Elektronische Geräte und Schlafstörungen

20 Juni, 2020
Es ist erwiesen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen elektronischen Geräten und Schlafstörungen gibt. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Geräte dieser Art den zirkadianen Rhythmus beeinflussen, der für den Wachzustand und den Schlaf verantwortlich ist.

Kürzlich sind wir auf einige Forschungsergebnisse gestoßen, die das Thema „elektronische Geräte und Schlafstörungen“ behandeln. Beide Faktoren hängen nach Meinung der Forscher eng zusammen. Grundsätzlich wurde festgestellt, dass elektronische Geräte das Potenzial haben, normale Schlafmuster zu stören und infolgedessen ihre Qualität zu ändern.

Dieses Problem ist, gelinde gesagt, besorgniserregend. Denn wenn wir wirklich darüber nachdenken, so steigt die Zahl der Menschen, die ihre Telefone, Computer und andere elektronische Geräte täglich übermäßig benutzen, stetig. Ebenso nimmt auch die Zahl der Personen zu, die nur mit ihren Handys auf ihrem Nachttisch schlafen können oder die ihren Laptop mit ins Bett nehmen, um dort weiter zu arbeiten.

Es gibt Hinweise darauf, dass all diese Verhaltensweisen zu Problemen im Leben der technologieabhänigen Menschen führen können. Zweifellos stehen elektronische Geräte und Schlafstörungen in einem Zusammenhang zueinander. Die National Sleep Foundation der University of California ist zu dem Schluss gekommen, dass Geräte dieses Typs zu einem kürzeren und schlechteren Schlaf führen.

Eine Studie kam zu dem Schluss, dass künstliches Licht das Potenzial hat, zirkadiane Rhythmen zu verändern.

Künstliches Licht und zirkadiane Rhythmen

Zirkadiane Rhythmen sind die Prozesse, die in Lebewesen in einem Zeitraum von 24 Stunden stattfinden. Diese Zyklen folgen stets der gleichen Reihenfolge und nicht nur das, denn sie folgen einander auch stufenweise. Diese Rhythmen regulieren unter anderem die Schlafzyklen. Sie entsprechen der sogenannten biologischen Uhr.

Die Zeitschrift The Philosophical Transactions of Royal Society veröffentlichte eine Untersuchung, die an der University of Connecticut durchgeführt wurde. Diese Studie kam zu dem Schluss, dass künstliches Licht das Potenzial hat, zirkadiane Rhythmen zu verändern. Insbesondere kann es den Schlafzyklus beeinflussen.

Diese Studie stellte eine direkte Beziehung zwischen elektronischen Geräten und Schlafstörungen her. Zum einen arbeiten diese Geräte mit künstlichem Licht. Zweitens ist der Schlaf sehr durch zirkadiane Rhythmen bedingt. Tatsächlich machen sie den Organismus bei Licht aktiver und bei Dunkelheit passiver.

In der Netzhaut gibt es spezialisierte Zellen, die bei der Bestimmung der Tageszyklen helfen. Wenn die Bildschirme elektronischer Geräte eingeschaltet werden, tritt eine Verzerrung auf. So werden die Tagesfunktionen zu einem Zeitpunkt aktiviert, an dem sie deaktiviert werden müssen, um richtig ruhen zu können.

Elektronische Geräte und Schlafstörungen

An der University of California kamen die Forscher zu ähnlichen Ergebnissen, wie denen, die wir im vorherigen Abschnitt genannt haben. Tatsächlich gingen sie jedoch noch einen Schritt weiter. Zum einen wiesen sie darauf hin, dass das blaue Licht der Bildschirme von Computern und Telefonen die Produktion von Melatonin verringert. Und dieses Hormon beeinflusst wiederum die Schlafqualität. Wenn der Hormonspiegel niedrig ist, wird das Einschlafen erschwert und die Schlafdauer verringert.

Andererseits verhindert die schlechte Angewohnheit, unser Smartphone oder unseren Computer auf unserem Nachtisch zu haben, auch wenn wir zu Bett gehen, die Verringerung der neuronalen Aktivität. Diese Geräte halten uns wach, was das genaue Gegenteil von dem ist, wonach wir vor dem Schlafengehen suchen, nämlich uns zu entspannen.

Das Schlimmste daran ist, dass unser Handy möglicherweise noch anfängt zu klingeln, während wir schlafen. Diejenigen, die ihr Smartphone ständig nutzen, wachen sofort auf, um zu sehen, wer anruft. Und selbst wenn es nicht klingelt, besteht eine subjektive Spannung aufgrund der Möglichkeit, dass es klingeln könnte. Dies beeinflusst die Schlafqualität sehr stark.

Tatsächlich ergab eine Studie, an der 1.000 australischen Studenten im Alter von 13 bis 16 Jahren teilnahmen, dass elektronische Geräte mit einer geringeren Schlafqualität in Verbindung gebracht werden.

Unerwünschte Effekte

Der Psychiater und Psychoanalytiker David Dorenbaum erklärt, dass elektronische Geräte und Schlafstörungen ein Binomial bilden, das zu mehreren Ergebnissen führen kann. Er stellt fest, dass die intensive Nutzung dieser Geräte es dem Einzelnen erschwert, sich an seine Träume zu erinnern. Mit anderen Worten, es würde eine Analogie zwischen der Welt, die wir durch Bildschirme sehen, und unseren tatsächlichen Träumen geben.

Tatsächlich ergab eine Studie, an der 1.000 australischen Studenten im Alter von 13 bis 16 Jahren teilnahmen, dass elektronische Geräte mit einer geringeren Schlafqualität in Verbindung gebracht werden, was sich wiederum negativ auf die psychische Gesundheit auswirken würde. Infolgedessen zeigten die Jugendlichen in der Stichprobe größere Anzeichen einer Depression.

An sich sind elektronische Geräte nicht das Problem. Denn das eigentliche Problem liegt in ihrem Missbrauch. Wenn sie gut und richtig genutzt werden, erleichtern sie uns das Leben auf vielfältige Weise. Wenn sie jedoch zu einer schlechten Angewohnheit werden, machen sie Menschen anfällig und führen zu einer unglaublichen Abhängigkeit von ihrer Verfügbarkeit.

„Schlaf ist die beste Meditation.“

-Dalai Lama-

Arévalo, R., Arevalo, R., Ibarra, G., Nuila, A., & Valle, A. (2018). Impacto de la luz emitida por los dispositivos electrónicos móviles utilizados antes de dormir en la calidad del sueño. Sinapsis UJMD, 8(1), 68-74.