Fünf interessante Zitate von Antonin Artaud

· 1. April 2019

Die Zitate von Antonin Artaud sind wunderschön. Artaud erforschte praktisch alle literarischen Genres, sollte aber als Dichter und Dramatiker berühmt werden. Tatsächlich ist er als Schöpfer des Theaters der Grausamkeit bekannt.

Man kann sagen, dass alle modernen Theater sich auf die Philosophie beziehen, die dieser außergewöhnliche französische Schriftsteller in seinen Schriften entworfen habe. Viele Zitate von Antonin Artaud sprechen nicht nur vom Theater, sondern auch von anderen menschlichen Realitäten, mit denen er sich zum Teil in seinen schwersten Zeiten auseinandersetzen musste.

Als er vier Jahre alt war, erkrankte Artaud an einer Meningitis. Als er neun Jahre alt war, verstarb plötzlich eine Schwester, was ihn in eine tiefe Trauer stürzte, die er nie vollständig überwand. Das war vielleicht eine jener Erfahrungen, die ihn zu einem so tiefgründigen Schriftsteller gemacht hat. Aber schauen wir uns nun die besten Zitate von Antonin Artaud an und fällen wir dann ein Urteil über sein Talent.

„Wir sterben nicht, weil wir sterben müssen. Wir sterben, weil eines Tages, vor nicht allzu langer Zeit, unser Bewusstsein dazu gezwungen wurde, den Tod für notwendig zu halten.“

1. Was ist der Sinn des Lebens?

„Das Leben besteht darin, in Fragen zu brennen.“

Dies ist eines der schönsten Zitate von Antonin Artaud. Er verband das Leben mit einer wesentlichen Unwissenheit. Wir seien alle ahnungslos geboren, wissen kaum etwas und sterben, nachdem wir nur einige der Fragen beantwortet haben, die wir uns stellen.

Artaud bezieht sich auf die Ignoranz nicht von einem Standpunkt des Intellekts. Deshalb verwendet er das Wort „brennen“. Er repräsentiert das Unbekannte durch eine brennende Flamme. Denn kein Mensch weiß genau, wo wir herkommen, wohin wir gehen oder warum wir hier sind.

Ein Mann streckt seine Arme aus, während über ihm Vögel fliegen.

2. Die Bedeutung des wahren Theaters

„Ein wahres Theatererlebnis erschüttert die Ruhe der Sinne, befreit das komprimierte Unbewusste und treibt eine Art potenziellen Aufstand an.“

Dieses Zitat drückt aus, wie Artaud das Theater wirklich sah. Er sagte immer, dass Worte überflüssig seien, da es andere Möglichkeiten gebe, seinen Mitmenschen die eigenen Gefühle und Gedanken zu vermitteln. Eine dieser Möglichkeiten ist offensichtlich das Theater.

Artaud liebte das Theater und hasste das Kino. Er betrachtete das Letztere als ein „harmloses Gift“, das zwar keinen ernsthaften Schaden anrichte, aber dennoch zu verachten sei. Für Artaud war das Theater die beste Art, sich auszudrücken. Es sei geschaffen, um den Menschen Weisheiten über Tod, Leiden und Entschlossenheit zu vermitteln, war Artaud überzeugt.

3. Eines der Zitate von Antonin Artaud über das Sein

„Wo es nach Scheiße stinkt, riecht es nach Sein.“

Viele Zitate von Antonin Artaud zeugen von einem intensiven und fast gewalttätigen Geist. Seine Erkrankung in der Kindheit machte ihn zu einem extrem nervösen Menschen. Tatsächlich entwickelte er im Laufe der Zeit paranoide Wahnvorstellungen.

Dies erklärt, warum Artaud viele Jahre in psychiatrischen Krankenhäusern verbracht hat. Obwohl dieses Zitat sehr aggressiv ist, enthält es in seiner rohen Ausdrucksweise doch eine wahre Botschaft. Denn Menschen sind nicht nur erhaben, sie sind auch ordinär und widerlich.

4. Die Sprache der Worte

„Es ist nicht endgültig nachgewiesen, dass die Sprache der Wörter die bestmöglichste Sprache ist.“

Artaud war sehr daran interessiert, mehr über mystische Phänomene zu lernen. In seiner Kindheit und Jugend war er der Religion sehr verbunden. Jahre später suchte er nach einer neuen Spiritualität, die ihn sogar dazu veranlasste, bei den Tarahumara in Mexiko zu leben.

Seine besondere Einstellung zum Leben machte ihn sehr empfindlich für die subtilsten Eindrücke und Artaud engagierte sich trotz der sprachlichen Barriere stark in der Tarahumara-Gemeinschaft. Vielleicht spielt dieses Zitat auf die Tatsache an, dass Wörter nur eine von vielen Möglichkeiten sind, um mit den Menschen um einen herum zu kommunizieren und sie auch zu verstehen.

Ein Bild, das den Dramatiker Antonin Artaud zeigt

5. Antonin Artaud und die Wichtigkeit von Lebenserfahrung

„Zugegeben oder nicht, bewusst oder unbewusst ist der poetische Zustand, eine transzendente Lebenserfahrung, der die Öffentlichkeit grundsätzlich durch Liebe, Verbrechen, Drogen, Krieg oder Aufstand sucht.“

Artaud war vor allem ein Forscher des menschlichen Geistes. Nach seiner Zeit in Mexiko beschäftigte er sich mit esoterischen Praktiken wie Astrologie, Tarot und Numerologie. Seine Besessenheit mit diesen Themen führte erneut dazu, dass er extreme Nervosität entwickelte.

Im Jahr 1938 wurde er „wegen Überschreitung der Grenzlage“ aus Irland nach Frankreich deportiert. Danach verbrachte er neun Jahre in einer psychiatrischen Klinik. Artaud hat in dieser Zeit sehr gelitten. All diese Erfahrungen führten nur dazu, dass er sich in seinem Hass gegenüber der Psychiatrie bestätigt fühlte.

Antonin Artaud starb im Jahr 1943, nachdem er sich mehreren Elektroschockbehandlungen unterzogen hatte, die ihn sowohl physisch als auch psychisch stark schwächten. Dank einer Gruppe von Freunden konnte er die letzten drei Jahre seines Lebens aber abseits von psychiatrischen Anstalten verbringen.

„Ich selbst verbrachte 9 Jahre in einer Irrenanstalt und hatte nie selbstmörderische Tendenzen, aber ich weiß, dass jedes Gespräch, das ich während des Vormittagsbesuches mit einem Psychiater führte, mich näher dazu brachte, mich aufhängen zu wollen, weil ich immer wieder erkennen musste, dass ich ihm nicht die Kehle aufschneiden konnte.“

Antonin Artaud

  • Carrilho, C. (2015). La crueldad creadora de Antonin Artaud y sus implicaciones para la formación de profesorado.