderen Grund, vielleicht aus Angst vor Ablehnung oder davor, was andere sagen könnten, oder gar aus Angst vor Vergeltung, noch nicht die Möglichkeit gehabt, zu zeigen, wer sie wirklich sind. Nur wenn man vor anderen man selbst ist und den alten Ballast, der so schwer wiegt, hinter sich lässt, beginnt man, das Leben mit einem Glück zu sehen, das verloren war.