Es gibt 1000 Möglichkeiten, „Ich liebe dich“ zu sagen

8. April 2017 en Emotionen 850 Geteilt

Ich liebe dich. Drei einfache Worte, die uns doch so schwer über die Lippen kommen. Diese Liebeserklärung kann man ganz verschieden ausdrücken. Durch eine Umarmung, sich Sorgen um den anderen machen, das Lieblingsessen kochen, mit dem Schatz in einen Kinofilm gehen, den man selbst nicht mag, etc. Ein „Ich liebe dich“  bedeutet gerade deshalb eine Umarmung, einen Augenblick der Stille, Fragen stellen (was dem Gegenüber zeigt, dass wir zuhören) und tatkräftige Unterstützung (wenn unserem Lieblingsmenschen gerade alles über den Kopf wächst).

Ein Gefühl kann genauso gut durch Taten statt mit Worten geäußert werden. Dennoch glauben wir, uns nur der Sprache bedienen zu dürfen, um über ein Gefühl reden zu können. Das ist aber nicht wahr. Denn wenn wir das Verhalten der anderen Person aufmerksam beobachten, teilt sie uns tatsächlich sehr oft mit, was sie wirklich fühlt. Es gibt tausend verschiedene Arten, „Ich liebe dich“  zu sagen, ohne diese drei Worte zu bemühen.

Was ein “Ich liebe dich”  bedeutet

Wenn du in einer brandneuen Beziehung bist und schon ein paar Mal in Sachen Liebe unterwegs warst, lässt du dir Zeit, deine wahren Gefühle zu offenbaren. Wir fangen mit einem schüchternen „Ich mag dich“  an und sagen erst dann „Ich liebe dich“,  wenn wir uns unserer Gefühle sicher sind.

Wir sind dann dem Gefühl ausgesetzt, verletzlich, empfindlich und sogar „schnulzig“ zu sein. Indem wir also unsere Gefühle offenbaren, scheinen wir die andere Person in die missliche Lage zu bringen, unsere Zuneigung erwidern zu müssen. Das große Schweigen breitet sich aus und macht keine Anstalten zu verschwinden. So können Tage, Wochen oder sogar Monate vergehen.

Jeder Mensch sagt „Ich liebe dich“  nach seinem individuellen Rhythmus und in seinem eigenen Tempo. In diesen drei Worten steckt wirklich viel, viel mehr als Zuneigung. Eine feste Entschlossenheit, ein Wetteinsatz, ein Schritt, für den wir vielleicht jetzt noch nicht bereit sind, aber um den unsere Gedanken schon öfter gekreist sind.

Wie man “Ich liebe dich”  sagt, ohne die Worte zu gebrauchen

Wir sind nicht aus Stein, wir sind auch keine herzlosen Roboter ohne jedes Gefühl. Es ist nun einmal eine völlig andere Sache, unsere Gefühle nicht in Worte zu kleiden. Du denkst vielleicht, dass du keine andere Wahl hast, als die drei magischen Worte zu benutzen, wenn du deinem Partner, deinen Eltern, Freunden oder Großeltern sagen willst, wie sehr du sie liebst. Dir stehen aber 1000 verschiedene Wege offen, diese Zuneigung, Liebe und Fürsorge zu zeigen!

Alles hängt davon ab, welches Verhalten wir anderen gegenüber an den Tag legen. Wie wir uns um sie sorgen und ihnen wünschen, dass es ihnen gut geht. Unsere alltäglichen Handlungen können besser ausdrücken, was wir fühlen, als der Umstand, dass wir in das Extrem ständiger Ich-liebe-dich-Beteuerungen verfallen.

„Wie war dein Tag?“ „Fahr vorsichtig.“ „Vergiss nicht, eine Jacke mitzunehmen.“ „Ich habe dir Lasagne gemacht – genauso, wie du sie magst.“ „Du suchst den Film aus.“ „Hast du gut geschlafen?“ „Ich fahr kurz die Kinder holen.“ „Bleib noch liegen, ich mach dir Frühstück.“ „Der Rock steht dir prima.“ „Ich hab die Kekse gekauft, die du so gern isst.“ „Möchtest du mitfahren?“ „Das hast du toll gemacht.“ „Das Abendessen schmeckt einfach köstlich.“ So könnte man noch viele Seiten füllen.

Siehst du, wie einfach es ist, anderen zu zeigen, dass wir etwas für sie empfinden? Taten sind ebenso wertvoll wie ein „Ich liebe dich“,  das trotz Ängsten und Vorurteilen immer wieder artikuliert wird. Du hast bestimmt schon einmal den bekannten Spruch gehört, dass „ein Bild mehr als 1000 Worte sagt“. In diesem Fall könnten wir sagen, dass „eine gute Einstellung schon einmal gut ist, aber sogar noch besser wird, wenn wir sie mit drei einfachen Worten begleiten. Und mit Taten, die widerspiegeln, was diese Worte bedeuten.“

Lieber “Ich mag dich”  oder besser “Ich liebe dich”?

Viele sagen, dass „Ich mag dich“  der Schritt vor „Ich liebe dich“  ist. Andere sagen, das ersteres einen Besitzanspruch beschreibt und zweiteres eine Art von Hingabe ausdrückt. Egal, ob wir das eine oder das andere wählen – die Wahrheit ist, das wir das ausdrücken, was in unserem Innersten passiert.

Du musst nicht dich nicht verlegen oder befangen fühlen, wenn du einen dieser wunderbaren, einmaligen und zauberhaften Sätze aussprichst. Du wirst glücklich sein und auch deinen Gegenüber glücklich machen. Denke aber daran, dass „Worte Schall und Rauch sind“. Damit sie die Grundlage einer Beziehung werden können, müssen Taten folgen.

„Ich vermiss dich.“ „Pass auf dich auf.“ „Schlaf gut.“ „Ich hab an dich gedacht.“ „Im Ofen wartet ein leckeres Essen auf dich.“ „Meld dich kurz, wenn du daheim ankommen bist.“ „Nimm einen Regenschirm mit.“ „Hast du Lust auf eine Tasse Kaffee?“… Auf welche Art wirst du heute „Ich liebe dich“  sagen?

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