Eine Geschichte über Identität und einen Vogel, der seine nicht kannte

9. August 2019
Staune im Folgenden über eine überraschende Geschichte über die Identität!

Diese Geschichte über Identität handelt von einem bescheidenen, aber leidenschaftlichen Ziegenhirten, der mitten im Nirgendwo lebte. In einem Jahr regnete es nicht so viel und er machte sich Sorgen, weil das Gras nicht wuchs, sodass die Ziegen nichts zu essen hatten.

Der Ziegenhirte wusste, dass es in der Nähe einen Berg gab. Und so beschloss er, mit seinen Ziegen auf den Berg zu klettern, weil er glaubte, dass dort aufgrund der Luftfeuchtigkeit Gras sein würde.

Sehr früh am Morgen machte er sich auf den Weg zum Gipfel des Berges. Als er endlich dort ankam, sah er, dass es genug Gras für alle Ziegen gab. Als er nach Hause ging, erregte etwas seine Aufmerksamkeit.

Auf einem Felsen lag ein kleines Adlernest. Er hasste Adler, weil ein Adler in der Vergangenheit seine Hühner angegriffen hatte. Der Mann war jedoch neugierig und beschloss, genauer hinzuschauen.

Im Nest befanden sich zwei Adlerbabys. Eines war jedoch tot. Es schien, als wäre das Nest aus einer großen Höhe herabgefallen und der arme kleine Vogel hatte den Aufprall nicht überlebt. Der andere Babyadler war verletzt und atmete kaum. Dieser Geschichte über Identität zufolge, hatte der Ziegenhirt Mitleid mit dem verbliebenen Vogel und beschloss, ihn mit nach Hause zu nehmen.

„Im egoischen Zustand leitet sich dein Selbstgefühl, deine Identität von deinem denkenden Verstand ab.“

-Eckhart Tolle-

Unser Ursprung erzählt eine Geschichte über Identität

Der Einfluss der Pflege auf die Identität

Der Ziegenhirte heilte geduldig die Wunden des Vogels. Er fütterte den Babyadler und kümmerte sich um ihn. Er dachte, der Vogel sei zu klein, um ihn loszulassen, und behielt ihn für einige Zeit in seiner Obhut. Als er jedoch heranwuchs, begann der Mann sich Sorgen zu machen. Denn er wollte nicht, dass das Tier seine Ziegen oder Hühner angriff.

Als der Vogel zu einem ausgewachsenen Adler herangewachsen war, entschied der Hirte, dass es Zeit war, ihn loszulassen. So brachte er das Tier eines Morgens auf ein offenes Feld, damit es weit weg fliegen konnte.

Zu seiner Überraschung begann das Tier, ihm nach Hause zu folgen. Wieder hatte der Mann Mitleid mit dem Adler und nahm ihn zurück zu seinem Haus.

Er versuchte mehrere Tage lang, den Vogel gehen zu lassen. Allerdings fand er aber immer seinen Weg zurück zum Haus des Ziegenhirten. Der Adler konnte nicht fliegen, also hüpfte er immer wieder auf und ab.

Da der Vogel ihm sehr verbunden zu sein schien, gab der gute Mann den Versuch auf, ihn gehen zu lassen. Er brachte ihn einfach mit den anderen Hühnern und Küken im Hühnerstall unter. Die Hühner hatten große Angst, als sie den Adler sahen. Doch sie stellten schnell fest, dass der große Vogel keine Bedrohung war und behandelten ihn als einen von ihnen.

Ein seltsamer Besucher

Die Zeit verging und der Adler benahm sich wie jedes andere Huhn. Er lernte sogar, wie sie zu gackern, und der Hirte behandelte ihn folglich auch als solches.

Dann kam jedoch ein Adlerexperte auf seinen Hof. Der Experte kam beiläufig vorbei und war sehr überrascht von dem, was er sah: ein Adler, der gackerte und mit Hühnern lebte!

So suchte der Experte nach dem Ziegenhirten und bat ihn, ihm das seltsame Phänomen zu erklären. Der bescheidene Mann erzählte ihm daraufhin die ganze Geschichte und erklärte, dass der Adler wie jede andere Henne sei.

Aber der Experte war nicht einverstanden. Jedes Tier hat seine Wesen, sagte er. Folglich ist es für den Adler unmöglich, einfach zu vergessen, was er war. Er bat den Ziegenhirten daher um Erlaubnis, seine Theorie zu beweisen, und der Ziegenhirte stimmte zu.

Der Adler in unserer Geschichte über Identität fühlt sich den Hühnern verbunden

Eine Geschichte über Identität

Der Experte bot dem Adler Fleisch an, aber der Vogel lehnte es ab und aß lieber Würmer und Mais. Fleisch ekelte den Adler an. Also stieg der Experte mit dem Tier eine Leiter hinauf und warf den Vogel in die Luft.

Er erwartete, dass er fliegen würde, aber zu seiner Überraschung fiel der Adler und verletzte sich dabei. Nachdem er einige Tage darüber nachgedacht hatte, was er als Nächstes tun sollte, schaute er auf den Felsen. Und er traf die Entscheidung, dass es notwendig war, dorthin zu gehen, wo alles begonnen hatte.

Am nächsten Tag brachte der Experte den Adler zu dem Felsen, auf dem der Hirte ihn gefunden hatte. Als er ankam, sah das Tier etwas unbehaglich aus. Der Experte wartete jedoch und dachte, dass das Tier jederzeit wieder zu seinem wahren Wesen zurückfinden würde.

Er verbrachte die ganze Nacht damit, zu warten. Dann kam ein neuer Tag. Der Adler fühlte sich unwohl, weil er nicht wollte, dass die Sonnenstrahlen ihn störten. Als der Wissenschaftler dies bemerkte, nahm er den Vogel am Hals und zwang ihn, die Sonne zu sehen.

In diesem Moment befreite sich der Adler aus den Händen des Experten und war sichtlich verärgert über dessen Handlung. Dann öffnete er seine Flügel und begann zu fliegen, um dem Mann zu entkommen.

  • Revilla, J. C. (2003). Los anclajes de la identidad personal. Athenea digital: revista de pensamiento e investigación social, (4), 54-67.